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China wants U.S. tariffs rolled back in phase one trade deal: Global Times

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FILE PHOTO: A Chinese woman adjusts a Chinese national flag next to U.S. national flags before a Strategic Dialogue expanded meeting, part of the U.S.-China Strategic and Economic Dialogue (S&ED) held at the Diaoyutai State Guesthouse in Beijing, July 10, 2014. REUTERS/Ng Han Guan/Pool

BEIJING (Reuters) – Beijing’s top priority in any phase one trade deal with the United States is the removal of existing tariffs on Chinese goods, China’s Global Times newspaper reported on Sunday, amid uncertainty on whether the two sides can end a 17-month trade war that has depressed global growth.

“Sources with direct knowledge of the trade talks told the Global Times on Saturday that the U.S. must remove existing tariffs, not planned tariffs, as part of the deal,” according to the report.

Global Times, published by the official People’s Daily newspaper of China’s ruling Communist Party, also cited another unidentified source close to the talks as saying U.S. officials had been resisting such a demand because the tariffs were their only weapon in the trade war and giving up that weapon meant “surrender.”

Officials with the U.S. Trade Representative’s office and the U.S. Treasury Department did not reply to a request for comment.

The United States is poised to impose an additional 15% tariff on about $156 billion of Chinese products on Dec. 15. It is widely expected that those tariffs will be averted if a deal is struck, but China is pressing for rollbacks of previous tariffs.

On Tuesday, U.S. President Donald Trump said Washington was in the “final throes” of a deal aimed at defusing the trade war with China, a few days after Chinese President Xi Jinping expressed his desire for a trade agreement. Top trade negotiators for both countries also spoke again and agreed to keep working on the remaining issues.

Trade experts and people close to the White House told Reuters last month, however, that signing a phase one agreement may not take place until the new year as China pressed for more extensive rollbacks of tariffs. An agreement was initially expected to be completed by the end of November.

U.S. Senate Finance Committee Chairman Chuck Grassley told reporters on Tuesday that Beijing invited U.S. Trade Representative Robert Lighthizer and Treasury Secretary Steven Mnuchin for in-person talks in Beijing.

Grassley said Lighthizer and Mnuchin were willing to go if they saw “a real chance of getting a final agreement.”

Reporting by Se Young Lee and Lusha Zhang in Beijing; Additional reporting by Andrea Shalal in Washington; Editing by Mark Potter and Peter Cooney

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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Wirecard AG: Wirecard hält bei seinen Zahlen Wort

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Im vierten Quartal 2019 erhöhte sich der vorläufige konsolidierte Umsatz im Vergleich zum Vorjahresquartal um 46 Prozent.

 

Auch wenn die von der Wirecard AG genannten Zahlen als vorläufig deklariert
sind und der testierte Konzernabschluss für 2019 erst am 8. April 2020 veröffentlicht wird, sollten wenn überhaupt nur marginale Korrekturen zu erwarten sein. Erst kürzlich versprach Wirecard-Chef
Markus Braun in einem Twitter-Beitrag: „Man werde nicht enttäuschen“, und mit Blick auf die Zahlen für 2019 hat er auch Wort gehalten.

 

Der von der Wirecard AG (ISIN: DE0007472060) im vergangenen Jahr in Aussicht
gestellte Betriebsgewinn von 765 Mio. Euro bis 815 Mio. Euro für das vierte Quartal 2019 wurde erreicht. Konkret wurden es, bereinigt um Sonderaufwendungen für Prüfungs- und Beratungs- sowie
Rechtsberatungsleistungen im vierten Quartal 2019 rund 794 Millionen Euro. Ein Wert also im oberen Drittel der Prognose und eine Steigerung von 42 Prozent.

 

Im vierten Quartal 2019 erhöhte sich der vorläufige konsolidierte Umsatz im
Vergleich zum Vorjahresquartal um 46 Prozent auf 835 Mio. Euro (2018: 571 Mio. Euro). Der vorläufige operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) erhöhte sich in diesem Zeitraum
auf Gruppenebene auf 232 Mio. Euro (Q4/2018: 165 Mio. Euro), eine Steigerung um rund 41 Prozent. Bereinigt um Sonderaufwendungen für Prüfungs- und Beratungs- sowie Rechtsberatungsleistungen, die in
Q4 angefallen sind, konnte das EBITDA im vierten Quartal 241 Mio. Euro erreichen, was einem Zuwachs von rund 46 Prozent entspricht.

 

Den vorläufigen Zahlen nach, konnte der Konzernumsatz 2019 um 38 Prozent auf
2,8 Mrd. Euro gesteigert werden, was rund 38 Prozent entspricht. Der vorläufige operative Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen erhöhte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr um etwa 40 Prozent
auf 785 Mio. Euro.

 

Dr. Markus Braun, CEO Wirecard AG:

„Dies ist ein starkes Ergebnis auf unserem Weg des profitablen
Wachstums. Es ist vor allem ein sehr deutlicher Beleg für die nachhaltige Ertragsstärke unseres Geschäftsmodells. Digitale Zahlungsvorgänge haben in einigen Ländern die Bargeldzahlung bereits
überholt. Unsere strukturellen Wachstumstreiber offenbaren ein erhebliches Potential und sind somit auch ein Ausblick auf Wirecards Zukunft.“

Dazu ergänzte Alexander von Knoop, CFO der Wirecard AG,
noch:

„Die finanzielle Performance von Wirecard schließt nahtlos an die
guten Ergebnisse der Vorjahre an. Zielgerichtete Investitionen mit stetem Blick auf ein aktives Kostenmanagement haben auch in 2019 zu einem herausragenden EBITDA geführt. Zudem erwarten wir
einen starken Cash Flow.“

Der Vorstand der Wirecard AG bekräftigte seinen Ausblick für das laufende
Geschäftsjahr und erwartet einen operativen Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen in einer Bandbreite von 1,0 Mrd. Euro bis 1,12 Mrd. Euro.

 

Einziger Wermutstropfen bleibt allerdings ein Bericht vom Wochenende. Wie
die „Welt am Sonntag“ berichtete hat der Dax-Konzern den Termin am 27. Januar 2020 vor dem Landgericht München I bezüglich einer mündlichen Verhandlung zu den ‚FT‘-Vorwürfen
abgesetzt. 
Welcher strategische Grund dahinter
steckt ist noch unklar. Vorstellbar ist allerdings, dass Wirecard den Abschluss der noch andauernden Bilanzprüfung durch die KPMG erst abwarten will. Auch darüber wird der Konzern hoffentlich bald
Auskunft geben.

 

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg
Schulte, JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder Mitarbeiter des Unternehmens jederzeit eigene Geschäfte in den Aktien der vorgestellten Unternehmen erwerben oder veräußern (z.B. Long- oder
Shortpositionen) können. Das gilt ebenso für Optionen und Derivate, die auf diesen Wertpapieren basieren. Die daraus eventuell resultierenden Transaktionen können unter Umständen den jeweiligen
Aktienkurs des Unternehmens beeinflussen. Die auf den „Webseiten“, dem Newsletter oder den Research-Berichten veröffentlichten Informationen, Empfehlungen, Interviews und Unternehmenspräsentationen
werden von den jeweiligen Unternehmen oder Dritten (sogenannte „third parties“) bezahlt. Zu den „third parties“ zählen z.B. Investor Relations- und Public Relations-Unternehmen, Broker oder
Investoren. JS Research UG (haftungsbeschränkt) oder dessen Mitarbeiter können teilweise direkt oder indirekt für die Vorbereitung, elektronische Verbreitung und andere Dienstleistungen von den
besprochenen Unternehmen oder sogenannten „third parties“ mit einer Aufwandsentschädigung entlohnt werden. Auch wenn wir jeden Bericht nach bestem Wissen und Gewissen erstellen, raten wir Ihnen
bezüglich Ihrer Anlageentscheidungen noch weitere externe Quellen, wie z.B. Ihre Hausbank oder einen Berater Ihres Vertrauens, hinzuzuziehen. Deshalb ist auch die Haftung für Vermögensschäden, die
aus der Heranziehung der hier behandelten Ausführungen für die eigenen Anlageentscheidungen möglicherweise resultieren können, kategorisch ausgeschlossen. Die Depotanteile einzelner Aktien sollten
gerade bei Rohstoff- und Explorationsaktien und bei gering kapitalisierten Werten nur so viel betragen, dass auch bei einem Totalverlust das Gesamtdepot nur marginal an Wert verlieren kann.
Besonders Aktien mit geringer Marktkapitalisierung (sogenannte „Small Caps“) und speziell Explorationswerte sowie generell alle börsennotierten Wertpapiere sind zum
Teil erheblichen Schwankungen unterworfen. Die Liquidität in den Wertpapieren kann entsprechend gering sein. Bei Investments im Rohstoffsektor (Explorationsunternehmen, Rohstoffproduzenten,
Unternehmen die Rohstoffprojekte entwickeln) sind unbedingt zusätzliche Risiken zu beachten. Nachfolgend einige Beispiele für gesonderte Risiken im Rohstoffsektor: Länderrisiken,
Währungsschwankungen, Naturkatastrophen und Unwetter (z.B. Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung
bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden),
Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

 

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten
Informationen beruhen auf sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar.
Dieser Bericht gibt nur die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine
professionelle Beratung durch ihre Bank unumgänglich. Den Ausführungen liegen Quellen zugrunde, die der Herausgeber und seine Mitarbeiter für vertrauenswürdig erachten. Für die Richtigkeit des
Inhalts kann trotzdem keine Haftung übernommen werden. Für die Richtigkeit der dargestellten Charts und Daten zu den Rohstoff-, Devisen- und Aktienmärkten wird keine Gewähr übernommen. Die
Ausgangssprache (in der Regel Englisch), in der der Originaltext veröffentlicht wird, ist die offizielle, autorisierte und rechtsgültige Version. Diese Übersetzung wird zur besseren Verständigung
mitgeliefert. Die deutschsprachige Fassung kann gekürzt oder zusammengefasst sein. Es wird keine Verantwortung oder Haftung: für den Inhalt, für die Richtigkeit, der Angemessenheit oder der
Genauigkeit dieser Übersetzung übernommen. Aus Sicht des Übersetzers stellt die Meldung keine Kauf- oder Verkaufsempfehlung dar! Lesen Sie hier –
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Clock’s ticking for Nissan boss Uchida to show he has a plan: sources

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TOKYO (Reuters) – Nissan’s new CEO Makoto Uchida doesn’t have time to work his way into the job. He is effectively on probation and has a matter of months to show he can revive the ailing automaker, according to three people familiar with the thinking of some on the company’s board.

FILE PHOTO: Nissan Motor chief executive Makoto Uchida speaks during a news conference at Nissan Motor headquarters in Yokohama, Japan, December 2, 2019. REUTERS/Kim Kyung-Hoon

The mission: the new boss must prove to the board he can accelerate cost-cutting and rebuild profits at the 86-year-old Japanese giant, and that he has the right strategy to repair its partnership with France’s Renault REN.PA, the sources told Reuters.

The pressure intensified on Thursday when Nissan, which has had a year of turmoil since the arrest and sacking of long-time leader Carlos Ghosn, posted its first quarterly net loss in nearly a decade and slashed its annual profit forecast.

One of the people familiar with the intentions of some on Nissan’s 10-member board said an assessment of Uchida’s efforts and a decision on his future would likely be made toward the middle of the year.

“Probation is more or less the right way to describe the situation Uchida is faced with, if not more serious,” the source said this week.

“In the worst-case scenario he could be shown the door.”

Uchida referred Reuters queries to Nissan about whether he had just months to demonstrate he could turn the carmaker around, whether board members were satisfied with his work, and his relationship with other senior executives.

The company rejected suggestions of Uchida’s uncertain circumstances as having “no factual basis”. “Effectively or otherwise, Uchida is absolutely not on probation,” a Yokohama-based spokesman added. “There does not exist such a concept or system within Nissan to put a CEO on probation. He is CEO.”

Some supporters also stressed that Uchida has only been in the top job for little more than two months, while Nissan’s business has been in decline since 2017. Executives and analysts have previously said the company’s current woes are not of Uchida’s making, but are the fallout from an aggressive and poorly executed global expansion under Ghosn and Uchida’s predecessor Hiroto Saikawa.

“Nissan is on the right path for recovery … although it might be a gradual process,” Uchida, formerly Nissan’s China chief, said in a video message to employees in October, shortly after being named CEO.

ROCKY START

Still, it has been a difficult start for the new CEO, who officially took the helm at the beginning of December and must act swiftly to counter a slide in sales that is accelerating in key markets like the United States and China.

When he took the stage at corporate headquarters in Yokohama early that month, Uchida billed himself and his senior leaders – No. 2 Ashwani Gupta and No. 3 Jun Seki – as a tight “one team” that could deliver a bright new dawn for the automaker.

Later in December, two board members sat down with Uchida – whose elevation has been opposed in some quarters – to tell him he needed to consult more with Seki and Gupta, stressing he had been given the top job on the condition that he worked closely with the pair, according to two of the sources.

The “one team” hasn’t shown much unity, though.

Seki resigned in late December and joined electric motor producer Nidec Corp as president.

Chief Operating Officer Gupta, meanwhile, has griped privately to colleagues about having a dysfunctional working relationship with the new CEO, according to two of the sources, but he is committed to work with Uchida to turn Nissan around.

One source said the board would not brook internal squabbles or procrastination among Uchida, Gupta and the rest of the executive team: “The biggest problem is nothing getting done, at a time when we need to take decisive actions.”

Gupta referred Reuters queries to Nissan, which said Uchida and Gupta were “cooperating closely, sharing information, and are engaged with executing the performance recovery plan and other reform moves, including fixed cost-cutting”.

UNRAVELING

Nissan, Japan’s second-biggest automaker after Toyota (7203.T), faces an array of structural woes, from high fixed costs to weak management to a strained partnership with Renault, which began unraveling after Ghosn’s arrest in late 2018.

The problems come at a pivotal time when Nissan and other automakers are attempting to come to grips with a major, and costly, technological shift toward electric and self-driving vehicles.

The carmaker posted a net loss of 26.1 billion yen ($238 million) for the October-December third quarter and it cut its annual operating profit forecast by 43% to 85 billion yen.

Though Nissan expects to report a small profit for the year ending in March, some executives are worried it could post a loss, according to the sources, especially given the fact that the forecast does not take into account the impact on sales in China and beyond from the coronavirus outbreak.

Uchida said, at the earnings media conference on Thursday, that Nissan was looking at the possibility of accelerating existing restructuring plans, as well as implementing additional measures – but he added the company would not be able to provide details of those extra steps until May.

(GRAPHIC – Nissan’s sales woes: here)

(GRAPHIC – 2023 recovery goals: here)

‘CRISIS MODE’

Uchida replaced Saikawa, who resigned in September after admitting to being improperly overpaid. His appointment was contentious, with some members of the board’s six-strong nomination committee pushing for Seki or Gupta, according to two of the sources.

Seki, in fact, garnered the most first-choice votes – three – but not a majority, leading to another round where second preferences were taken into account, Uchida received five second-choice votes so won the job, the people said.

By mid-January, however, some board members were starting to regret the decision, said the sources. While Uchida had touted a fresh start in his speech in December, he has still not publicly spelled out specifics on strategy.

Some members of the board complained that he was even sitting on some of the turnaround measures hammered out by Nissan executives last year, before he took the reins of the company, the sources said.

A team led by Seki, and charged with formulating a series of turnaround measures, had proposed effectively pulling out of Indonesia, where the Nissan group’s market share fell below 2% in 2018, according to a separate source close to that team.

Slideshow (5 Images)

Under the plan, the company would ask partner Mitsubishi (7211.T), an SUV powerhouse in Southeast Asia, to contract-manufacture Nissan cars and help market them in Indonesia, the person said.

When Uchida became CEO, however, he struck a cautious stance and made no decisions on that proposed pullout, though the idea has more recently began gaining momentum after much prodding by Uchida’s subordinates and the board, according to the source.

In November, Seki’s team also suggested Nissan go into a more intense “crisis mode”, significantly stepping up spending cuts, including sizable reductions in year-end bonuses for top executives, said the source, adding that the proposals had not been implemented under Uchida.

Reporting By Norihiko Shirouzu; Editing by Pravin Char

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An den Märkten herrscht ein ausgeprägter Zustand der kognitiven Dissonanz

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Durch hohe Bewertungen und das Coronavirus sind die Risiken an den Finanzmärkten gestiegen. Die Investoren negieren sie.

Das Wirtschaftswachstum Chinas wird wegen des grossen Anteils der geschlossenen Regionen an der gesamten Wirtschaftsleistung deutlich schwächer ausfallen.

AP

Die Teilnehmer der Finanzmärkte scheinen sich in einem ausgeprägten Zustand der kognitiven Dissonanz zu befinden. Die Bewertungen an den Kapital- und Aktienmärkten haben den Bezug zur Realität verloren. Dieser Ansicht ist ganz ausdrücklich Scott Minerd, Co-Gründer und Chefanleger von Guggenheim Partners, einer angesehenen, etablierten Finanzgruppe. In seinem neusten Marktbericht hält er sich nicht zurück. Noch nie habe er eine so verrückte Marktsituation gesehen wie jetzt. Es werde, befürchtet er, schlecht enden.



Unübersehbare Warnlampen

Überall leuchteten rote Warnlampen. Dennoch seien die Marktbewertungen hoch und die Erträge entsprechend sehr niedrig. Die Investoren hätten keine andere Wahl, als Kapital zu Preisniveaus anzulegen, die keinen Sinn ergäben. Die Liquidität fliesse, und sie müsse angelegt werden. Entweder bewege man sich in Richtung eines völlig neuen Narrativs, oder die spekulative Energie der Märkte sei unfassbar ausser Kontrolle. Die Bank of America nennt ein paar Zahlen: Gerade fand der höchste Zufluss von Kapital in einer Woche statt, sowohl in Anleihen- als auch in Aktienfonds (1 Bio. bzw. 443 Mrd. $, annualisiert).

Das wilde Akkumulieren von Wertpapieren habe die normale Preisfindung zerstört. Unternehmensanleihen und ABS-Papiere werden von den Emissionsbanken mit immer kleineren Risikoaufschlägen angeboten, Emissionen werden aufgestockt, Überzeichnungen um das Zehnfache sind normal geworden. Die durchschnittliche Rendite von BBB-Anleihen beträgt gerade noch 2,9%. Diese Entwicklung führt Minerd in scharfen Worten auf die gigantische Flut von Liquidität zurück, die praktisch von allen Notenbanken ausgeschüttet wird.

Auf rote Warnlampen weisen auch andere Marktkommentatoren hin: Der Spread der 10-jährigen Anleihe Griechenlands über Bundesanleihen ist auf das Niveau von 2009, vor der Krise, gefallen, und die laufende Rendite ist erstmals niedriger als 1% – trotz dem Junk-Status und einer Staatsverschuldung von 180% des Bruttoinlandprodukts. In den USA ist bei der Auktion von Treasury-Papieren über 30 Jahre die Rendite trotz riesigem Haushaltdefizit auf ein Rekordtief gefallen (2,061% nach 2,341% im Januar). Da die US-Notenbank seit dem Herbst wieder kontinuierlich Wertpapiere kauft, wächst ihre Bilanz erneut. Ihr Bestand an Treasury-Papieren liegt, wie Sven Henrich von Northman Trader betont, nur noch geringfügig unter dem Höchststand vom Oktober 2017 (2,47 Bio. $). Die von der New Yorker Fed angebotenen Termin-Repo-Geschäfte zur Linderung von Liquiditätsengpässen von Banken und anderen Finanzhäusern wurden wieder mehrfach überzeichnet, fast bis zum Zweifachen.

Die am heftigsten blinkende Warnlampe ist für Minerd die durch das Coronavirus (Covid-19) hervorgerufene Krise. Die Öffentlichkeit unterschätze Ausmass und Gefährlichkeit. Würden die Todesfälle mit den Genesungen in Relation gesetzt, liege die Todesrate deutlich höher als im Vergleich mit der Zahl der Erkrankungen.

An den Märkten nicht unbemerkt bleiben Modelle namhafter Fachleute. So befürchtet der Epidemiologe Ira Longini (Universität Florida) eine globale Ausbreitung des Virus wegen seiner hohen Übertragbarkeit. Dann stiege die Zahl der Infektionen und Toten um ein Vielfaches. Isolierung und Quarantäne stoppten das Virus nicht.

Sehr genau beobachten Finanzhäuser die wirtschaftlichen Folgen. Das Wirtschaftswachstum Chinas werde wegen des grossen Anteils der geschlossenen Regionen an der gesamten Wirtschaftsleistung deutlich schwächer ausfallen. Minerd erwartet ein negatives Quartalswachstum. Ole Hansen von der Saxo Bank befürchtet starke Einbrüche der Rohwarenmärkte und der Globalnachfrage.

Allgemein wird vor Störungen der globalen Versorgungsketten gewarnt, die sich in den Industriestaaten und Entwicklungsländern in ihrem vollen Ausmass erst verzögert zeigen würden. Die Wiederaufnahme der Produktion in China werde nur stufenweise geschehen können, betont das Finanzhaus Gavekal. Die Rabobank sieht das Dilemma zwischen einer Lockerung der Quarantäne, damit die Wirtschaft nicht richtig krank wird, und der Gefahr, dass sich dann das Virus wieder ausbreiten kann.



Warnungen eines Altmeisters

Die bestehenden Risiken beeindrucken Anleger nur wenig, weil sie davon ausgehen, dass die Notenbanken sie mit immer neuem Geld überschütten werden. Genau vor dieser Politik warnt Jacques de Larosière, ehemaliger Direktor des IMF. Gegenwärtig bekämpfe die (lockere) Geldpolitik nicht Risiken, sondern verschärfe sie, insbesondere weil sie das Schuldenmachen erleichtere, den Weg zu Helikoptergeld bahne und die Integrität der Notenbanken gefährde.



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