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Darauf solltest du bei einer englischen Bewerbung achten

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Bewerbungen schreiben – eher selten so idyllisch wie es auf diesem Bild aussieht.

Dieser Gastbeitrag stammt von Marlene Schimanski. Sie ist Gründerin von Auslandskarriere, einem Online-Magazin rund um Auswanderung und internationale Karriere. Als Karrierecoach und vereidigte Englisch-Übersetzerin ist sie seit 2013 für die Englische Karrieremanufaktur tätig.

Englische Jobbezeichnung? Nichts Neues. Aber: Englische Stellenanzeige? Jetzt fragen sich Bewerberinnen und Bewerber wahrscheinlich, ob sie dem potenziellen neuen Arbeitgeber auf Deutsch oder Englisch schreiben sollten. Fakt ist, dass immer mehr Unternehmen auf Englisch ausschreiben. Wer sich auf einen internationalen Job bewirbt, sollte wissen, wie sie oder er sich auf Englisch bewirbt. Mit ein paar Grundregeln und Tricks ist man der Konkurrenz meilenweit voraus.

Warum Unternehmen vermehrt auf Englisch ausschreiben

Dass ein deutsches Unternehmen, das mitten in Berlin sitzt und eine Praktikumsstelle ausschreibt, auf Englisch inseriert, mag auf den ersten Blick verwundern. Man könnte meinen, dass die Verantwortlichen einfach im Vorstellungsgespräch ein wenig auf Englisch plaudern oder sich die Schulnote anschauen könnten, um die  Englischkenntnisse der Interessenten zu prüfen. Die Gründe dafür sind jedoch vielseitig. Hierzu gehören:

  • Internationale Entscheidungsträger. Manchmal entscheiden nicht nur die Personalleiter im Land über den Kandidaten, sondern auch solche, die sich im Ausland befinden. Mit einer deutschen Bewerbung kann die internationale Vorgesetzte wenig anfangen. Auch wenn sich eine Position in Deutschland befindet und im Job womöglich hauptsächlich in deutscher Sprache kommuniziert wird, kann es also sein, dass ein internationales Team Mitspracherecht für den Standort in Deutschland haben möchte.
  • Internationale Bewerberinnen ansprechen. Bei einer internationalen Position ist es sinnvoll, jemanden einzustellen, der einen möglichst nahen Bezug zu einem ausländischen Arbeitsmarkt hat, sich mit einer anderen Kultur auskennt oder bereits zuvor im Ausland gelebt hat. Eine englische Stellenausschreibung in einer deutschen Jobbörse sticht heraus und wird sehr wahrscheinlich von internationalen Bewerbern gesehen.

Bewerbungen:

Wer noch ein Anschreiben verlangt, kapiert den Arbeitsmarkt nicht

Bewerbungsschreiben sind ein Relikt der Vergangenheit. Unser Experte erklärt, wie man ohne sie – und mit zeitgemäßeren Methoden – Top-Talente für sein Startup gewinnt.

  • Kandidaten abschrecken, die sich auf alles bewerben. So manche Personalerin kann hiervon ein Lied singen: Trittbrettfahrer bewerben sich gerne einfach mal auf so ziemlich jede Position in der Firma, nur um zu schauen, wo sie zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen werden. Diese Strategie geht jedoch nur selten auf. Für Personalerinnen bedeutet sie vor allem zusätzliche Arbeit. Werden für eine Position fließende Englischkenntnisse benötigt, bietet es sich absolut an, die Stelle gleich auf Englisch auszuschreiben. Eine englische Bewerbung zu verfassen, bedeutet in der Regel auch, für den nicht-muttersprachlichen Bewerber mehr Arbeit. Manch halbherzige Interessentin schreckt das ab.

Was solltest du bei einer englischen Bewerbung beachten?

Ja, auf eine englische Stellenanzeige solltest du dich auf Englisch bewerben; auch wenn die Stellenausschreibung sowohl nach Deutsch- als auch nach Englischkenntnissen verlangt. Viel wichtiger als CV-Regeln wie „bloß nicht mehr als zwei Seiten“ ist jedoch, die Leser der Bewerbung im Hinterkopf zu behalten. Diese kennen sich vielleicht gar nicht oder nur oberflächlich mit dem deutschen Ausbildungssystem aus oder wundern sich über übersetzte deutsche Bewerbungsphrasen. Die folgenden Grundregeln und Tipps helfen, die englische Bewerbung selbstbewusster anzugehen.


Wie bewerben sich trans* Personen richtig, Frau Ungar?

Geschlechtsidentität:

Wie bewerben sich trans* Personen richtig, Frau Ungar?

Ihr Coming-Out als Frau hatte Sarah Ungar bei Thyssenkrupp. Heute berät sie dort Führungskräfte – und hat Ratschläge an transidente und non-binäre Jobanwärter.

1. Die Sache mit dem Foto

In den USA und Großbritannien ist es absoluter Standard, sich ohne Foto zu bewerben. Dies liegt daran, dass die Unternehmen dort strengere Anti-Diskriminierungsregeln haben als hierzulande und verhindert werden soll, dass Bewerber sich benachteiligt fühlen. In Deutschland wird jedoch noch oftmals ein Foto verwendet, um die Bewerbung persönlicher zu gestalten. Ein Foto auf einem englischen CV für den deutschen beziehungsweise europäischen Markt sollte deshalb kein Problem darstellen. Im Endeffekt ist es aber Geschmackssache. Wer lieber nach amerikanischen Regeln spielt, dem CV aber trotzdem einen persönlichen Touch verleihen möchte, kann auch sein Linkedin-Profil verlinken. Somit gibst du der Arbeitgeberin die Möglichkeit, wenn sie denn möchte, mehr über deine Person und deinen beruflichen Werdegang zu erfahren.

2. Geburtsdatum und Religion? Weg damit!

Auf persönliche Daten, wie du sie vielleicht aus einer deutschen Bewerbung kennt, kannst und solltest du bei einer englischen verzichten. Hierzu gehören Angaben zum Geburtsdatum, dem Geschlecht, der Staatsangehörigkeit oder gar Religion. Diese Angaben gelten mittlerweile auch bei deutschen Lebensläufen als veraltet. Lebenslauf und Anschreiben zu unterschreiben, ist ebenso eine deutsche Angewohnheit, die im Ausland unüblich ist.

3. Chronologisch rückwärts

Im englischsprachigen Ausland ist nur die Variante des chronologisch rückwärts verfassten CVs verbreitet. Dieser ist auch in Deutschland mittlerweile Standard. Allerdings verirrt sich immer noch der ein oder andere Spätzünder in den Bewerbungspool. Wer ganz am Anfang des CVs Angaben zu seiner Grundschule oder seinem ersten Job macht, kann sich selbst nicht gut verkaufen. Die aktuellste Position (bei Studenten ist dies natürlich das Studium) gehört ganz nach oben auf den CV. Erfolge und Tätigkeiten werden nach Bedeutung geordnet. 

4. Mehrwert und Keywords nennen

Deutsche glauben, dass Amerikaner sich in ihren Bewerbungen selbst in den Himmel loben. Hierzulande gilt die Devise, dass Eigenlob stinkt. Anstatt sich selbst in den Vordergrund zu stellen, loben viele Bewerberinnen deshalb das Unternehmen. So versichert der oder die ein oder andere, dass es sich bei einer Position um die Traumstelle schlechthin handelt und er oder sie so unendlich dankbar sein wird, die Stelle zu bekommen. Viele Bewerberinnen sind sich auch nicht zu schade zu erwähnen, wie super diese Position für die eigene Karriere wäre. Vergessen wird hierbei, dass sie ihren eigenen Mehrwert für das Unternehmen betonen müssen. Hast du dies erst einmal verinnerlicht, kannst du ruhig das Stigma ablegen, dass es in englischen Bewerbungen nur um Angeberei gehe. Konzentrieren sollte man sich auf die bisherigen Erfolge und die richtigen, im Stellenprofil geforderten Keywörter. Nach diesen werden Bewerbungen nämlich zu allererst ausgewählt.

Nicht einfach „übersetzen“

Bei englischen Bewerbungen innerhalb Deutschlands solltest du nicht unbedingt davon ausgehen, dass sich Leserinnen mit dem deutschen System auskennen. Falsche Übersetzungen oder Gleichstellungen können an beiden Fronten zu Missverständnissen führen.

  • Das Abitur sollte man nicht einfach mit einem „High School“-Abschluss gleichsetzen. Die richtige Übersetzung ist „Higher Education Entrance Qualification“. Idealerweise wird das Wort „Abitur“ in Klammern gesetzt, um bei Deutschen Missverständnisse zu vermeiden.
  • Als „Secondary School“ werden das Gymnasium oder die Oberstufe bezeichnet.
  • Vermeintliche Übersetzungen für Diplome wie „Diploma“ sagen im englischen Ausland nicht viel aus. Jedes Zertifikat kann dort ein „Diploma“ sein. Einige Bewerber verkaufen sich somit schnell unter ihrem Wert. Die richtige Übersetzung für das Diplom ist „University Degree“. Es ist ebenso zu empfehlen, den deutschen Titel in Klammern dahinter zu setzen. 
  • Noten solltest du ebenso nicht ohne Weiteres in ein anderes Schulsystem „übersetzen“ oder einschätzen. Wer eine gute Note im CV angeben möchte, kann die Notenskala in Klammern setzen. Beispiel: 1.3 (1–5, with 1 the highest).

Und so sieht eine englische Bewerbung – hier mit Foto der Bewerberin – beispielhaft aus:

Bild: Getty Images / Westend61





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Ich habe Jimmy Wales‘ Facebook-Alternative getestet

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Das neue soziale Netzwerk von Wikipedia-Gründer Jimmy Wales soll schon 500.000 Nutzer haben. Höchste Zeit, sich dort einmal umzuschauen.

Zugegeben: Soziale Netzwerke haben gerade keinen sonderlich guten Ruf. Generell wird ihnen vorgeworfen, ihre Nutzer mit kleinen aufblinkenden Benachrichtigungen süchtig zu machen. Manchmal kann das aber ganz angenehm sein. Als ich diesen Herbst das erste Mal die App Tiktok geöffnet habe, wurde ich da von einer Welle kurzer, unterhaltsamer Tanzvideos und Video-Memes überrollt. Ein paar Tage lang musste ich mich zusammenreißen, um nicht länger als eine halbe Stunde am Stück darin zu versinken. Wie bei den meisten sozialen Netzwerken folgten schon kurz auf Tiktoks plötzliche Beliebtheit die ersten Skandalgeschichten: Das chinesische Netzwerk Tiktok zensiert, Tiktok diskriminiert, Tiktok duldet keine Kritik an China, war da zu lesen.

Mitten in die Nachrichten vom skandalösen Siegeszug des Netzwerkes Tiktok platzt jetzt Wikipedia-Gründer Jimmy Wales mit der Nachricht, sein soziales Netzwerk WT Social habe schon über eine halbe Million Nutzer und würde stark wachsen. Jimmy Wales hat mit WT Social einiges vor. „Gefälschte Nachrichten haben globale Ereignisse beeinflusst, und Algorithmen kümmern sich nur um ‚Engagement‘ und sorgen dafür, dass Menschen von Plattformen ohne Substanz abhängig sind“, sagte Wales noch im Oktober auf Konferenzen. Er wollte es mit WT Social besser machen.

Kann WT Social uns also aus dem digitalen Limbo der sozialen Netzwerke befreien? Zeit, dort einmal vorbeizuschauen, denke ich, und melde mich an.

Das erste, was ich nach der Anmeldung auf WT Social tun kann, ist, in Subwikis (Gruppen) ein- oder austreten. Die voreingestellten Gruppen heißen „Fighting Misinformation“, „Long Reads“ und „News about the Internet“ – was auch erklärt, warum die Gruppen über 400.000 Abonnenten haben. Könnte spannend werden, denke ich. Es gibt sogar ein paar coole Gruppen wie „Dank Memes“ mit immerhin 22.000 Abonnenten. Ich abonniere gleich noch ein paar andere Subwikis wie „Cybersecurity“ oder „Climate Change“.

Scrennshot von WT Social (Screenshot:t3n)

Als ich dann das erste Mal auf meinen tatsächlichen, persönlichen WT-Social-Feed schaue, folgt Ernüchterung. Da geht ziemlich wenig. Mein Feed wirkt wie der langweiligste Subreddit, den ich je gesehen habe. Well, eigentlich nicht. So langweilige Subreddits sind mir noch nicht untergekommen: eine Textwüste mit Posts wie „Warum es wichtig ist, Freunde einzuladen. Von Jimbo“ und gelegentlich ein paar „Long Reads“ über den Regenwald, die Feuer in Australien oder den saudischen Kronprinzen Mohammed Bin Salman. Mein persönlicher Feed ist sogar so langweilig, dass ich das Gefühl habe, irgendwas falsch verstanden zu haben. Ich schaue nochmal bei „Dank Memes“ vorbei. Das aktuellste Dank Meme ist 18 Stunden alt und überhaupt nicht Dank. Darunter diskutieren verständnislose Nutzer, wie sie sich aus dem Subwiki abmelden können.

Zum Glück werden mir links oben im Fenster ein paar neue Gruppen vorgeschlagen. Verzweifelt melde ich mich also zu „Everything2“, „Conspiracy Theories“ „LGBTQIAP+“, „Clinical Psychology“, „Keto Club“, „Golden Retrievers“, „Australian Witchcraft“, „Matrix“, „Eurofighter Typhoon II“ und „FAZ – Frankfurter Allgemeine Zeitung“ an. Ich kehre zurück zu meinem Feed und es passiert: nichts. Nirgendwo geht was. Selbst „Conspiracy Theories“ hat nur ein mickriges Dokument über die „eigentlichen“ Gründe für eine amerikanische Militärintervention in Kuba.

Okay. Subwikis sind es auf WT Social also noch nicht. Vielleicht ist es auch nur so langweilig, weil ich hier keine Freunde habe? Ich frage auf anderen sozialen Netzwerken nach, wer mein Freund auf WT Social werden will. Und warte einen Tag.

Zugegeben, der Tweet geht nicht gerade viral. Am nächsten Tag habe ich allerdings zwei Freunde, deren Profil so jungfräulich ist wie meins. Über den Freunde-Tab lande ich auch auf dem Profil von Jimmy Wales. War mir gar nicht aufgefallen, dass ich ihn abonniert hatte. Aber ich glaube, er ist auch voreingestellt, genau wie das Subwiki „Long Reads“.

Ehrlich gesagt, der Nachmittag des zweiten Tages ist der Moment, an dem ich beschließe, WT Social erst mal wieder ruhen zu lassen. Und dabei wird mir nochmal der grundsätzliche Unterschied von WT Social zu anderen sozialen Netzwerken klar: Auf Facebook, Instagram, Twitter und Tiktok muss man sich zusammenreißen, um dort nicht zu viel Zeit zu verschwenden. Auf WT Scoial muss ich mich überwinden, überhaupt noch weiter zu scrollen. Es gibt dort keine haarsträubenden Fake Storys wie auf Facebook, keine hasserfüllten Kommentare wie auf Twitter, keine Photoshop-Idylle wie auf Instagram. Was ist das für ein Netzwerk, auf dem ich weder prokrastinieren, noch in einem Sog aus Halbwahrheiten über 9/11 verschwinden kann?

Man kann ja viel über die üblichen Verdächtigen der Netzwerk-Branche sagen: dass sie die Leute süchtig machen, dass sie die Gesellschaft polarisieren, dass sie die öffentliche Meinung zensieren. In sofern hat Jimmy Wales seinen Job gut gemacht. Die Frage ist nur, ob wir so ein Netzwerk auch wollen.

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Werbekennzeichnung undeutlich: Google ändert Suchergebnisdarstellung erneut

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Nach Kritik an der geänderten Darstellung der Suchergebnisseiten rudert das kalifornische Unternehmen ein Stück weit zurück. Werbung bleibt nun etwas weniger schwer erkennbar.

Vor einigen Tagen hatte der Suchmaschinenriese aus Mountain View eine neue Darstellung der Suchergebnisseiten (SERP: Search Engine Result Page) auf Desktop-Rechnern eingeführt. Diese Design-Änderung hatte zur Folge, dass fortan alle Ergebnisse wie Werbung aussahen.

Diese Darstellung unterscheidet kaum noch zwischen Werbung und organischen Einträgen. Die Favicons tragen zur weiteren Verschleierung bei. (Screenshot: Google)

Clever: Google lässt alle Suchergebnisse werblich aussehen

Anstelle der bisherigen Darstellung unbezahlter Einträge mit dem Titel der Website, hatte Google oberhalb dieses Textes nun eine weitere Zeile eingeführt. Diese zeigte das Favicon der Seite und die Domain-URL.

Gleichzeitig hatte Google werbliche Einträge mit dem fett gesetzten Zusatz „Ad“ just an der Stelle gekennzeichnet, wo bei den nicht werblichen Einträgen das Favicon saß. Anstelle der bisherigen grünen Ad-Kennzeichnung war zudem die Markierung in schwarzer Farbe gesetzt.

In Summe hatte das dazu geführt, dass es fortan noch schwieriger war, werbliche von nicht werblichen Suchergebnisses zu unterscheiden. Entsprechend viel Kritik erntete der Suchmaschinenriese für diesen Schritt.

Nun rudert Google in einem Tweet ein Stück weit zurück. Dabei erklärt das Team den Schritt und die angeblich positiven Rückmeldungen aus dem Umfeld der mobilen Suche, dessen Ergebnisanzeige schon seit Monaten auf die neue Form umgestellt sei. Dennoch wolle man sich auf das aktuelle Nutzerfeedback einlassen und weiter mit dem Design experimentieren.

Verzicht auf Favicons macht Werbung etwas besser identifizierbar

Der sichtbare Erfolg bestand indes lediglich in der Entfernung der Favicons aus der ersten Zeile des jeweiligen Suchergebnisses. Zwar lässt sich auf diese Weise die Ad-Kennzeichnung etwas besser erkennen, zurück zur auffälligeren grünen Kennzeichnung wollte das Google-Team indes wohl doch nicht. Und auch die Domain-URL blieb oberhalb des Ergebnistextes stehen. Zudem hatte Google nicht etwa die dauerhafte Entfernung der Favicons versprochen. Sie könnten also in der ein oder anderen Form in Kürze wieder auftauchen.

Die Kollegen vom Searchengineland zeigen in einer Übersicht, wie deutlich sich die Werbedarstellung Googles in den letzten 13 Jahren verändert hat. Es bedarf keines Expertenauges, um zu erkennen, dass die Kennzeichnung werblicher Einträge dabei immer schwächer geworden ist.

Von gut bis kaum erkennbar: Googles Werbekennzeichnung über die Jahre. (Quelle: Searchengineland)

Von gut bis kaum erkennbar: Googles Werbekennzeichnung über die Jahre. (Quelle: Searchengineland)

Motivation erklärlich, aber dennoch schwer nachvollziehbar

Die mögliche Mathematik hinter einem derartigen Vorstoß leuchtet auf den ersten Blick ein. Google profitiert nur von Klicks auf werbliche Einträge, nicht von organischem Traffic. Je schwerer beides voneinander zu unterscheiden ist, desto wahrscheinlicher wird der Klick auf einen Werbelink.

Beobachter zeigen sich verwundert über Googles Design-Vorstoß. Immerhin laufen gerade wegen der Suche Untersuchungen in allen US-Bundesstaaten. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob und inwieweit Google sein Quasi-Monopol missbraucht. Auch die Wettbewerbshüter aus Großbritannien beschäftigen sich intensiv mit Googles Werbe-Strategien.

Passend dazu: Wegen Ads: 150 Millionen Euro Bußgeld für Google in Frankreich





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Google reagiert auf Kritik, lässt Werbung deutlicher erkennen

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Nach Kritik an der geänderten Darstellung der Suchergebnisseiten rudert das kalifornische Unternehmen ein Stück weit zurück. Werbung bleibt nun etwas weniger schwer erkennbar.

Vor einigen Tagen hatte der Suchmaschinenriese aus Mountain View eine neue Darstellung der Suchergebnisseiten (SERP: Search Engine Result Page) auf Desktop-Rechnern eingeführt. Diese Design-Änderung hatte zur Folge, dass fortan alle Ergebnisse wie Werbung aussahen.

Diese Darstellung unterscheidet kaum noch zwischen Werbung und organischen Einträgen. Die Favicons tragen zur weiteren Verschleierung bei. (Screenshot: Google)

Clever: Google lässt alle Suchergebnisse werblich aussehen

Anstelle der bisherigen Darstellung unbezahlter Einträge mit dem Titel der Website, hatte Google oberhalb dieses Textes nun eine weitere Zeile eingeführt. Diese zeigte das Favicon der Seite und die Domain-URL.

Gleichzeitig hatte Google werbliche Einträge mit dem fett gesetzten Zusatz „Ad“ just an der Stelle gekennzeichnet, wo bei den nicht werblichen Einträgen das Favicon saß. Anstelle der bisherigen grünen Ad-Kennzeichnung war zudem die Markierung in schwarzer Farbe gesetzt.

In Summe hatte das dazu geführt, dass es fortan noch schwieriger war, werbliche von nicht werblichen Suchergebnisses zu unterscheiden. Entsprechend viel Kritik erntete der Suchmaschinenriese für diesen Schritt.

Nun rudert Google in einem Tweet ein Stück weit zurück. Dabei erklärt das Team den Schritt und die angeblich positiven Rückmeldungen aus dem Umfeld der mobilen Suche, dessen Ergebnisanzeige schon seit Monaten auf die neue Form umgestellt sei. Dennoch wolle man sich auf das aktuelle Nutzerfeedback einlassen und weiter mit dem Design experimentieren.

Verzicht auf Favicons macht Werbung etwas besser identifizierbar

Der sichtbare Erfolg bestand indes lediglich in der Entfernung der Favicons aus der ersten Zeile des jeweiligen Suchergebnisses. Zwar lässt sich auf diese Weise die Ad-Kennzeichnung etwas besser erkennen, zurück zur auffälligeren grünen Kennzeichnung wollte das Google-Team indes wohl doch nicht. Und auch die Domain-URL blieb oberhalb des Ergebnistextes stehen. Zudem hatte Google nicht etwa die dauerhafte Entfernung der Favicons versprochen. Sie könnten also in der ein oder anderen Form in Kürze wieder auftauchen.

Die Kollegen vom Searchengineland zeigen in einer Übersicht, wie deutlich sich die Werbedarstellung Googles in den letzten 13 Jahren verändert hat. Es bedarf keines Expertenauges, um zu erkennen, dass die Kennzeichnung werblicher Einträge dabei immer schwächer geworden ist.

Von gut bis kaum erkennbar: Googles Werbekennzeichnung über die Jahre. (Quelle: Searchengineland)

Von gut bis kaum erkennbar: Googles Werbekennzeichnung über die Jahre. (Quelle: Searchengineland)

Motivation erklärlich, aber dennoch schwer nachvollziehbar

Die mögliche Mathematik hinter einem derartigen Vorstoß leuchtet auf den ersten Blick ein. Google profitiert nur von Klicks auf werbliche Einträge, nicht von organischem Traffic. Je schwerer beides voneinander zu unterscheiden ist, desto wahrscheinlicher wird der Klick auf einen Werbelink.

Beobachter zeigen sich verwundert über Googles Design-Vorstoß. Immerhin laufen gerade wegen der Suche Untersuchungen in allen US-Bundesstaaten. Dabei soll unter anderem geklärt werden, ob und inwieweit Google sein Quasi-Monopol missbraucht. Auch die Wettbewerbshüter aus Großbritannien beschäftigen sich intensiv mit Googles Werbe-Strategien.

Passend dazu: Wegen Ads: 150 Millionen Euro Bußgeld für Google in Frankreich





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