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Die Waffe gegen nass-kalt: Diese Chilipaste aus Korea heizt Ihnen ein – Essen & Trinken

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Der Frost lässt noch auf sich warten, aber das kühle, feuchte Wetter dringt jetzt schon bis in die Knochen. Der Körper verlangt etwas Wärmendes, aber zu scharfes Essen kann schnell ungemütlich werden. Gochujang, das Feuer Koreas, ist die Antwort.

So gut wie jede deutsche Großstadt hat mittlerweile ein Korean Barbecue Restaurant, in dem man gegrillte Köstlichkeiten vom Schwein und Rind bekommt. Doch Gochujang, die fermentierte (mit Bakterien vergorene) Chilipaste, ist die Geheimwaffe der koreanischen Hausmannskost.

▶︎ Geschmacklich ist Gochujang deutlich interessanter als gängige Chilisaucen wie die essiglastige Tabasco oder Sriracha, das fast nur nach scharfem Knoblauch schmeckt. Durch die verschiedenen Gärungsprozesse entsteht ein süßlich-scharfer Geschmack, mit einem Hauch von Hefe und viel Umami (die mysteriöse Geschmacksrichtung, die zum Beispiel Hühnersuppe ihren würzig-herzhaften Geschmack gibt).

Die Zutatenliste ist übersichtlich

Klebreismehl, fermentiertes Sojapulver, Gerstenmalz, gemahlene koreanische Chilischoten und Salz. Seit die Chilischote vor ungefähr 500 Jahren aus Südamerika nach Asien kam, ist Gochujang fester Bestandteil des Alltags in Korea. Große Fässer aus Keramik werden mit der roten Paste gefüllt und zum Teil über Jahre in der Sonne gegoren.

Probieren Sie’s Mal!

Es ist leichter, auf den richtigen Geschmack zu kommen, wenn man einen Klecks Gochujang in Soßen, Marinaden oder Eintöpfe einrührt, da die Paste alleine etwas intensiv schmecken kann. Der Schärfegrad ist dann nicht zu intensiv und weniger beißend als frische Chilis.

Zum Einstieg können Sie einen Teelöffel der Paste mit 3-4 Esslöffeln Majonnaise verrühren, um einen pikanten Begleiter für Pommes oder kleine Häppchen zu zaubern.

Auf YouTube führt Emily Kim – besser bekannt unter ihrem Benutzernamen Maangchi – ihre mittlerweile 3,78 Millionen Abonnenten durch die Tücken und Wunder der koreanischen Küche. Neben Exoten, wie sauer eingelegten Sardinen oder Quallensalat, kocht sie wahre Hausmannskost, zum Beispiel diesen sehr einfachen und köstlichen Eintopf namens Buldak: ein feuriger Hühnertopf mit einem Haufen geschmolzenen Käse oben drauf. Der ist in 15 Minuten fertig und eine wahre Geschmacksexplosion.

▶︎Falls es in Ihrer Nähe keinen Asia-Supermarkt gibt, bestellen Sie das Gochujang und die milden Chiliflocken (Gochugaru) einfach im Internet.





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Ich RANKE alle CAPITAL BRA Platz 1 Singles

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Ich RANKE alle CAPITAL BRA Platz 1 Singles
– Capital Bra ist der aktuell erfolgreichste deutsche Rapper. Bereits 18 Nummer 1 Hits hat sich der Berliner geholt. Im heutigen Video ranke ich alle Capital Bra Singles.

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Boris Becker: Millionär lässt ihn fallen *** BILDplus Inhalt *** – Leute

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Der Grund ist unglaublich

Millionär lässt
Boris Becker fallen



Dieses Angebot kann Boris Becker (51) nun abschreiben …

Mit Vermögensverwalter Christian Krawinkel (72) verliert der Tennis-Held einen seiner Fans und Förderer. Im Juli hatte für fast eine halbe Million Euro bei der Zwangsversteigerung von Becker-Pokalen und Trophäen (u. a. dem Bambi) zugeschlagen. Krawinkel wollte sie Becker eigentlich später – gegen einen Finanzierungsplan – zurück geben.
Daraus wurde aber nichts.

Erfahren Sie mit BILDplus, warum der Vermögensverwalter die Tennis-Legende fallen gelassen hat!





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Ins Dorf kam nur die Angst | ZEIT ONLINE

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Bis zum September, wenn der Mais geerntet wird, ist Zeit für eine
Entscheidung. Misch will gehen, unbedingt. Hans‘ Bruder ist bereits gegangen,
weswegen Hans nicht studieren darf, sondern in einer Fabrik am Band arbeiten
muss. Die Tage stehen still da draußen in der Peripherie, einerseits, und
andererseits rast drumherum die Zeit, geht die Weltgeschichte ihren Gang, ohne
dass sie auf dem Dorf eine größere Wirkung hinterließe.

Drei Kilometer heißt Nadine Schneiders Debütroman; drei Kilometer sind
es bis zur Grenze nach Jugoslawien, einmal durch das Maisfeld und dann immer
weiter, bis die ersten Häuser kommen. Anna ist die Ich-Erzählerin des Romans,
eine junge Frau, schätzungsweise um die 20, die mit ihren Eltern in einem Kaff
im rumänischen Banat lebt. Die Literaturnobelpreisträgerin Herta Müller hat
diese Landschaft in ihrem ersten Buch Niederungen als ein düsteres Gelände
beschrieben, geprägt von Niedertracht, moralischer Verwahrlosung, Alkoholismus
und Brutalität. Nadine Schneiders Tonlage ist eine andere. Die Repressionen des
politischen Systems, der Schatten, den die Ceauşescu-Diktatur bis in den
letzten Winkel des Landes wirft, schlagen sich in Drei Kilometer in
Randbemerkungen nieder, manchmal auch nur in Blicken oder Gesten.

Es sind nur ein paar Monate, vom Sommer 1989 bis zur Hinrichtung des
Diktatoren-Ehepaares im Dezember, die den Rahmen der Erzählung bilden. Die
politischen Umwälzungen werden in Annas Dorf zunächst gar nicht, später als
Gerüchte wahrgenommen. Die Perspektive ist verschoben, die Prioritäten sind
anders gesetzt. Anna und ihre Familie gehören der deutschsprachigen Minderheit
an, den so genannten Donauschwaben. Sie arbeitet als Lackiererin in einer
Fabrik in der nächsten Stadt, ist mit Hans liiert, aber vielleicht in Misch
verliebt. Anna, Hans und Misch bilden ein Dreieck, in dem Zuneigung, Eifersucht
und Misstrauen sich die Waage halten. Sie gehen auf Dorffeste und betrinken
sich. Sie fahren gemeinsam auf den Fahrrädern nach Hause und wachen morgens mit
schweren Köpfen auf. Und dazwischen immer die Frage: Gehen wir durch das
Maisfeld über die Grenze? Wer geht mit wem? Ist Hans ein Spitzel, ist ihm zu
trauen? „Hans verrät uns nicht“, sagt Misch einmal zu Anna. „Es ist das Land,
das uns verrät. Und ihn auch.“

Dieses Gefühl, dass es kein richtiges Leben im Falschen geben kann,
prägt die Atmosphäre des gesamten Romans und erzeugt auch in den
Naturschilderungen eine Ambivalenz, die jeglichen Idyllenverdacht ins Leere
laufen lässt. Ganz davon abgesehen, dass das Dorf sich in den vergangenen
Jahren bereits geleert hat, weil die Bewohner nach und nach vor dem Willkürstaat
und der Armut geflohen sind. Unpolitisch ist Drei Kilometer beileibe nicht.
Auch das Schweigen kann politisch sein.

Das Bestechende an Drei Kilometer ist der Umstand, dass seine Autorin
nichts versucht, was sie nicht auch beherrscht. Das ambitionierte
Metapherngedröhne, das so manches hoch gelobtes deutschsprachiges Debüt in diesem
Jahr charakterisierte
, fehlt bei Nadine Schneider ebenso wie staatstragende politische
Eindeutigkeit. Schneiders Sprache ist durchsetzt und grundiert von poetisch
aufgeladenen Beobachtungen und Beschreibungen, doch bleibt der Blick der
Erzählerin stets auf die engen Verhältnisse fokussiert. Es zählt das, was
gerade ist. Die Verluste werden größer; ein langsamer Abschied von den
Vertrautheiten der Kindheit ist als innere Entwicklungsgeschichte der
Protagonistin in den Roman eingeschrieben.

Nadine Schneider wurde 1990 als Tochter einer Aussiedlerfamilie aus dem
Banat in Nürnberg geboren. Im Nachwort dankt sie ihrem Vater, der für den Roman
seine Erinnerungen mit ihr geteilt hat. Es ist auffällig, wie sich im Roman
auch ein Riss zwischen den Generationen auftut. Der Vater erhält ein
Ausreisevisum in die Bundesrepublik, begrenzt auf vier Wochen, um einen
erkrankten Verwandten zu besuchen. Er kündigt an, nicht zurückzukehren und tut
es dennoch. „Es ging einfach nicht“, sagt er, als er wieder da ist, mehr nicht.
Wie ein Gewicht hängt die Landschaft an Schneiders Figuren und zieht sie in die
Apathie. Für den Wendepunkt sorgt dann die Gewalt: In Timişoara, der Hauptstadt
des Banat, brechen im Dezember 1989 die Proteste aus, die sich über das gesamte
Land ausbreiten und das Regime schließlich umstürzen.

„Die Unruhen“, schreibt die Erzählerin, „kamen nicht bis in unser Dorf,
ins Dorf kam nur die Angst.“ Man hört von Panzern, die durch die Straßen
fahren, von Erschossenen. Hans ist dort und lässt nichts von sich hören. Es ist
Winter. Der Mais ist abgemäht. Anna ist im Dorf. Noch.

Nadine Schneider: Drei Kilometer. Roman. Verlag Jung und Jung, Salzburg/Wien 2019. 152
Seiten, 20,- Euro



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