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Die wichtigsten Antworten zur Rettung

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Wie kann der angeschlagene Stahlhersteller noch gerettet werden? Die Ausgangslage, die wichtigsten Akteure und die Kursentwicklung der Aktie im Überblick.

Walzdraht in einem Stahlwerk von Schmolz + Bickenbach.

PD



Wie ist die derzeitige Lage bei Schmolz + Bickenbach?

Die Luzerner Firma leidet unter dem Abschwung in der Stahlbranche. Eine schwache Nachfrage aus der Automobilbranche und der Industrie belasten das Geschäft schwer. In den ersten neun Monaten dieses Jahres ist der Umsatz um 60% zurückgegangen. Die Ertragslage sieht noch dramatischer aus. Der bereinigte Betriebs-Cashflow (Ebitda) ist mit 15 Mio. € nur noch knapp positiv. Die Ertragsprognose für 2019 wurde bereits drei Mal in diesem Jahr nach unten korrigiert. Die Nettoverschuldung des angeschlagenen Stahlherstellers ist mit mehr als 700 Mio. € dramatisch hoch. Bei der Präsentation der Zahlen für das dritte Quartal beschrieb die Konzernleitung die Finanzlage von Schmolz + Bickenbach (S+B) bereits als äusserst angespannt. Das Unternehmen verfügt laut einem Mitarbeiter noch über genügend Liquidität bis Januar. Die Dezember-Löhne für die weltweit 10 000 Mitarbeiter sind somit gesichert.

Am Montag werden die Aktionäre bei einer ausserordentlichen Generalversammlung (GV) am Firmensitz in Emmenbrücke über mögliche Rettungs-Massnahmen abstimmen.



Welche Vorschläge zur Rettung des Unternehmens liegen vor?

Vom Anteilseigner Martin Haefner wird Kapitalerhöhung von 325 Mio. Fr. empfohlen, über die an der ausserordentlichen Generalversammlung am 2. Dezember abgestimmt wird. Eine solche Kapitalspritze ist laut Haefner nötig, um S+B vor dem Bankrott zu bewahren. Haefner möchte dafür seinen Anteil von derzeit 17,5% auf mindestens 37,5% erhöhen. Marktbeobachter zweifeln an, dass die Aktionäre diesem Vorschlag zustimmen werden.

Vor allem der bisher grösste Aktionär, die dem russischen Investor Viktor Vekselberg nahestehende Beteiligungsgesellschaft Liwet, dürfte die Vorlage ein Dorn im Auge sein. Die Position der Erbenfamilie, die ebenfalls einen grossen Anteil hält, ist unklar.

Die Gefahr einer Insolvenz sitzt dem Manager im Nacken. Dieser spricht sich daher für die Kapitalerhöhung aus. Anderenfalls seien nicht nur alle Investitionen der Anleger verloren, sondern auch über 10 000 Arbeitsplätze weltweit, rund 800 davon in der Schweiz. Auch der Verband Swissmem, der Luzerner Regierungsrat sowie einige Parlamentarier aus National- und Ständerat befürworten die Kapitalerhöhung.



Wem gehört Schmolz + Bickenbach?

Grösster Anteilseigner mit 26,91% ist die Beteiligungsgesellschaft Liwet. Martin Haefner hält gegenwärtig 17%. Über die Schmolz + Bickenbach Beteiligungs-GmbH ist die deutsche Erbenfamilie mit 10,09% an dem Stahlhersteller beteiligt. Neben mehreren Banken sind zudem rund 8000 Privatanleger Eigner des angeschlagenen Konzerns.



Wer sind die Kontrahenten in diesem Streit?

Der Amag-Besitzer und Teilhaber Martin Haefner ist bereit, jetzt Kapital in Höhe von 325 Mio. Fr. einzuschiessen und auch nochmals in ein paar Jahren. Als Alleineigentümer des Autoimporteurs verfügt er über umfassende finanzielle Mittel. Die Bedingungen, die er an seine Finanzspritze stellt, stossen auf Kritik.

Haefners Gegenspieler im Streit um die Rettung von S+B ist der russische Investor Viktor Vekselberg. Dieser verfügt über verschiedene Beteiligungen bei Schweizer Industriekonzernen. Die Beteiligungsgesellschaft Liwet, an der Vekselberg 45% hält, ist mit 26,91% grösster Teilhaber an S+B. An der bevorstehenden Generalversammlung strebt Vekselberg an, vier von sieben bestehenden VR-Mitgliedern durch neue Leute zu ersetzen. Derzeit ist Vekselberg nur durch einen Repräsentanten im VR vertreten. Vonseiten der Liwet wurde in der vergangenen Woche ein offener Brief an Martin Haefner gerichtet. Darin werden die Bedingungen von Haefner als unfair gegenüber den anderen Aktionären bezeichnet.



Wie steht es um die Aktie von Schmolz + Bickenbach?

Seit Jahresbeginn ist der Kurs der S+B-Aktie um fast 60% gefallen und lag am Freitag bei Fr. 0.22. Schon seit März 2015 wird der Titel des Stahlherstellers nicht mehr über der Marke von 1 Fr. gehandelt. Die rund 8000 Privatanleger, die Aktien von S+B halten, sind also Kummer gewohnt. Mit einer erneuten Kapitalerhöhung würden ihre Anteile – nach der Kapitalerhöhung 2013 – ein zweites Mal stark verwässert.

Seit Jahren ein Penny-Stock

Aktienkurs von Schmolz + Bickenbach, in Fr.

Febr. 2019Nov. 201929.11.20190,20,40,6



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Tesla boss Elon Musk wins defamation trial sparked by ‚pedo guy‘ tweet

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LOS ANGELES (Reuters) – Tesla Inc (TSLA.O) boss Elon Musk gained a stunning legal victory on Friday as a federal court jury swiftly rejected the $190 million defamation claim brought by a British cave explorer who Musk had branded a “pedo guy” on Twitter.

FILE PHOTO – SpaceX owner and Tesla CEO Elon Musk speaks at the E3 gaming convention in Los Angeles, California, U.S., June 13, 2019. REUTERS/Mike Blake

The unanimous verdict by a jury of five women and three men was returned after about 45 minutes of deliberation on the fourth day of Musk’s trial, which was closely watched by legal experts because it is believed to be the first major defamation lawsuit by a private individual to go to trial over tweets.

Musk, 48, who had testified during the first two days of the trial in his own defense and returned to court on Friday to hear closing arguments from the two sides, exited the courtroom after the verdict and said: “My faith in humanity is restored.”

Outside the courthouse, cave explorer Vernon Unsworth told a throng of reporters he was resigned to his defeat. “I accept the jury’s verdict, take it on the chin and get on with my life.”

The case stems from a public quarrel between Musk and Unsworth, who gained fame for his leading role in coordinating the successful rescue of 12 boys and their soccer coach from a flooded cave in Thailand in July 2018.

Unsworth, 64 had chided Musk in a CNN interview for delivering a mini-submarine, which was never used, to the site of the Tham Luang Nang Non cave system. Unsworth called Musk’s intervention a “P.R.” stunt and said the high-tech entrepreneur should “stick his submarine where it hurts.”

Musk responded two days later on Twitter with three posts that became the basis of the defamation case. The first questioned Unsworth’s role in the rescue, while the second said, “Sorry pedo guy, you really did ask for it,” using a slang term of pedophile.

The third tweet, in reply to a follower who asked Musk about the second tweet, said, “Bet ya a signed dollar it’s true.”

In closing arguments on Friday, Unsworth’s lead attorney, L. Lin Wood, summed up his case by castigating Musk as a “billionaire bully” who had “dropped a nuclear bomb” on Unsworth in his Twitter blast.

Wood said Musk’s “pedo guy” remark was a slur that would overshadow Unsworth’s relationships and job prospects for years to come and urged jurors to teach the Tesla chief executive and SpaceX founder a lesson by awarding Unsworth $190 million, including $150 million in punitive damages.

Two days earlier, under questioning on the witness stand, Musk had estimated his net worth at $20 billion.

But the jury was apparently swayed by the arguments put forth by Musk’s attorney, Alex Spiro, who said the tweets in question arose from an argument between two men and amounted to an off-hand insult that no one could be expected to take seriously.

“In arguments you insult people,” he said. “There is no bomb. No bomb went off.”

Spiro also said Unsworth failed to demonstrate that he suffered any harm from Musk’s comments, which the South African-born businessman apologized for in court earlier in the week.

Additional reporting by Steve Gorman and Dan Whitcomb in Los Angeles, and Jonathan Stempel in New York; Editing by Bill Tarrant and Grant McCool

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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Nachhaltigkeit soll im Schweizer Finanzsektor wichtiger werden

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Die Schweizer Regierung erwägt Regulierungen für den Finanzsektor in Sachen Nachhaltigkeit. Die Branche könnte dies durch eigene Aktivitäten noch abwenden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist im Trend und soll auch im Schweizer Finanzsektor wichtiger werden.

Goran Basic / NZZ

Kommt eine weitere Regulierung auf den Schweizer Finanzsektor zu? «Nachhaltigkeit» ist derzeit vor allem im Zusammenhang mit der Umwelt ein oft gehörter Begriff, der auch die Banken erfasst hat. Der Bundesrat hat am Freitag das Thema nachhaltiger Finanzsektor ein weiteres Mal behandelt und das Finanzdepartement mit einer Analyse in Sachen Umwelt- und Klimarisiken beauftragt. Dabei geht es unter anderem um eine mögliche «Pflicht zur systematischen Offenlegung von relevanten und vergleichbaren Informationen für Kunden, Eigner und Investoren». Der Bund möchte dem Vernehmen nach lieber nicht neue Pflichten für Finanzdienstleister ins Gesetz schreiben, aber er scheint zu erwarten, dass die Branche selber etwas macht.

International läuft schon einiges, und in der Schweiz ist die Bankiervereinigung an der Arbeit. Der Branchenverband will nächstes Jahr für die Mitglieder einen Leitfaden zur Nachhaltigkeit in der Vermögensverwaltung herausbringen. Dabei soll es unter anderem um die Sensibilisierung von Kunden und Mitarbeitern sowie um das Ausloten der Kundenwünsche zu nachhaltigen Anlagen gehen. Im Kreditgeschäft dürfte das wie in der Vermögensverwaltung zur stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken führen. Dies gilt auch für die Aufseher der Nationalbank und der Finma, die dem internationalen Netzwerk Greening the Financial System angehören.

Viele Äusserungen zum Thema klingen verantwortungsvoll. Und der Trend bietet den Banken Geschäftschancen. Heikler wird es, wenn der Finanzsektor zu einer Umweltpolizei mutieren sollte, die gehalten wäre, nur noch Geschäfte mit «nachhaltig» handelnden Kunden zu machen. Ganz abgesehen von der delikaten Abgrenzung zwischen «Guten» und «Bösen» ist hier ein Grundsatz der Ordnungspolitik nicht zu vergessen: Empfindet die Gesellschaft ein bestimmtes Verhalten als so schädlich, dass es einzudämmen ist, dann soll man dieses Verhalten direkt verbieten oder mit einer Lenkungsabgabe belasten, statt die Banken zum «Herausmobben» von legal tätigen Kunden aufzufordern. 



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U.S. agencies looking into Goldman-1MDB settlement below $2 billion: Bloomberg

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FILE PHOTO: The Goldman Sachs company logo is seen in the company’s space on the floor of the New York Stock Exchange, (NYSE) in New York, U.S., April 17, 2018. REUTERS/Brendan McDermid

WASHINGTON (Reuters) – Goldman Sachs Group Inc (GS.N) could end up paying less than $2 billion to resolve criminal and regulatory probes over its role in raising money for scandal-ridden Malaysian investment fund 1MDB, Bloomberg reported on Friday, citing three people familiar with the negotiations.

While a settlement could be announced as soon as next month, the terms could change before a deal is finalized, according to the report.

The Justice Department and other federal agencies have weighed seeking penalties between $1.5 billion and $2 billion, which is less than what some analysts have signaled Goldman might have to pay, Bloomberg reported.

Malaysia has charged Goldman and 17 current and former directors of its units for allegedly misleading investors over bond sales totaling $6.5 billion that the U.S. bank helped raise for sovereign wealth fund 1Malaysia Development Bhd (1MDB).

Goldman Sachs spokeswoman Maeve DuVally said the bank continues to cooperate with the regulators’ investigations, but declined to comment further. The Department of Justice also declined to comment.

Shares of the U.S lender were up 2.7% in the afternoon trade.

Reporting by Lisa Lambert in Washington and C Nivedita in Bengaluru; Editing by Chizu Nomiyama and Arun Koyyur

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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