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Die wichtigsten SEO Plugins für WordPress

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Finde in diesem Artikel heraus, mit welchen Plugins du mit deiner WordPress Seite bessere Rankings erzielst und die Zufriedenheit deiner Besucher erhöhst.

WordPress ist unumstritten das beliebteste CMS weltweit. 34 Prozent aller Webseiten laufen mit WordPress und dadurch kann es 60 Prozent Marktanteil verbuchen. Ausgezeichnet durch hohe Flexibilität und Nutzerfreundlichkeit auch für Anfänger, ist es besonders für Blogger und Online Shop-Enthusiasten oft die erste Wahl.

Häufig hat WordPress einen guten Namen durch starkes SEO. Jedoch muss man hier beachten, dass dies nicht einfach durch die Installation des kostenfreien CMS mitgeliefert wird. Trotzdem gibt es gute Nachrichten. Durch die enorme Flexibilität, die die über 55.000 Plugins mit sich bringen, kann auch im SEO-Bereich schnell und effektiv aufgerüstet werden. Damit du dich in diesem Dschungel der Möglichkeiten zurechtfinden kannst, stelle ich hier die wichtigsten SEO Plugins für WordPress vor.

Yoast SEO

Fangen wir mit meinem Favoriten an. Yoast SEO ist ein all-in-one SEO Plugin und bietet kostenfrei an, einen Großteil der SEO Grundeinstellungen für deine WordPress Seite zu übernehmen. Yoast glänzt dabei nicht nur durch Funktionalität, sondern auch durch sagenhafte Nutzerfreundlichkeit. Jeder der sich ein wenig mit diesem Plugin befasst, wird auch in der Anwendung auf wenig Schwierigkeiten stoßen. Diese Eigenschaften haben Yoast mit über fünf Millionen Downloads zum eindeutigen Marktführer getragen.

Als Nächstes schauen wir uns den genauen Wirkungsbereich des Plugins an.
Yoast hilft dir in diesen SEO Disziplinen:

  • Einstellung von Titel und Meta-Beschreibung
  • Breadcrumbs aktivieren
  • Sitemap generieren
  • Verknüpfung mit Search Console etc.
  • Bearbeitung des Robots.txt

Der SEO-Titel und die Meta-Beschreibungen können ganz einfach für jeden Post einzeln hinzugefügt werden. Sie geben Google mehr Auskunft über den Inhalt der Seite und erlauben somit ein präziseres und besseres Ranking für die relevanten Suchanfragen.

Breadcrumbs

beschreibt einen
Pfad aus Links, der dem Nutzer sowie Google zeigt, welchen Weg er zur aktuellen
Seite gewählt hat.

In der Umsetzung sehen Breadcrumbs so aus:

Die Sitemap

generiert Yoast bei
Installation gleich mit. Dies ist eine Datei die Zusammenhänge zwischen den einzelnen
Seiten und den sich darauf befindenden Inhalten herstellt und für Suchmaschinen
veranschaulicht.

Hier noch mal die offizielle Definition von Google zum Thema Sitemaps:

Eine Sitemap ist eine Datei, in der Sie Informationen zu Seiten, Videos und anderen Dateien auf Ihrer Website sowie den Zusammenhängen zwischen diesen Dateien angeben. Suchmaschinen wie Google lesen diese Datei, um Ihre Website intelligenter crawlen zu können.

Darüber hinaus erlaubt Yoast die einfache Bearbeitung des Robots.txt. Hierbei handelt es sich um eine Textdatei, die den Suchmaschinen vorgibt, welche Seiten sie crawlen dürfen, und welche nicht. Nützlich ist das für Admin-Bereiche oder ähnliche Adressen, welche vom Ranking ausgeschlossen werden sollen. Um herauszufinden, ob und wie eine Seite Gebrauch von Robots.txt macht, kannst du in der URL einfach /robots.txt anhängen. Das Ergebnis sieht dann so aus:

Abschließend lässt sich sagen: Viele SEO Basics können ohne weitreichende Vorkenntnisse mit Yoast SEO bearbeitet und integriert werden. Die kostenlose Version lässt sich zwar zu einer Premium Version aufwerten, bietet aber auch in der Grundversion die beschriebenen Funktionen und reicht somit auch völlig aus, um deine Website SEO technisch umfangreich zu verbessern.

WP Super Cache

Während Yoast sich um viele Aufgaben gleichzeitig kümmert, fokussiert sich WP Super Cache auf eine einzige Funktion. Das Caching. Caching ist in Kurzfassung das Zwischenspeichern von geladenen Inhalten, damit diese beim nächsten Besuch des Nutzers schneller aufgerufen werden können. Ein recht simples Prinzip, welches jedoch eine Verbesserung der Ladezeit von zwei Sekunden bewirken kann.

Mit über zwei Millionen Downloads behauptet sich das Plugin innerhalb des respektiven Marktes und zeichnet sich durch regelmäßige Updates aus. Du fragst dich jetzt vielleicht, was genau Ladezeitoptimierung mit SEO zutun hat. Tatsächlich ist es so, dass diese beiden Themen eng miteinander verwoben sind. Zunächst ist die Ladezeit einer Seite ein alleinstehender Ranking-Faktor an sich. Verbesserungen bis zu zwei Sekunden sind enorm stark und treiben das Ranking somit nach vorne. Darüber hinaus hat die Ladezeit einer Webseite großen Einfluss auf die Nutzererfahrung. Jede weitere Sekunde Ladezeit hat 11 Prozent weniger Aufrufe und 16 Prozent niedrigere Kundenzufriedenheit als Folge. Was als separates Problem angesehen werden könnte, hat in Wirklichkeit maßgebliche Auswirkungen auf deine Rankings. Denn Nutzerzufriedenheit gemessen anhand von Bounce Rate, Dwell Time etc. werden immer wichtiger für SEO.

Hier ist es sinnvoll, sich ins Gedächtnis zu rufen, dass Googles übergeordnetes Ziel selbst ist, die Nutzer so glücklich zu machen wie möglich. Das heißt, Suchanfragen so gut es geht zu bearbeiten und Webseiten, die angenehm zu benutzen und navigieren sind, zu belohnen. Es gibt also viele Gründe, warum die Ladezeit deiner Webseite Auswirkungen auf deine SEO-Ergebnisse hat. Da dir WP Super Cache mit einfachen Schritten hilft, diesen Aspekt zu optimieren, gehört dieses Plugin auch in die Liste von extrem wertvollen SEO Plugins für WordPress.

WP Schema

Wie bereits angesprochen, geht es bei SEO längst nicht mehr um reines Keyword Stuffing, sondern vielmehr auch um eine enge Zusammenarbeit mit der Verbesserung der Nutzererfahrung. Das kostenfreie Plugin ermöglicht die Integration von sogenannten Rich Snippets. Auch wenn du eventuell noch nicht von Rich Snippets gehört hast, hast du sie definitiv schon gesehen. Rich Snippets sind extra Informationen, welche bei bestimmten Suchanfragen angezeigt werden, um die Nutzer noch schneller und gezielter zu ihren gewünschten Ergebnissen zu führen. Mittlerweile machen immer mehr Themengebiete und Funktionsbereiche von Rich Snippets Gebrauch.

Begegnen kannst du Rich Snippets bei Suchanfragen über:

  • Rezepte
  • Lokale Unternehmen
  • Bücher
  • Jobangebote
  • Wetter
  • Veranstaltungen
  • Artikel
  • Und viele mehr

Zudem sind Rich Snippets

sehr
flexibel einsetzbar. Du kannst ihnen also in Form von Bewertungen,
Ausschnitten, oder Bildern begegnen. Als Beispiel zeigt Google bei der Suchanfrage „Die beliebtesten Schauspieler“ folgendes Ergebnis:

Um den Nutzer also schneller zu einer konkreten Antwort zu führen, erlauben
Rich Snippets die Kerninformationen der Webseite zu identifizieren und
darzustellen. Logisch ist, dass deine Rankings von der Nutzung von Rich Snippets enorm
profitieren können. Denn falls du der einzige Anbieter bist, der die
Suchanfrage mit einem Rich Snippet zielgeführt beantworten kann, landest du
ganz oben bei den Suchanfragen.

Bei der Erstellung der Inhalte, die Gebrauch von Rich Snippets machen sollen, lohnt es sich, die Rich Snippets von Anfang an im Kopf zu behalten. Wer im Konkurrenzkampf am Ende ganz oben steht, hängt oft davon ob wie genau und befriedigend die Suchanfrage im Inhalt beantwortet wird. Somit kannst du mit der richtigen Umsetzung extrem gute Resultate erzielen
indem du deine Nutzerzufriedenheit und SEO Rankings steigerst.

Zusammenfassung

SEO ist ein sehr weitgehender Bereich, der auf vielen Ebenen Relevanz findet. Diese drei Plugins werden dir helfen die Rankings deiner WordPress Seite zu optimieren und gleichzeitig für Klarheit, Schnelligkeit und mehr Nutzerfreundlichkeit sorgen.

Falls du Fragen oder Anmerkungen zu diesem Thema hast, hinterlasse gerne ein Kommentar!





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Tesla startet Abo-Modell für Premium-Funktionen

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Das minimalistische Display des Model 3. (Foto: Tesla)

Ab Januar 2020 verlangt Tesla für Premium-Funktionen eine Abo-Gebühr von 9,99 US-Dollar im Monat. Zahlen müssen alle, die ihr E-Auto am oder nach dem 1. Juli 2018 gekauft haben.

Schon das Model S hatte beim Launch 2012 eine Internet-Verbindung an Bord, für die Tesla zunächst keine Gebühren erhoben hat. Im Sommer 2018 hatte der Elektroauto-Hersteller ein Premium-Modell für seine Internet- und Mediendienste eingeführt, das bisher aber ebenfalls nichts gekostet hat. Ab Januar 2020 soll es jetzt soweit sein, wie das Branchenportal Electrek berichtet. Dann müssen Tesla-Fahrer, die ihr Auto am oder nach dem 1. Juli 2018 gekauft haben, Geld für die Nutzung dieser Dienste zahlen.

Tesla: Premium-Funktionen gegen Gebühr

Das Abo-Modell soll 9,99 Dollar im Monat kosten, also ungefähr 120 Dollar im Jahr. Dafür bekommen Nutzer dann Premium-Funktionen wie Satellitenkarten mit Echtzeit-Verkehrsinfos, Musikstreaming sowie Over-the-air-Softwareupdates. Fahrer von Model S und X verfügen zudem über einen Internetbrowser. Wer nur die Standard-Variante der Verbindungsdienste hat, bekommt Basiskartenmaterial sowie Musik über Bluetooth. Die Softwareupdates, mit Ausnahme von Sicherheitsfunktionen, werden über WLAN eingespielt.

Diese Elektroautos gibt es schon – oder erscheinen bald

Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

Fahrern älterer Tesla-Fahrzeuge stehen die Premium-Funktionen laut Informationen von Electrek weiterhin kostenlos zur Verfügung. Lediglich Model-3-Fahrzeuge der Varianten Standard Range und Standard Range Plus, die vor dem 1. Juli gekauft wurden, bleiben außen vor. Das Premium-Abo-Modell führt Tesla offenbar mit einem 30-monatigen Testzeitraum ein, wie aus E-Mails an eine Reihe Model-3-Fahrer hervorgeht, die Electrek vorliegen. Allerdings scheint dieser Testzeitraum in einigen Fällen schon zu laufen.

Hohe Verbindungskosten für Tesla

Warum Tesla ausgerechnet jetzt Gebühren für die bisher kostenfreien Premium-Funktionen einführt ist nicht klar. Offenbar sieht Elon Musk die Zeit gekommen, Geld damit zu verdienen – beziehungsweise Kosten zu senken. Bisher muss der Autobauer die Kosten für Musikstreaming und die Anlieferung von Verkehrsinfos ins Auto selbst tragen.

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„Den ungewöhnlichsten Call hatte ich in einer Kochschule“ – Susanne Opel von Groupon

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In der Serie „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann“ fragen wir Webworker, worauf sie im Job nicht verzichten können. Heute zu Gast: Susanne Opel von Groupon.

Mit mehr als neun Jahren Erfahrung innerhalb des Unternehmens verantwortet Susanne Opel seit 2019 als Communications-Managerin die PR-Arbeit von Groupon in Deutschland. Ihre Karriere bei dem US-amerikanischen Rabattmarktplatz begann sie als Final-Editor im Bereich Sales-Operations – damals noch unter dem Namen Citydeal. Dort war sie für das Texten, Übersetzen und Lektorieren zuständig. Da – wie sie selbst sagt – in ihrem Job „immer Tausende Dinge gleichzeitig passieren“, setzt sie auf die To-do-List „Sticky Notes“. Wie sie darin ihre Aufgaben abarbeitet, erzählt sie in der Serie „5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten könnte“. Außerdem verrät sie, an welchen ungewöhnlichen Orten sie bereits Videocalls hatte.

5 Dinge, ohne die ich nicht arbeiten kann: Susanne Opel von Groupon

Laptop und Smartphone: Als ich den Job als Communications-Managerin bei Groupon anfing, habe ich mir ein schönes neues Notizbuch gekauft und in den ersten Wochen auch fleißig Dinge aufgeschrieben – bis ich merkte, dass ich ständig zwischen Papier und Technik hin und her synchronisiere und mir zusätzliche Arbeit auflade. Seitdem sind meine Notizen nur noch digital, denn Laptop und Smartphone habe ich ohnehin ständig bei mir, während ich arbeite – egal, ob an meinem Platz im Büro, in einem der zahlreichen Meeting-Räume, zuhause auf der Couch oder wo auch immer ich gerade unterwegs bin. Den ungewöhnlichsten Call hatte ich bisher im Schneidersitz auf dem Fußboden des Server-Raums von Johann Lafers Kochschule und auf einer Parkbank an der trubelig-lauten Karl-Marx-Allee in Berlin.

Sticky Notes: Da in meinem Job immer Tausende Dinge gleichzeitig passieren und ich verrückt werden würde, wenn ich alles ständig im Kopf behielte, führe ich eine strikte To-do-Liste in meiner Sticky-Notes-App. Da wandert alles rein, was ansteht – sortiert nach Themengebiet und Dringlichkeit. Im Laufe des Tages streiche ich alles durch, was erledigt ist. Wenn ich den Laptop dann am nächsten Morgen aufklappe, lösche ich alle durchgestrichenen Zeilen, freue mich darüber, wie produktiv ich am Vortag war, und starte motiviert in den Tag.

Thermobecher und Wasserflasche: Zuerst gibt es aber Kaffee oder Tee mit dem Team, zumindest wenn ich im Büro bin. Aber auch unabhängig vom Arbeitsort habe ich je nach Jahreszeit immer meinen Kaffeebecher oder eine Wasserflasche dabei, damit ich genügend trinke – beides natürlich unbedingt wiederverwendbar!

Kopfhörer: Mein Stammplatz im Office ist in einem Großraumbüro. Eigentlich mag ich das sehr gerne – ich erhalte jede Menge neuen Input von den Kollegen und Kolleginnen, bekomme mit, was außerhalb meiner Communications-Bubble so passiert, und habe zwischendurch immer wieder viel zu lachen. Manchmal kann es aber auch anstrengend und laut werden, dann kommen die Kopfhörer zum Einsatz und es gibt jede Menge Musik auf die Ohren.

Sitzsack: In meiner Büro-Ecke habe ich außerdem einen riesigen gemütlichen Sitzsack im Groupon-Grün. Wenn die Kreativität ins Stocken gerät oder im Suppenkoma nach der Mittagspause die Augen zufallen, hilft mir ein buchstäblicher Perspektivenwechsel, damit die Sätze wieder aus den Fingern fließen oder ein kurzes Nickerchen, um dann mit neuer Energie ins nächste Meeting zu gehen.

Erfolgreicher im Job: Diese Apps helfen euch bei der Karriere

Jobsuche: Die kostenlose Truffls-App für iOS und Android ist ein Tinder für Bewerber. Wer auf der Suche nach einem interessanten Job ist und fündig wird, swipt einfach nach rechts und schickt einen Lebenslauf ab. Antwortet das Unternehmen, kommt es zum Match. (Grafik: t3n / dunnnk)

Übrigens, alle weiteren Artikel aus dieser Serie findet ihr hier.



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Der Einstieg ins digitale Nomadentum

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Wie wird man eigentlich digitaler Nomade? Job kündigen, Flugticket buchen, fertig! Fehlt da nicht was? Richtig, die Listen. Hier liest du, was es damit auf sich hat und was Tapeten damit zu tun haben.

Keine Frage, jeder Mensch ist anders. Und jeder, der als Digital Nomad starten will, mag für sich entscheiden, wie er oder sie sich darauf vorbereiten möchte. Da ein solches Leben sehr komplexe Dinge mit sich bringt, ist es ratsam, sich detailliert darauf vorzubereiten. Hier mal wie ich es gemacht habe (typisch deutsch). Detailliert auf die einzelnen Punkte gehe ich dann gesondert ein.

Die Idee war einfach – Digital Nomad werden. Doch was das alles bedeutete, wurde mir von Tag zu Tag klarer – oder unklarer … Oder um es mit Albert Einstein zu sagen: „Je mehr ich weiß, desto mehr weiß ich, dass ich nichts weiß.“ Was ist mit Steuern? Was mit Krankenversicherung? Was mit Visen? Was, wann, wo, wie, warum …? Wenn man in Deutschland lebt und arbeitet, ist eigentlich alles geregelt. Es gibt Daueraufträge für die Miete, Einzugsermächtigungen für Krankenversicherung und Mobilfunk – man hat seine Bank, seine Wohnung und und und … Die einzigen Unwägbarkeiten sind manchmal die Weihnachtsgeschenke. Aber dauerhaft im Ausland und auf Reisen? Well …

Hinsetzen und Hausaufgaben machen

Als meine Vorstellung konkreter wurde, begann ich, alle möglichen Aspekte auf Papier zu bringen. Doch das Notizbuch war ziemlich schnell ziemlich voll. Und unübersichtlich. Also habe ich etwas komplett analoges gemacht: Ich habe an die Wand meines Arbeitszimmers Tapetenrollen angebracht und dort alles aufgeschrieben, was mir einfiel. Wer das lieber digital machen will – macht das. Visualisieren ist von jeher ein probates Mittel, um sich einen Überblick zu verschaffen. Mir half die Tapete. Und dann ging es los:

Alles, wirklich alles …

Selbst die Tapete reichte irgendwann nicht mehr aus … Bank – welche Bank? Krankenversicherung – welche bietet welche Leistungen an? Behörden – wo und wann abmelden? Equipment – welches brauche ich wirklich? Verträge kündigen – welche mit welchen Sonderkündigungsmöglichkeiten? Und da waren noch zig andere Punkte. Je mehr ich mich dann mit einem dieser Punkte beschäftigte, desto mehr Tapetenrollen brauchte ich.

Glaubt mir …

Alleine das Thema Krankenversicherung (und die ist essenziell und das Wichtigste von allen), das waren gut zwei Quadratmeter voller Notizen. Wie gesagt, das war nur ein Punkt. Wer sich mal einen Überblick über all die möglichen Themen machen will: Einfach die Kontoauszüge eines Jahres durchblättern. Denn, nur als Beispiel, um sich in Deutschland abzumelden – und somit auch vom Finanzamt – darf man keine laufenden Verträge in Deutschland haben (einzige Ausnahmen: Krankenversicherung für dauerhaft im Ausland lebende, sogenannte Expats und Bankkonten). Hat man beispielsweise noch einen Ratenkredit, einen Mobilfunkvertrag, Einnahmen aus Vermietungen oder so, ist die 181-Tage-Regelung hinfällig.

Steuerfrei? Jaaaa, aber nur wenn …

Wenn man mehr als 181 Tage im außereuropäischen Ausland lebt und in Deutschland abgemeldet ist, ist man von der Steuerpflicht in Deutschland befreit. Also keine Umsatzsteuer, Mehrwertsteuer, Einkommensteuer und so weiter. Soll heißen, man kann Rechnungen an deutsche Unternehmen schreiben – vom Ausland aus – und sich das auf ein deutsches Konto überweisen lassen. Hat man allerdings noch „Verbindungen ins Heimatland“ (Mobilfunkvertrag, Ratenkredit, Leasing, Mieteinnahmen von Wohneigentum, was auch immer), ist man in Deutschland steuerpflichtig. Falls nicht, muss man seine Einnahmen in dem jeweiligen Land versteuern, in dem man lebt (eine Grauzone, die noch genauer beleuchtet wird). Deshalb:

Akribisch auflisten!

Wie gesagt, ob digital oder analog: alles auflisten. Das mag müßig und typisch deutsch klingen, doch es hilft. Erst dann merkt man, wie komplex ein Leben sein kann. Darüber nachgedacht, wie lange der Reisepass noch gültig ist? Wie viele Seiten darin noch frei sind? Gerade wenn man wegen Visa-Bestimmungen sogenannte Borderruns machen muss – da gehen alle paar Monate zwei oder drei Seiten für Stempel darin drauf. Hmmm, also vielleicht doch einen zweiten Pass mit 48 Seiten beantragen? Am besten vor dem Start? Jaaa! Eine Mitarbeiterin in der deutschen Botschaft in Bangkok sagte mir, dass es kein Problem sei, einen neuen Pass zu beantragen. Könnte halt nur ein paar Monate dauern … Ziemlich blöd, wenn man das Land verlassen will oder muss, aber es keine freie Seite mehr im Pass für den Ausreisestempel gibt. Denn dann riskiert man einen Overstay. Und das kann Gefängnis, Abschiebung und Wiedereinreiseverbot für zehn Jahre nach sich ziehen.

Lieber mehr als weniger

Es lohnt sich wirklich, auch den noch so vielleicht unbedeutenden Punkt zu beachten. Deshalb: Listen, Listen, Listen. Genügend Passbilder (wichtig für Immigration), gültigen internationalen Führerschein (sonst nicht bei Unfällen versichert), je nach Bank eine App installieren, bei der SMS für Onlinebanking obsolet sind (wegen ständig wechselnder SIM-Karten), eine App der Krankenversicherung, mit der man Rechnungen einreichen kann (jeder, wirklich jeder Digital Nomad wird Apotheken und Krankenhäuser aufsuchen – und das kann schnell ins Geld gehen) und noch viel mehr. Es gibt so viel, das man beachten sollte. Je mehr Zeit in solche Listen investiert wird, desto mehr Zeit, Nerven und Geld spart man sich später.

Vorbereitung ist alles

Gerade um eben nur mit einem Rucksack die Welt zu bereisen, muss man sich auf das Nötigste reduzieren – und den Rest erledigt haben. „Reduce to the max!“ Nur ein plastisches Beispiel: Du bist in Namibia und willst für einen kurzen Trip nach Botswana. Kein Thema. Dann willst du nach ein paar Tagen wieder zurück. Problem: kein freier Platz mehr im Pass. Deine SIM-Karte funktioniert nicht, du kannst die Botschaft nicht erreichen beziehungsweise wirst dort vertröstet. Während du auf eine Lösung der Botschaft wartest, erwischt dich eine Mücke. Dengue-Fieber, vier Wochen ab ins Bett. Und deine Krankenversicherung erreichst du nicht. Unschön. Zumal deine Bankkarte in Botswana nicht akzeptiert wird. In der Zwischenzeit gehen dir dann auch noch deine Kunden flöten, weil du nicht erreichbar bist. Extrem unschön. Okay, das ist ein Worst-Case-Szenario, habe ich aber schon erlebt. Das ist Realität. Also lieber auf das Schlimmste vorbereitet sein und alles Mögliche im Vorfeld bedenken, ob digital, in einem Notizbuch oder auf einer Tapetenrolle – dann kann man sich später auch zum Sun-Downer beruhigt in die Hängematte legen.

Cheers, Rob

Du hast Lust, mehr über das Leben als digitaler Nomade zu erfahren? Kein Problem, bei Rob’n’Roll around the World liest du mehr!

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