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Finanznachrichten

GAM-Aktien am Schaukeln auf tiefem Niveau

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Diese Woche überschlagen sich die Ereignisse für die Fondsgesellschaft GAM. Nach der Ankündigung eines Personalabbaus und einem Vorstoss eines Hedge-Funds folgt eine Sanktionsandrohung durch die SIX.

Am GAM-Hauptsitz im Prime Tower in Zürich läuft es schon länger nicht mehr rund.

Gaëtan Bally / Keystone

Der Vermögensverwalter GAM macht in den vergangenen Tagen «schlechte» Schlagzeilen, die von der Börse unterschiedlich verarbeitet werden. Am Dienstag machte die Meldung über einen radikalen Stellenabbau die Runde. Nachrichtenagenturen vermeldeten mit Bezug auf einen Insider, das Unternehmen wolle die Zahl der Angestellten um 250 bis 350 Stellen reduzieren. Das wären bis zu 40% des bisherigen Mitarbeiterbestandes. Da weniger Angestellte in einer vereinfachten Sicht erst einmal auch weniger Kosten bedeuten, reagierte die Börse am Dienstag mit einem Kursgewinn von 4,7% auf den GAM-Aktien.



Falsche Buchführung?

Am Mittwoch beantragte die Regulierungsbehörde der Schweizer Börse SIX Sanktionen für GAM. Die Fondsgesellschaft hat nach Meinung der SIX bei der Cantab-Übernahme im Jahr 2016 Verbindlichkeiten für künftige Performance-Fees nicht richtig ausgewiesen. Bei der Übernahme behielten die vorherigen Partner von Cantab den Anspruch auf 40% aller zukünftigen Performance-Fees. Gemäss SIX hat dies zu einer finanziellen Verbindlichkeit geführt, die «man zum Zeitpunkt der Übernahme zum Fair Value hätte bewerten, als finanzielle Verbindlichkeit erfassen und anschliessend jedes Jahr neu messen sollen; wobei alle Wertveränderungen in der konsolidierten Erfolgsrechnung von GAM erfasst sein sollten».

Die Sachlage ist jedoch nicht eindeutig. GAM vertritt den Standpunkt, dass bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Höhe der Performance-Fees feststeht, keine finanziellen Verbindlichkeiten bestehen und demnach auch nicht erfasst werden müssen. Diese Ansicht werde auch von der Revisionsstelle sowie einem unabhängigen Experten geteilt, schreibt der Vermögensverwalter in einem Pressecommuniqué. Auf die Sanktionsandrohungen durch die SIX reagierten die GAM-Titel am Mittwoch mit einem Verlust von 0,3%.

In 18 Monaten 70% weg

Aktienkurs von GAM in Fr.

Febr. 2018Dez. 201905101520

Sollte GAM bei der Verteidigung der eigenen Position nicht erfolgreich sein, wäre das Unternehmen verpflichtet, beim nächsten konsolidierten Jahresabschluss die finanzielle Verbindlichkeit zum entsprechenden Zeitwert zu bilanzieren. Zudem müssten die betroffenen historischen Vergleichswerte angepasst werden. Auswirkungen auf den Cashflow habe diese buchhalterische Angelegenheit aber nicht. Im Jahr 2017 betrugen die Performance-Fees, die an Cantab-Partner vergütet wurden, gemäss GAM 14,9 Mio. Fr., im folgenden Jahr 0,3 Mio. Fr.



Hedge-Fund schaltet sich ein

Dies sind jedoch nur die letzten Tiefschläge in Monaten, in denen eine Hiobsbotschaft für GAM die nächste jagte. Angesichts all dieser Probleme forderte der Hedge-Fund Bluebell Capital Partners gemäss Angaben des Nachrichtendienstes Bloomberg GAM Anfang der laufenden Woche in einem Schreiben auf, die Sparmassnahmen auszuweiten und eine Aufspaltung der Aktivitäten zu erwägen. Im zweiten Halbjahr 2018 wies GAM einen Verlust von fast 1 Mrd. Fr. aus. Dies war die Folge der Liquidierung des Anlagevehikels Absolute Return Bond Fund (ARBF). Auch im laufenden Jahr setzte sich der Geldabfluss fort.



Produkte sind nicht krisenresistent

Die Probleme der im Jahr 2009 von Julius Bär abgespaltenen Gesellschaft begannen bereits in der Finanzkrise. Die komplexen GAM-Produkte waren nicht so krisenresistent, wie angepriesen worden war. Ende Juli 2018 gab GAM die Suspendierung von Tim Haywood, dem verantwortlichen Fondsmanager für das Absolute-Return-Bond-Geschäft (ARBF), bekannt. Ein Whistleblower hatte bereits ein Jahr zuvor auf Unregelmässigkeiten bei der Geschäftsführung durch Haywood hingewiesen. Das ARBF-Geschäft machte rund einen Fünftel des im Investment Management betreuten Geldes aus. Im November 2018 verliess Alexander Friedman, der im Jahr 2014 als CEO eingesetzt worden war, GAM.

Die Analytiker der ZKB, welche die GAM-Aktien mit «Marktgewichten» einstufen, schreiben am Mittwoch, sie sähen von einer Abstufung auf «Untergewichten» auf dem gegenwärtigen Kursniveau ab. Wie jüngst gesehen, könnten beispielsweise Gerüchte über aktivistische Hedge-Funds, die eine Aufspaltung von GAM fordern, den Kurs schnell nach oben springen lassen. «Aus fundamentaler Sicht hält man sich aktuell jedoch besser von der GAM-Aktie fern», schreibt die ZKB. Vertrauen in die Strategie sieht anders aus.



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Tesla boss Elon Musk wins defamation trial sparked by ‚pedo guy‘ tweet

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LOS ANGELES (Reuters) – Tesla Inc (TSLA.O) boss Elon Musk gained a stunning legal victory on Friday as a federal court jury swiftly rejected the $190 million defamation claim brought by a British cave explorer who Musk had branded a “pedo guy” on Twitter.

FILE PHOTO – SpaceX owner and Tesla CEO Elon Musk speaks at the E3 gaming convention in Los Angeles, California, U.S., June 13, 2019. REUTERS/Mike Blake

The unanimous verdict by a jury of five women and three men was returned after about 45 minutes of deliberation on the fourth day of Musk’s trial, which was closely watched by legal experts because it is believed to be the first major defamation lawsuit by a private individual to go to trial over tweets.

Musk, 48, who had testified during the first two days of the trial in his own defense and returned to court on Friday to hear closing arguments from the two sides, exited the courtroom after the verdict and said: “My faith in humanity is restored.”

Outside the courthouse, cave explorer Vernon Unsworth told a throng of reporters he was resigned to his defeat. “I accept the jury’s verdict, take it on the chin and get on with my life.”

The case stems from a public quarrel between Musk and Unsworth, who gained fame for his leading role in coordinating the successful rescue of 12 boys and their soccer coach from a flooded cave in Thailand in July 2018.

Unsworth, 64 had chided Musk in a CNN interview for delivering a mini-submarine, which was never used, to the site of the Tham Luang Nang Non cave system. Unsworth called Musk’s intervention a “P.R.” stunt and said the high-tech entrepreneur should “stick his submarine where it hurts.”

Musk responded two days later on Twitter with three posts that became the basis of the defamation case. The first questioned Unsworth’s role in the rescue, while the second said, “Sorry pedo guy, you really did ask for it,” using a slang term of pedophile.

The third tweet, in reply to a follower who asked Musk about the second tweet, said, “Bet ya a signed dollar it’s true.”

In closing arguments on Friday, Unsworth’s lead attorney, L. Lin Wood, summed up his case by castigating Musk as a “billionaire bully” who had “dropped a nuclear bomb” on Unsworth in his Twitter blast.

Wood said Musk’s “pedo guy” remark was a slur that would overshadow Unsworth’s relationships and job prospects for years to come and urged jurors to teach the Tesla chief executive and SpaceX founder a lesson by awarding Unsworth $190 million, including $150 million in punitive damages.

Two days earlier, under questioning on the witness stand, Musk had estimated his net worth at $20 billion.

But the jury was apparently swayed by the arguments put forth by Musk’s attorney, Alex Spiro, who said the tweets in question arose from an argument between two men and amounted to an off-hand insult that no one could be expected to take seriously.

“In arguments you insult people,” he said. “There is no bomb. No bomb went off.”

Spiro also said Unsworth failed to demonstrate that he suffered any harm from Musk’s comments, which the South African-born businessman apologized for in court earlier in the week.

Additional reporting by Steve Gorman and Dan Whitcomb in Los Angeles, and Jonathan Stempel in New York; Editing by Bill Tarrant and Grant McCool

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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Nachhaltigkeit soll im Schweizer Finanzsektor wichtiger werden

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Die Schweizer Regierung erwägt Regulierungen für den Finanzsektor in Sachen Nachhaltigkeit. Die Branche könnte dies durch eigene Aktivitäten noch abwenden.

Das Thema Nachhaltigkeit ist im Trend und soll auch im Schweizer Finanzsektor wichtiger werden.

Goran Basic / NZZ

Kommt eine weitere Regulierung auf den Schweizer Finanzsektor zu? «Nachhaltigkeit» ist derzeit vor allem im Zusammenhang mit der Umwelt ein oft gehörter Begriff, der auch die Banken erfasst hat. Der Bundesrat hat am Freitag das Thema nachhaltiger Finanzsektor ein weiteres Mal behandelt und das Finanzdepartement mit einer Analyse in Sachen Umwelt- und Klimarisiken beauftragt. Dabei geht es unter anderem um eine mögliche «Pflicht zur systematischen Offenlegung von relevanten und vergleichbaren Informationen für Kunden, Eigner und Investoren». Der Bund möchte dem Vernehmen nach lieber nicht neue Pflichten für Finanzdienstleister ins Gesetz schreiben, aber er scheint zu erwarten, dass die Branche selber etwas macht.

International läuft schon einiges, und in der Schweiz ist die Bankiervereinigung an der Arbeit. Der Branchenverband will nächstes Jahr für die Mitglieder einen Leitfaden zur Nachhaltigkeit in der Vermögensverwaltung herausbringen. Dabei soll es unter anderem um die Sensibilisierung von Kunden und Mitarbeitern sowie um das Ausloten der Kundenwünsche zu nachhaltigen Anlagen gehen. Im Kreditgeschäft dürfte das wie in der Vermögensverwaltung zur stärkeren Berücksichtigung von Nachhaltigkeitsrisiken führen. Dies gilt auch für die Aufseher der Nationalbank und der Finma, die dem internationalen Netzwerk Greening the Financial System angehören.

Viele Äusserungen zum Thema klingen verantwortungsvoll. Und der Trend bietet den Banken Geschäftschancen. Heikler wird es, wenn der Finanzsektor zu einer Umweltpolizei mutieren sollte, die gehalten wäre, nur noch Geschäfte mit «nachhaltig» handelnden Kunden zu machen. Ganz abgesehen von der delikaten Abgrenzung zwischen «Guten» und «Bösen» ist hier ein Grundsatz der Ordnungspolitik nicht zu vergessen: Empfindet die Gesellschaft ein bestimmtes Verhalten als so schädlich, dass es einzudämmen ist, dann soll man dieses Verhalten direkt verbieten oder mit einer Lenkungsabgabe belasten, statt die Banken zum «Herausmobben» von legal tätigen Kunden aufzufordern. 



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U.S. agencies looking into Goldman-1MDB settlement below $2 billion: Bloomberg

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FILE PHOTO: The Goldman Sachs company logo is seen in the company’s space on the floor of the New York Stock Exchange, (NYSE) in New York, U.S., April 17, 2018. REUTERS/Brendan McDermid

WASHINGTON (Reuters) – Goldman Sachs Group Inc (GS.N) could end up paying less than $2 billion to resolve criminal and regulatory probes over its role in raising money for scandal-ridden Malaysian investment fund 1MDB, Bloomberg reported on Friday, citing three people familiar with the negotiations.

While a settlement could be announced as soon as next month, the terms could change before a deal is finalized, according to the report.

The Justice Department and other federal agencies have weighed seeking penalties between $1.5 billion and $2 billion, which is less than what some analysts have signaled Goldman might have to pay, Bloomberg reported.

Malaysia has charged Goldman and 17 current and former directors of its units for allegedly misleading investors over bond sales totaling $6.5 billion that the U.S. bank helped raise for sovereign wealth fund 1Malaysia Development Bhd (1MDB).

Goldman Sachs spokeswoman Maeve DuVally said the bank continues to cooperate with the regulators’ investigations, but declined to comment further. The Department of Justice also declined to comment.

Shares of the U.S lender were up 2.7% in the afternoon trade.

Reporting by Lisa Lambert in Washington and C Nivedita in Bengaluru; Editing by Chizu Nomiyama and Arun Koyyur

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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