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„Impression Depression“: Was es heißt, im Tunnel zu sein

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Leiden Menschen an Depressionen, stoßen sie häufig auf Unverständnis. Die Robert-Enke-Stiftung will mit einer Virtual-Reality-Brille Nicht-Erkrankten einen Eindruck vermitteln, was es heißt, depressiv zu sein.

Von Barbara Kostolnik, ARD-Hauptstadtstudio

„Impression Depression“ möchte aufklären: über eine Krankheit, die immer noch nicht von allen richtig ernstgenommen wird. Und die man als Nicht-Betroffener kaum nachvollziehen kann. Auch Teresa Enke ging es so mit ihrem Robert:

„Ich habe Robbie immer gefragt, wie fühlt man sich? Wie kann sich ein Depressiver fühlen? Und er hat mir das mit diesem Tunnel beschrieben, aber ich konnte nicht wirklich eintauchen.“

„Impression Depression“ setzt da an: Eine 15-minütige Virtual Reality-Erfahrung vermittelt 15 Minuten Depression – mit Bleiweste, Kopfhörern und einer Virtual-Reality-Brille.

Einer echten Depression kann sie allenfalls nah kommen, sie keineswegs kopieren, wie Teresa Enke betont: „Wir möchten das klarstellen, dass wir nicht sagen: So fühlt sich ein Depressiver. Wie Robert sich gefühlt hat, ist es weitaus schlimmer.“

Man sei nicht nur 15 Minuten in dieser Situation, sondern über Tage, Wochen, Monate. „Es soll einen Eindruck vermitteln“, erklärte Enke.

Simuliert durch zehn Kilogramm Blei

Für die Simulation müssen sich die Teilnehmer eine Bleiweste umhängen, zehn Kilogramm schwer. Sie lässt schon mal die Schultern hängen und ist eine echte Last, körperlich spürbar.

Mit der Brille taucht man dann ein in eine deprimierende Lebenswelt: Man sitzt in einer total unaufgeräumten Wohnung auf einem Bett, die Rollos sind heruntergezogen, und kann einfach nicht aufstehen.

Müde und antriebslos sitzt man da. Dann plötzlich: Der Tunnel, eine Art Kellerraum, – es ist dunkel, ein winziges Licht leuchtet vielleicht am Ende. Das Gefühl von Leere und Antriebslosigkeit nimmt zu. Eine Stimme zieht einen immer tiefer nach unten in das Reich von Apathie und Resignation. „Ich werde aus diesem Loch nie wieder rauskommen. Ich sehe keinen Ausweg.“

Nicht jeder darf ausprobieren

Nicht jeder soll und darf diese Brille aufsetzen, erklärt die Psychologin Ann-Katrin Bockmann, die an der VR-Erfahrung mitgearbeitet hat: „Das richtet sich an Erwachsene – nicht an Kinder und Jugendliche. Das ist ein besonders empfindliches Alter. Es richtet sich nur an Menschen, die jetzt nicht akut depressiv erkrankt sind.“

Für Menschen, die schon einmal depressiv erkrankt waren oder in einer schwierigen Lebensphase sind, sei es einfach zu belastend, betont die Psychologin.

Stellt sich während der Simulation ein ungutes Gefühl ein, sollen die Teilnehmer Brille und Kopfhörer abnehmen, erklärt ein Mitarbeiter der Stiftung.

Gefühl der Wertschätzung fehlt

Gefühle entstehen durch das, was man denkt. Und wenn man von sich selbst denkt, man sei nichts wert, ist das fatal. Bockmann beschreibt das so: „Wenn man von sich selber glaubt, man ist nichts wert, jeder andere findet einen auch nicht wertvoll und dann glaubt, das ändert sich nicht, wie kommen Sie dann dazwischen? Das ist Depression.“

Die Botschaft: Depression ist behandelbar

Die Depressions-Simulation soll vor allem der Prävention dienen, soll die Enttabuisierung der Krankheit vorantreiben.

Schon jetzt hat die Stiftung über 30 Anfragen von Universitäten, aber auch von Unternehmen, die die Brille einsetzen wollen, um eventuellen Erkrankungen der Mitarbeiter vorzubeugen. Bundesgesundheitsminister Jens Spahn liefert Zahlen: „Wir haben bis zu 10.000 Suizide in Deutschland im Jahr, die mit Depressionen im Zusammenhang stehen. Das ist eine sehr hohe Zahl.“

Aber: Depression ist auch behandel- und heilbar. Vor allem diese Botschaft möchte Teresa Enke weiterverbreiten. Daher beendet man die „Impression-Depression“-Erfahrung auch nicht in dem niedrigen tunnelartigen Kellerloch, sondern in einem hellen Raum mit schönen, freundlichen Bildern. Und spricht danach über das Gefühlte. Denn auch das kann schon helfen.



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Es ist ein Karnevals-Baby: Oliver Pochers Frau bringt Jungen zur Welt

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Ausgerechnet am 11.11. kommt das fünfte Kind von Comedian Oliver Pocher zur Welt und beweist damit echten kölschen Humor. Bei Instagram verkünden die Eltern voller Stolz die Ankunft des Nachwuchses.

Im Mai verkündeten Oliver Pocher und Amira Aly bei Instagram, dass sie Eltern werden. Eben dort machen sie nun auch die Geburt ihres Sohnes öffentlich.

„Das wichtigste VIP-Bändchen der Welt ist verteilt“, schreibt Pocher zu einem Foto, auf dem neben der winzigen Hand des Nachwuchses auch die Hände der Eltern zu sehen sind. Dasselbe Foto hatte Aly kurz zuvor auf ihrem Instagram-Profil hochgeladen. „Der neue Pocher am 11.11. um 11:11 … Humor hat er schon mal“, schreibt er dazu und freut sich offenbar, dass der Junge ausgerechnet zum Start der fünften Saison das Licht der Welt erblickte. Immerhin lebt die kleine Familie in der Karnevalshochburg Köln.

Prominente Glückwünsche

Unter dem Bild finden sich natürlich zahlreiche Glückwünsche, darunter auch viele prominente Kollegen wie die RTL-Moderatorinnen Katja Burkhard und Marlene Lufen, Sternekoch Frank Rosin, Musiker Xavier Naidoo und Langstreckenläuferin Sabrina Mockenhaupt. Und auch auf Alys Seite gratulieren bekannte Namen wie Dschungelkönigin Evelyn Burdecki, GNTM-Kandidatin Sarah Knappik und DSDS-Jurorin Oana Nechiti.

Für Oliver Pocher ist es bereits das vierte Kind, aber das erste mit seiner neuen Ehefrau Amira Aly. Die zwei sind seit Ende 2018 offiziell ein Paar, heirateten im Oktober auf den Malediven. Erst kürzlich hatte das 27-jährige Model im Gespräch mit dem Magazin „Gala“ verraten: „Ein Baby war nicht unbedingt geplant, damit musste ich erst mal klarkommen. Das hat sich aber nach wenigen Tagen ins komplette Gegenteil gewandelt. Jetzt können wir es kaum erwarten.“.

Aus einer früheren Beziehung mit Alessandra Meyer-Wölden hat Pocher bereits eine Tochter und Zwillingssöhne. Laut Aly haben auch sie sich schon sehr auf ihr Geschwisterchen gefreut. „Ollis Kinder sind immer mehrere Wochen am Stück hier. Sie lieben Babys und auf sie achtzugeben. Ich hatte erst ein bisschen Sorge, ob die Kinder uns auch als Familie ansehen. Ich hatte befürchtet, sie sehen mich eher als ‚die Frau, die bei Papa wohnt‘. Aber da habe ich mich komplett getäuscht. Es kam schon die Diskussion, wer mit dem Baby in einem Zimmer schlafen darf“, sagte sie zu Gala.



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Ex-Präsident Morales geht ins Exil nach Mexiko

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Parteien haben Angst vor AfD! Bundestagsvize Wahl erneut erfolglos | Harte Worte von SPD vs Merkel

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Parteien haben Angst vor AfD! Bundestagsvize Wahl erneut erfolglos | Harte Worte von SPD vs Merkel
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