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Klimaschutz: Ja, aber … | ZEIT ONLINE

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„Wissen Sie, ich selbst bin ja auch Klimaschützer.“ Diesen Satz hört man seit einem Jahr (so lange gibt es die Fridays-for-Future-Bewegung hierzulande) besonders oft: auf Managertreffen etwa, wie beim World Economic Forum in Davos, in Berlin bei bekannten und weniger bekannten Politikern und Lobbyisten und natürlich auch unter den Bürgern im Land. So weit haben es Greta Thunberg und ihre Freitagsbewegung gebracht. Der Satz ist das neue „Ich habe nichts gegen Ausländer“. Ihm folgt ebenso regelmäßig wie dem angeblichen Bekenntnis zur Migration ein gewaltiges Aber.

„Aber man darf die Ökologie eben nicht zur Ideologie machen.“

„Aber man darf halt die Menschen darüber nicht vergessen.“

„Aber man darf den Populisten auf keinen Fall in die Hände spielen.“

Es ist das laute „Ja, aber“ aus der Mitte der Gesellschaft und aus der Mitte der Herzen. Den liberalen Eliten aus Wirtschaft und Politik fällt das Aber ein, wenn sie ihre SUVs, ihre Reiselust und ihr Vermögen bedroht sehen. Die Arbeitnehmer und Gewerkschaften kommen damit, wenn Arbeitsplätze in der Automobil- oder Kohlebranche hinterfragt werden. Und alle zusammen führen das Aber im Mund, wenn es um das Pendeln oder die Fahrt mit dem Auto in die Innenstadt oder die schönen Urlaubsreisen oder die Online-Bestellungen geht. Die Bürger greifen flugs zum Aber, wenn ihnen der Umweltschutz auf die Pelle zu rücken droht. Und viele Politiker der Mitte, die das Land gestalten und in eine lebenswerte Zukunft führen sollen, trauen sich weder, offene Worte auszusprechen (es könnte ja einer Angst bekommen), noch, die nötigen ökologischen Konsequenzen zu ziehen (es könnte Wähler vertreiben).

Dabei wissen sie alle, dass entschiedener Klimaschutz unabdingbar ist. Die Erde wird andernfalls zunächst ungemütlich, dann unbewohnbar, und auf die Dauer sind allgemeines Wohlergehen und wirtschaftlicher Wohlstand nur in einer gesunden Umwelt möglich. Dieses Wissen wird aber nicht in einen kategorischen Imperativ des Handelns umgesetzt, sondern (zur Vermeidung kognitiver Dissonanzen) in die unendliche Weite der Zukunft geschoben. Erst mal ist das Aber dran, die Angst vor dem Verlust. Es gebe ja „noch andere wichtige Themen“, heißt es dann beispielsweise.

Das Klima dieser Erde hat tausend Gegner. Da sind die Klimaleugner und Nationalisten, die entweder darauf beharren, alles sei Einbildung, oder finden, Umweltrettung sei erst mal die Aufgabe der anderen Länder. Da sind die Techno-Träumer, die behaupten, man müsse wenig tun: Bevor es ganz schlimm komme, werde dem Silicon Valley schon etwas einfallen. Und auch die Macht der Populisten wächst, die auf ihrer Suche nach Konflikten in der Gesellschaft versuchen, jene als „Spinner und Weltretter“ lächerlich zu machen, die beim Klima handeln wollen. Der größte Feind ist jedoch mitten unter den ganz normalen Menschen oder besser: in den Menschen selbst. Es ist jenes lähmende „Ja, aber“, das entschlossene Veränderung und Innovation so schwer macht.

„Ja, aber“ – das sagte Siemens-Chef Joe Kaeser, als Klimaaktivisten seinen Konzern angriffen und mit Kritik bombardierten, weil er mit einer Siemens-Signalanlage in Australien den Weg für neue Kohleförderungen ebnet. Wenn etwas unstrittig ist beim Klima, dann die Tatsache, dass so schnell wie möglich Schluss sein muss mit dem Verfeuern von Kohle. Also ließ Kaeser durchblicken, dass es ein Fehler war, diesen kleinen Auftrag anzunehmen. Das war das Ja. Es folgte das Aber des Vorstandsvorsitzenden: Siemens’ erstes Ziel sei es, „seine Versprechen“ zu halten. Damit meinte er den Liefervertrag. Doch was ist mit dem Versprechen des Konzerns, dem Klimaschutz zu dienen? Der Imageschaden ist erheblich.

Peter Altmaier tut alles, damit der Klimaschutz der Industrie nicht wehtut

Auch der deutsche Wirtschaftsminister Peter Altmaier gebärdet sich als Klimaschützer – und schickte soeben ein mehrseitiges Aber zur Brüsseler EU-Kommission, adressiert an drei EU-Vizepräsidenten, vier Kommissare sowie den Kabinettschef der Präsidentin Ursula von der Leyen. Nichts gegen von der Leyens ambitionierten Green Deal, so der deutsche Minister und Parteifreund im Brandbrief aus Berlin, aber bitte keinesfalls auf Kosten der Industrie. Nun ist das mit dem Deal verbundene Ziel – nämlich gemäß dem Pariser Abkommen bis 2050 klimaneutral zu werden – das absolute Mindestmaß. Aus Altmaiers Sicht ist es hingegen „überaus anspruchsvoll“ und bedeute für die Wirtschaft „steigende Investitions-, Produktions-, Transport- und Energiekosten“. Bevor man sich auf dieses Ziel festlege, müsse man gerade die energieintensive Industrie vor der Gefahr schützen, dass die Weltmarktanteile sinken. Kein Wort davon, dass eine riesige Chance für die deutsche Wirtschaft darin läge, wenn Europa tatsächlich einmal ernst machen würde mit dem Klimaschutz. Altmaier verbarrikadiert sich und setzt auf Schutz und Abwehr.

Das Problem sind nicht die Gegenargumente. Klimaforscher klingen manchmal so, als lägen alle Lösungen schon bereit – was falsch und ärgerlich ist. Im alles umwälzenden Klimaschutz muss um den effizientesten Weg und die beste Technologie gerungen werden, damit er für die Menschen erträglich und vielleicht sogar ertragreich werden kann. So mag zutreffen, was einzelne Energieexperten behaupten, nämlich dass die Trassen für den grünen Strom von Nord- nach Süddeutschland hier und da zu großflächig geplant sind. Möglich auch, dass sich Deutschland beim Green Deal der EU im Einzelfall gegen andere Mitgliedsländer durchsetzen muss – die vielleicht keine Auto- oder Stahlindustrie haben. Auch Konzerne wie Siemens müssen nicht alles mitmachen, was Aktivisten fordern.



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Spinnen INSEL selber machen! Piuus VS Vogelspinnen – AC New Horizons | Live-Aufzeichnung

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Ein ganzer Stream wo wir Vogelspinnen auf einer Meilen-Insel in Animal Crossing New Horizons fangen wollen 😀 Mit diesem Trick ging nach einer Zeit dann!…

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Bloomfarm #11|| Endlich haben wir Kühe auf dem Hof

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Wie schon lange angekündigt habe ich uns Kühe auf den Hof geholt. Ich hoffe, dass es ein rentables Geschäft wird.

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