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Deutsch lernen mit Nachrichten, 06 04 2020 – langsam gesprochen

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UN-Generalsekretär warnt vor Gewalt gegen Frauen in Corona-Krise

UN-Generalsekretär António Guterres hat eine Zunahme von häuslicher Gewalt gegen Frauen und Mädchen in der weltweiten Corona-Krise angeprangert. Als Folge der in der Krise gewachsenen wirtschaftlichen und sozialen Drucksituationen habe es in der vergangenen Woche eine erschreckende globale Zunahme der häuslichen Gewalt gegeben, sagte Guterres in einer auf Twitter verbreiteten Videobotschaft. Der UN-Generalsekretär appellierte an alle Regierungen, Maßnahmen zur Eindämmung der Gewalt gegen Frauen in ihre Notfallpläne aufzunehmen. So sollten etwa Notrufsysteme in Apotheken und Drogerien eingerichtet werden.

Johns Hopkins meldet Schreckenszahl

Deutschland hat nach Angaben der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität jetzt mehr als 100.000 bekannte Corona-Infektionsfälle. Die Schwelle wurde demnach am Sonntagabend überschritten. Die Zahl der Menschen in der Bundesrepublik, die bisher an der von dem Virus ausgelösten Lungenkrankheit COVID-19 starben, wurde mit 1576 angegeben. Die Johns-Hopkins-Universität erhebt ihre Daten nach einer anderen Methodik als das deutsche Robert-Koch-Institut, das bis zum Sonntag einige tausend Infektionsfälle weniger bestätigt hat.

Queen spricht Briten in Corona-Krise Mut zu

Königin Elizabeth II. hat die Briten in einer Rede an die Nation auf einen gemeinsamen Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie eingeschworen. Sie rief die Bürger auf, „geeint und entschlossen“ zu bleiben. „Wir werden siegen“, sagte die Monarchin in der am Sonntagabend ausgestrahlten Fernsehansprache wörtlich. Die Queen bedankte sich zudem bei allen Briten, die zu Hause blieben, um besonders gefährdete Menschen zu schützten.

Sorge um britischen Premierminister

In Großbritannien ist der an COVID-19 erkrankte Regierungschef Boris Johnson in ein Krankenhaus gebracht worden. Da der Premierminister noch immer Symptome aufweise, habe ihm sein Arzt zu weiteren Untersuchungen geraten, hieß es aus der Downing Street. Es handele sich um eine Vorsichtsmaßnahme. Der 55-jährige Johnson hatte sich nach seinem positiven Corona-Test vor anderthalb Wochen in Quarantäne begeben.

Duma untersucht Corona-Beiträge der DW

Das russische Parlament will die Deutsche Welle und andere Medien wegen ihrer Berichterstattung über den Umgang Moskaus mit der Corona-Pandemie ins Visier nehmen. Der Auslandssender der Bundesrepublik habe falsche Nachrichten über das russische Vorgehen im Kampf gegen das Coronavirus verbreitet, sagte Wassili Piskarjow, der eine entsprechende Untersuchungskommission in der Staatsduma leitet. Die DW wies die Vorwürfe vehement zurück. Kritiker werfen Russland vor, ein „Regime der totalen Zensur“ zu schaffen.

Erhöhte Radioaktivität bei Tschernobyl

In der Sperrzone rund um das ehemalige ukrainische Atomkraftwerk Tschernobyl ist infolge eines Waldbrands erhöhte Radioaktivität gemessen worden. Der Leiter des staatlichen Umweltinspektionsdienstes, Jegor Firsow, veröffentlichte ein Video, in dem ein Geigerzähler das 16-fache des Normalwertes anzeigte. Das Feuer habe sich auf 100 Hektar Fläche ausgebreitet, berichtete Firsow. Ein Reaktorblock des AKW war 1986 explodiert. Die Umgebung ist bis heute stark verstrahlt.

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Slowakei – 23 Jahre Haft für Journalisten-Mord – Politik

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Der Mörder des slowakischen Journalisten Ján Kuciak muss für 23 Jahre ins Gefängnis. Zu diesem Urteil kam am Montag der Spezialstrafgerichtshof Pezinok nahe der Hauptstadt Bratislava. „Kaltblütigkeit und Heimtücke“, hätten das Handeln des 37 Jahre alten Täters bestimmt, begründete Richterin Ružena Sábová den Spruch des Gerichts. „Die Opfer hatten keine Chance, sich zu wehren.“

Im Februar 2018 waren der 27-jährige Investigativjournalist Ján Kuciak und seine gleichaltrige Verlobte in ihrem Haus erschossen worden. Kuciak hatte über illegale Geschäfte des Unternehmers Marian Kočner geschrieben, sowie über dessen Verbindungen zur damaligen Regierungspartei Smer SD. Deren Vorsitzender, der damalige Premier Robert Fico, soll zudem Verbindungen zur italienischen Mafia haben. Auch darüber schrieb Kuciak. Kočner hatte Kuciak bedroht und ist angeklagt, den Mord in Auftrag gegeben zu haben. Die Verhandlung gegen ihn und zwei weitere mutmaßliche Mittäter dauert an und soll Mitte April fortgesetzt werden.

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Der nun verurteilte Täter hatte in der Haft gestanden und im Januar vor Gericht umfassend ausgesagt. Dabei wurde auch deutlich, dass die Verlobte Kuciaks ein Zufallsopfer war – der Täter hatte nicht damit gerechnet, sie anzutreffen. Er wurde zugleich eines weiteren Mordes im Dezember 2016 für schuldig befunden. Das Strafmaß von 23 Jahren ist für slowakische Verhältnisse gering. Mit mindestens 25 Jahren war gerechnet worden. Die Höchststrafe wäre lebenslang – was auch bis ans Lebensende bedeutet. „Das Gericht sendet damit das Signal, dass es Sinn hat, zu gestehen und mit den staatlichen Organen zusammen zu arbeiten“, erklärte Richterin Sábová. Ein weiterer geständiger Mittäter, der den Auftrag vermittelt hatte, war im Dezember zu 15 Jahren Haft verurteilt worden. Marian Kočner muss ebenfalls mit 25 Jahren Gefängnis rechnen. Er wurde Ende Februar zudem für schuldig befunden, Wechsel gefälscht zu haben, allein dafür muss er 19 Jahre in Haft.

Nach dem Mord an Kuciak hatten Zehntausende Menschen in der Slowakei wochenlang gegen die Regierung demonstriert. Am 29. Februar wurden neue Parteien an die Macht gewählt – sie versprechen, gegen die Korruption zu kämpfen.



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Bevorstehende Feiertage: „Ostereinkäufe möglichst entzerren“

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Damit es vor den Feiertagen nicht zu einem Ansturm auf Geschäfte kommt, ruft Ministerin Klöckner dazu auf, rechtzeitig einzukaufen. Dabei ist es – bis auf die Supermärkte – gar nicht so ersichtlich, wo welcher Laden noch auf hat.

Angesichts der bevorstehenden Feiertage appelliert Bundesernährungsministerin Julia Klöckner an die Bürger, ihre Einkäufe für das lange Osterwochenende möglichst zu entzerren. „Es ist sinnvoll, rechtzeitige Vorbestellungen zu tätigen, und die gesamte Woche für den Ostereinkauf zu nutzen“. Da an diesem Freitag, Sonntag und Montag die Geschäfte weitgehend geschlossen sein werden, gelte: Wer vorausschaue, schütze sich selbst, andere Kunden und die Mitarbeiter in den Supermärkten.

Klöckner bat darum, den Einkauf auch nicht als Familienevent zu planen, sondern möglichst alleine und zügig einkaufen zu gehen und Abstand zu halten. „Das minimiert die Ansteckungsgefahr und verhindert überfüllte Supermärkte“.

Supermärkte bleiben an den Feiertagen zu

Auch wenn es in eigenen Bundesländern in der Corona-Krise anders als sonst erlaubt wäre, Supermärkte auch an den Feiertagen zu öffnen, haben die großen deutschen Lebensmittelhändler bereits angekündigt, davon keinen Gebrauch zu machen. Das ergab eine Umfrage der Nachrichtenagentur dpa bei Edeka, Rewe, Lidl und Aldi.

Auch die Handelsketten riefen die Kunden dazu auf, ihre Einkäufe für das Fest möglichst frühzeitig zu erledigen, um einen angesichts der Maßnahmen gegen die Corona-Pandemie nur schwer zu bewältigenden Kundenansturm am Gründonnerstag oder am Karsamstag zu vermeiden. Gleichzeitig betonten sie, die Warenversorgung sei gesichert.


In Berlin auf, in Hessen zu

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus müssen bundesweit viele Geschäfte zwangsweise geschlossen bleiben. Eine Ausnahme bilden Lebensmittelläden und Geschäfte und Dienstleistungen der notwendigen Versorgung.

Dabei ist es keinesfalls einheitlich geregelt, was zur notwendigen Versorgung dazu gehört. So sind zum Beispiel im Gegensatz zu anderen Bundesländern in Bayern, Sachsen und Mecklenburg-Vorpommern Baumärkte für Privatkunden geschlossen, nur Geschäftskunden mit Handwerkerschein dürfen noch in die Läden rein. Bis Samstag galt die Regelung auch in Niedersachsen, da viele Kunden aber auf benachbarte Bundesländer ausgewichen waren, wurde sie gekippt.

Auch im Falle von Buchläden haben die Bundesländer unterschiedlich entschieden: Bis auf Berlin und Sachsen-Anhalt können Kunden keine Bücher mehr im Geschäft vor Ort kaufen. Und während etwa in Bayern Blumenläden geschlossen bleiben müssen, gibt es woanders den Osterstrauß noch persönlich beim Floristen nebenan.




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