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Oil jumps as fall in new China coronavirus cases eases fuel demand concerns

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SEOUL (Reuters) – Oil prices extended gains on Wednesday as China reported its lowest daily number of new coronavirus cases since late January, stoking investor hopes that fuel demand in the world’s second-largest oil consumer may begin to recover from the epidemic.

FILE PHOTO: General view of the Fos-Lavera oil hub near Marseille, France, September 17. REUTERS/Jean-Paul Pelissier/File Photo

Brent crude LCOc1 was up $1.12, or 2.1%, at $55.13 per barrel at 0748 GMT. U.S. West Texas Intermediate (WTI) CLc1 rose 74 cents, or 1.5%, to $50.68 a barrel.

According to data through Tuesday, the growth rate of new coronavirus cases in China has slowed to the lowest since Jan. 30. Still, international experts remained cautious over forecasting when the outbreak might reach a peak.

Travel restrictions to and from China and quarantines have cut fuel usage. The two biggest Chinese refiners have said they will reduce their processing by about 940,000 barrels per day (bpd) as a result of the consumption drop, or about 7% of their 2019 processing runs.

“As the growth rate of new cases has decreased … that has improved the (market) sentiment,” said Kim Kwang-rae, commodities analyst at Samsung Futures in Seoul.

The demand concerns from the outbreak pushed Brent and WTI to their lowest in 13 months on Monday. Both benchmarks are down more than 20% from highs reached in January.

The U.S. Energy Information Administration (EIA) on Tuesday cut its global oil demand growth forecast for this year by 310,000 bpd as the virus outbreak crimps oil consumption in China.

Demand worries flipped the oil market into a contango last week, a market structure where prices for near-term contracts are lower than those for later contracts, indicating ample supplies.

Contango spread in Brent LCoC1-LCoc2 is unchanged at 15 cents per barrel from a week earlier, while the WTI contango is at 24 cents a barrel, from 17 cents last week.

“Front month prices are down around 20% since the start of the outbreak, with Brazilian, West African and Russian crudes – all popular with independent (Chinese) refiners in Shandong – under pressure,” said Roger Diwan, vice president of financial services at HIS Markit, in a note.

On the supply side, the Organization of Petroleum Exporting Countries (OPEC) and its allies including Russia, known as OPEC+, recommended a further cut of 600,000 bpd last week to stem the oil price fall.

However, Russia has been hesitant to commit to the additional cut, while Saudi Arabia wanted global major oil producers to agree a quick oil supply cut.

U.S. crude inventories rose by 6 million barrels in the week to Feb. 7 to 438.9 million barrels, beating analysts’ expectations for an increase of 3 million barrels, data from industry group the American Petroleum Institute showed.

Official EIA data is due on Wednesday at 10:30 a.m. EDT (1530 GMT).

Reporting by Jane Chung; Editing by Christian Schmollinger and Kenneth Maxwell

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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MAG Silver Corp.: MAG Silver – das wurde bereits erreicht!

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Mit seinem JV-Partner Fresnillo hat der angehende kanadischen Silberproduzenten MAG Silver Corp. (ISIN: CA55903Q1046 / TSX-V: MAG) im Jahr 2019
mächtig Gas gegeben. Auf seinem hochgradigen mexikanischen Silberprojekt ‚Juanicipio‘ lief die Projektentwicklung ebenso prächtig wie der strategische und technische Produktionsaufbau. Eine kurze
Rückblende veranschaulicht dies deutlich.

 

Projektentwicklung

 

Bohrungen über insgesamt 33.864 Meter konnten im vergangenen Jahr nicht nur
die auf der ‚Valdecañas Deep‘-Zone, der ‚Anticipada Vene‘ und der ‚Venadas Vene‘ vorhandene hochgradige Gold- und Silbermineralisierung bestätigen, sondern auch wesentlich erweitern. Mit
‚Valentina‘ und ‚Venadas II‘ wurden dabei auch zwei weitere hochgradige Venen neu entdeckt, die weiteres Potential aufzeigen.

 

Im Untergrund erreichte man bei den Stollenvortrieben mittlerweile eine
Gesamtlänge von mehr als 26 km. Drei Rampen in den Untergrund stellen die Zugänge zu den erzführenden Stellen sicher, über die das abgebaute Material zur Mühle gebracht werden soll. Damit sind die
wesentlichsten Voraussetzungen für einen Abbau geschaffen worden.

 

Produktion

 

Den wohl wichtigsten Schritt für eine schnelle Produktionsaufnahme beschlossen
die beiden JV-Partner nach dem Jahreswechsel, bei dem vereinbart wurde, abgebautes Material bis zur Fertigstellung und Kommissionierung der eigenen Mühle auf der in der Nähe liegenden
Produktionsstätte von Fresnillo verarbeiten zu lassen. Mit dem aus dem Untergrund stammenden Material will man so bereits Mitte 2020 erstes Geld verdienen.

 

Bis zum Jahresende 2019 wurden alle für den Aufbau der Produktionsstätte
nötigen Teile nicht nur erworben, sondern mittlerweile auch geliefert. Der Aufbau soll dieses Jahr abgeschlossen werden und die Kommissionierung der Anlage ist für Mitte 2021 vorgesehen. Im Zuge
des stufenweisen Hochfahrens der Anlage schätzt man, dass gegen Ende des Jahres 2021 bereits eine Betriebsleistung von 85 % erreicht werden kann. Das sind sehr solide Zeiträume für eine Großanlage
mit 4.000 Tonnen Kapazität pro Tag.

 

Kapitalentwicklung

 

Das gesamte Entwicklungskapital bis zur
Produktion wurde neu ermittelt und mit 440 Mio. USD ausgewiesen. Dies rund 45 Mio. USD an Mehrkosten wurden durch zwei weitere Ventilatorenschächte und Kosten bei der Untergrundentwicklung
verursacht. Abzüglich der im Jahr 2019 geleisteten Entwicklungsarbeiten von rund 135 Mio. USD verblieben per Ende des Jahres 2019 rund 305 Mio. USD. Die operative Tochter Minera Juanicipio verfügte
zum Jahresende 2019 über ein Kapital von 29,6 Mio. USD und ein Arbeitskapital von 13,65 Mio. USD.

 

MAG Silver besaß per 31.12.2019 rund 72,63 Mio.
USD an Barmittel und anderen Geldwerten. Durch die Tochtergesellschaft Minera Juanicipio kommen weitere 43,25 Mio. USD hinzu. MAG Silver wird allerdings noch weiteres Kapital einwerben müssen, um
das ‚Juanicipio‘-Projekt plangemäß zu entwickeln. Dazu ist das Unternehmen mit verschiedenen Quellen in Verhandlung.

 

Vorschau auf 2020

 

Auch wenn mit Hochdruck an der Anlage und den
Vorbereitungen für die Produktion gearbeitet wird, so stehen bei der Weiterentwicklung des Projektes die Räder nicht still. Mit 28 Bohrlöchern ist derzeit ein Folgebohrprogramm in Arbeit, denn die
Bohrungen im Jahr 2019 dienten in erster Linie dazu die Mineralisierungen zu bestätigen und die Ressourcen zu formen.

 

Beide JV-Partner sind davon überzeugt, dass am
Projektareal noch sehr viel weiteres Explorationspotential besteht. Schon alleine durch die 2019 gefundenen Venenschwärme auf ‚Venadas‘. Auch die großen nordöstlich laufenden Strukturen am
Projektareal stellen priorisierte Ziele dar, die bislang noch nicht erforscht wurden. Vier Bohrgeräte sind derzeit im Einsatz um weitere Unternehmenswerte aufzufinden.

 

COVID-19-Situation

 

Leider muss man in Zeiten einer Pandemie auch
dies im Betriebsalltag berücksichtigen. Sollte es zu Ausbrüchen kommen, so wären dadurch auch alle Arbeiten am Projekt beeinflusst. Zeitliche Verschiebungen in der Terminplanung wären ebenso
wahrscheinlich, wie auch Kapitaleinbußen, die das Unternehmen belasten könnten. Dagegen ist auch das beste Management nicht gefeit.

 

So sehr sich Vorstand und Präsident von MAG
Silver,
George Paspalas, über die erzielten Erfolge und erreichten Meilensteine freut, so stark zeigt er sich auch über die Pandemie besorgt und
verspricht alles zu tun um Mitarbeiter und Geschäftspartner zu schützen.

 

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

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Projekten), umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

 

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf
sorgfältiger Recherche. Die Informationen stellen weder ein Verkaufsangebot für die besprochenen Aktien, noch eine Aufforderung zum Kauf oder Verkauf von Wertpapieren dar. Dieser Bericht gibt nur
die persönliche Meinung von Jörg Schulte wider und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch
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Oil skids on oversupply fears, U.S. stock futures jump

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SYDNEY (Reuters) – Oil prices skidded on Monday after Saudi-Russian output discussions showed no immediate signs of progress while U.S. stock futures jumped as investors were encouraged by a slowdown in coronavirus-related deaths and new cases.

FILE PHOTO: A pump jack operates in front of a drilling rig at sunset in an oil field in Midland, Texas U.S. August 22, 2018. REUTERS/Nick Oxford/File Photo

Sterling GBP= fell after British Prime Minister was admitted to hospital following persistent coronavirus symptoms as the pandemic rapidly spreads.

Brent crude LCOc1 fell as much as $3 in early Asian trading after Saudi Arabia and Russia postponed a meeting over a potential pact to cut production to Thursday.

Analysts said the news could lead to some sell-off in currency markets too.

Also weighing on the pound were fears other senior government officials who were in the same briefing as Prime Minister Boris Johnson could be affected by the virus, said Karl Schamotta, chief market strategist at Cambridge Global Payments in Toronto, Canada.

The pound fell 0.4% in early trade on Monday in a knee-jerk reaction and was last down 0.3% at $1.2222.

The U.S. dollar was up a touch against the yen at 108.58.

Equity investors were looking at the positives though.

U.S. stock futures ESc1 jumped more than 1.5% in early Asian trading on Monday after U.S. President Donald Trump expressed hope the country was seeing a “levelling off” of the coronavirus crisis.

The gains came despite New York Governor Andrew Cuomo cautioning that it was not yet clear whether the crisis in the state had reached a plateau.

Australian YAPcm1 and Nikkei NKc1 futures also pointed to gains.

Investors took solace from the fact that COVID-19 cases also appeared to be reaching a peak in Europe with Italy seeing the number of patients in intensive care falling for the second consecutive day.

“Focus in markets will now turn to the path out of lockdown and to what extent containment measures can be lifted without risking a second wave of infections,” National Australia Bank analyst Tapas Strickland wrote in a note.

“Key to a strong rebound in China will be the ongoing lifting of containment measures with Wuhan – the epicentre of the outbreak – set to lift containment measures on April 8.”

Strickland, however, noted many in China were still subject to social distancing and isolation restrictions to prevent a resurgence in infections.

The pandemic has claimed more than 64,000 deaths as it further exploded in the United States and the death toll climbed in Spain and Italy, according to a Reuters tally.

Concerns about heavy damage to the global economy have pushed investors into the perceived safety of government bonds.

Brent crude futures LCOc1 slipped 6.2%, or $2.13, to $31.98 a barrel while U.S. crude CLc1 dived 7.4%, or $2.12, to $26.12.

Spot gold XAU= was down 0.2% at $1,612.9 an ounce.

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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Coronavirus deckt Schwachstellen der Finanzmärkte auf

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Marktkommentatoren erkennen einen Mangel an vorausschauender Politik auf breiter Front. 

Die US-Notenbank Federal Reserve in Washington, D. C.

Brendan Mcdermid / Reuters

Die Covid-19-Pandemie und die Massnahmen zu ihrer Bekämpfung haben ziemlich gnadenlos Schwachstellen der Finanzmärkte und der Weltwirtschaft aufgedeckt. Überbewertete Märkte sind unter Druck geraten. Zu diesem Ergebnis hätte aber auch irgendein anderes Ereignis führen können, sagt der Finanzmarktexperte Satyajit Das. Er befürchtet langanhaltende wirtschaftliche und finanzielle Schäden auch nach der Überwindung des Coronavirus. 



US-Börse ohne Nettokäufer

Die Einbrüche von Umsätzen und Gewinnen seien ohne diese Schwachstellen weitaus besser zu verkraften. Als einen der wunden Punkte bezeichnet Das die seit der Finanzkrise aufgrund extrem niedriger Zinsen und hoher Liquidität kräftig gestiegene globale Verschuldung. Die lockere Notenbankpolitik habe zu einer «Allesblase» geführt, die irgendwann platzen musste. Investoren seien in ihrer Suche nach Rendite in immer weniger liquide Marktbereiche vorgestossen. Jetzt hätten sie grosse Mühe, selbst kleine Wertpapierpakete ohne Preisverzerrung zu handeln.

Während des vergangenen Jahrzehnts hätten weder Unternehmen noch Regierungen und Notenbanken ausreichende Puffer gegen Schocks aufgebaut. Niedrige Kapitalkosten verleiteten Firmen, ihre Bilanzen zu schwächen und Refinanzierungsrisiken einzugehen. Die Notenbanken plünderten ihr Arsenal der Waffen gegen Krisen und mussten laufend neue erfinden. Völlig unvorbereitet seien die Regierungen auf die Ausbreitung von Covid-19 gewesen, obwohl angesichts der langen Geschichte von virulenten Pathogenen eine Pandemie jederzeit zu erwarten gewesen sei.

Heftige Kritik an der Politik der Notenbanken, insbesondere des Fed, übt der Marktkommentator Jim Grant. Indem das Fed die Kapitalkosten fortlaufend gedrückt habe, habe es die finanzielle Integrität der US-Wirtschaft geschädigt. Vermutlich noch nie hätten US-Unternehmen mehr Fremdkapital von niedriger Qualität getragen. Aufgrund der laxen Geldpolitik hätten Zinsen ihre Funktion verloren, einen Preis für eingegangene Risiken zu bilden und die Allokation von Kapital zu steuern.

Ein besonderes Problem betrifft den US-Aktienmarkt. Die Analytiker der kanadischen Investmentbank Canaccord Genuity haben ausgerechnet, dass seit der Finanzkrise kotierte Unternehmen mit ihren Aktienrückkäufen die einzigen Nettokäufer an der Börse gewesen waren. Insgesamt addieren sich die Buy-backs seit 2008 auf über 4 Bio. $. Sie werden aber zunehmend kritisiert, weil sie die Bilanzen tendenziell schwächen und zu hohen, von der Öffentlichkeit vielfach als zu hoch erachteten Vergütungen des Führungspersonals und der Aktionäre führen.

Öffentlicher Druck und die krisenbedingte Rezession zwingen Unternehmen nun zum Verzicht auf Rückkäufe, um Bilanzen und Cashflows zu schützen. Zudem beschränkt das US-Rettungspaket der Regierung (Cares Act) die Rückkäufe von Unternehmen, die staatliche Hilfe erhalten. Laut Goldman Sachs haben in den beiden letzten Märzwochen bereits fast 50 Unternehmen Rückkaufprogramme im Wert von 190 Mrd. $ suspendiert (fast 25% des Volumens von 2019). Damit verliert die Börse aber ihre wichtigsten Käufer.

Benn Steil, Chefredaktor der Fachzeitschrift «International Finance» und Direktor am Council on Foreign Relations, erwartet, dass trotz den von Fed und Regierung geschnürten Rettungspaketen eine Welle von Unternehmenspleiten unvermeidbar sei. Das Fed werde sogar als Verstärker wirken, da es sich bei seinen Käufen von Unternehmensschulden auf hohe Ratings konzentrieren werde. Seit einiger Zeit dominieren aber die Emissionen von Commercial Papers mit niedrigem Rating und Junk Bonds. Weite das Fed seine Käufe nicht auf Papiere mit niedrigem Rating aus, würden viele Unternehmen durch das Rettungsraster fallen. Erschwerend komme hinzu, dass durch die Rezession viele Unternehmen von den Rating-Agenturen tiefer eingestuft würden.



Kollateralschäden unterschätzt

Die Viruskrise werde zum grössten Insolvenzereignis der Geschichte werden, sagt Raoul Pal, Co-Gründer der Finanzmediengruppe Real Vision. Je länger die Pandemie dauere, desto grösser werde das Risiko von Bankrotten. Daniel Lacalle, Chefökonom des Vermögensverwalters Tressis, kritisiert die Lockdown-Massnahmen. Wer sie empfehle, unterschätze die Kollateralschäden. Die Krise sei vor allem eine Folge von Mangel an Vorausschau, Prävention und Management.



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