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Finanznachrichten

Proteste gegen Weltwirtschaftsforum in Bern

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In Bern protestieren am Samstag mehrere hundert Personen gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme am WEF bekräftigt. Dort wird er auch vier Bundesräte treffen. Die wichtigsten News zum WEF im NZZ-Blog.

(sda) Geschätzt um die tausend Personen haben sich am Samstag in der Berner Innenstadt an einer unbewilligten Kundgebung gegen das Weltwirtschaftsforum WEF in Davos und gegen das kapitalistische System teilgenommen. Zur Kundgebung aufgerufen hatten linksautonome Kreise. Angeführt wurde die Kundgebung von etwa 50 schwarz gekleideten Vermummten. Dahinter schlossen sich auch verschiedene kurdische Gruppen an, die gegen die militärische Offensive der Türkei in Nordsyrien demonstrierten.

Kapitalismusgegner brandmarkten in kurzen Ansprachen das Weltwirtschaftsforum in Davos als «Eispalast der Sozialen Kälte». Am WEF würden nicht Lösungen für die Konflikte in der Welt gesucht, sondern die Probleme geschaffen. Die Hauptgäste des Forums seien die Verursachenden von Unterdrückung.

Die Kundgebungsteilnehmer versammelten sich am Nachmittag auf dem Berner Bahnhofplatz. In der Innenstadt war die Polizei mit einem grösseren Aufgebot präsent. Über Lautsprecher wurden die Kundgebungsteilnehmenden von der Polizei angewiesen, friedlich zu bleiben und keine Sachbeschädigungen zu begehen, ansonsten werde man eingreifen. Beim Marsch durch die Stadt wurden Rauch- und Knallpetarden gezündet und Slogans skandiert. Bei einer Credit Suisse-Filiale klebten Aktivisten Plakate auf das Schaufenster, auf denen die Bank als «War Lord» – also als Kriegsherr, bezeichnet wurde. Kurz nach 16 Uhr zog der Kundgebungszug von der Innenstadt Richtung Länggasse.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, im Bild neben Finanzminister Ueli Maurer, wird die Bundesratsdelegation anführen

Peter Schneider, KEYSTONE

fab.

Am Freitagmittag hat die Bundeskanzlei das Programm der Bundesräte am WEF bekanntgegeben. Sämtliche sieben Magistraten werden nach Davos reisen. Eine Premiere ist das nicht: Das letzte Mal hat die Landesregierung 2015 in corpore Präsenz markiert. Das Programm ist reich befrachtet. Bereits am Montag, noch vor Eröffnung des Forums, findet das vermutlich wichtigste Treffen statt: Zum ersten Mal kommt der Bundesrat mit Ursula von der Leyen zusammen, der neuen Präsidentin der EU-Kommission. Angeführt wird die Schweizer Delegation durch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, die von Aussenminister Ignazio Cassis begleitet wird sowie von Karin Keller-Sutter, die für die Personenfreizügigkeit zuständig ist. Das Treffen gibt dem Bundesrat Gelegenheit, auf höchster Ebene über das weitere Vorgehen beim Rahmenabkommen zu sprechen. 

Das zweite grosse Treffen ist für Dienstag anberaumt: Bei der Zusammenkunft mit US-Präsident Donald Trump werden seitens der Schweiz sogar vier Bundesräte anwesend sein. Sommaruga wird hier eskortiert von Finanzminister Ueli Maurer, von Guy Parmelin, der als Wirtschaftsminister für die erhofften Freihandelsgespräche mit den Amerikanern zuständig ist, sowie von Aussenminister Cassis.

Insgesamt haben die Bundesräte rund 60 bilaterale Treffen vereinbart. Weitere werden womöglich kurzfristig noch hinzukommen. Der Bundesrat lässt in der Mitteilung vom Freitag keinen Zweifel daran, welch grossen Wert er dem WEF beimisst. Gleich vorneweg spricht er dem Forum, dessen Gründer Klaus Schwab sowie den Mitarbeitern ganz offiziell seinen Dank aus. Die Bundespräsidentin wird den Anlass denn auch gemeinsam mit Schwab am Dienstag eröffnen.

Die Landesregierung erweist dem WEF nicht nur mit der siebenfachen Präsenz die Ehre. Zusätzlich hat sie beschlossen, die Dépendance der offiziellen Schweiz in Davos – das «House of Switzerland» – nach dem Pilotprojekt letztes Jahr bereits weiter auszubauen. Das Schweizer Haus an zentraler Lage im Eisstadion wird für die diesjährige Ausgabe räumlich erweitert. Hinzu kommen neue Sitzungszimmer für bilaterale Gespräche der Bundesräte sowie Veranstaltungsräume.

Darüber hinaus macht der Bundesrat dem WEF ein hübsches Geschenk: Zur 50. Durchführung wird der Bund einen Bildband über das Forum herausgeben. Titel: «Hosting the world» (zu deutsch: die Welt beherbergen). Die Buchvernissage findet am Dienstag im Schweizer Haus statt.

Bildlegende....17 year-old Swedish climate activist Greta Thunberg gives a speech during a environmental  "Fridays for Future" climate strike demonstration to protest a lack of climate awareness, in Lausanne, Switzerland, Friday, January 17, 2020.

Bildlegende….17 year-old Swedish climate activist Greta Thunberg gives a speech during a environmental „Fridays for Future“ climate strike demonstration to protest a lack of climate awareness, in Lausanne, Switzerland, Friday, January 17, 2020.

Gabriel Monnet / KEYSTONE

(sda) Über 10 000 Jugendliche aus der ganzen Schweiz haben sich am Freitag in Lausanne zu einem Klimaprotest versammelt. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, die bereits im letzten Sommer die Hauptstadt des Kantons Waadt besucht hatte, war erneut dabei. Sie wird kommende Woche das WEF besuchen.

Das Schweizer Klimastreikkollektiv hatte alle Aktivisten des Landes eingeladen, an der nationalen Demonstration in Lausanne anlässlich des ersten Jahrestages der Bewegung teilzunehmen. Auch ein Jahr später kritisieren die Klimastreikenden noch immer «die Untätigkeit der Regierungen und Wirtschaftsführer». In der Menschenmenge waren alle Generationen vertreten. Die Jugendlichen stellten aber die überwiegende Mehrheit.

Auf Schildern und Bannern waren Slogans zu lesen wie zum Beispiel «Keine zwei Planeten wie diesen», «Stoppt den Kapitalismus» oder «Ich habe einen grünen Traum».



Thunberg kritisiert Regierungen

Die Parade verliess gegen 11 Uhr den Bahnhofsplatz und marschierte die  2,6 Kilometer lange Strecke durch die Strassen der Stadt bis zur Place de la Riponne. «Wir befinden uns nun in einem neuen Jahr und sind in ein neues Jahrzehnt eingetreten. Bisher haben wir in diesem Jahrzehnt keinerlei Anzeichen dafür gesehen, dass echte Klimaschutzmassnahmen kommen», sagte Thunberg in ihrer Rede. Das müsse sich ändern.  Das sei die Botschaft, die sie nächste Woche ans Weltwirtschaftsforum nach Davos bringen werde.

Thunberg war bereits im vergangenen August nach Lausanne gekommen. Die junge Frau, die gerade 17 Jahre alt geworden ist, nahm damals am einwöchigen «Smile For Future»-Gipfel an der Universität Lausanne teil. Auch der Gipfel endete mit einer Kundgebung durch die Strassen der Waadtländer Hauptstadt.



Aktive Bewegung

Auf Schweizer Ebene ist dies die zehnte Mobilisierung für eine Klimademo seit einem Jahr und die siebte, die seit dem 18. Januar 2019 an einem Freitag in Form eines «Klimastreiks» stattfindet. Auf dem Höhepunkt der Mobilisierung, am 2. Februar und 15. März, marschierten rund 10 000 Personen durch Lausanne. Die Klimademonstrationen brachten landesweit bis zu 50 000 Menschen (nach Angaben der Polizei) und 66 000 (nach Angaben der Organisatoren) zusammen.

(dpa) Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am Donnerstag kommender Woche nach Davos. Am Nachmittag hält sie vor dem Plenum eine Rede. Während ihres Aufenthalts wird sie ausserdem Gespräche mit Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern von Unternehmen führen, wie die Bundesregierung am Freitag mitteilte.

Donald Trump ist entschlossen, nächste Woche nach Davos zu reisen.

Donald Trump ist entschlossen, nächste Woche nach Davos zu reisen. 

Laurent Gillieron / Keystone

tsf. US-Präsident Donald Trump bestätigt, dass er für das World Economic Forum (WEF) kommende Woche in die Schweiz reise, obwohl inzwischen das Impeachment-Verfahren Amtsenthebungsverfahren angelaufen ist. «Ich gehe nach Davos», sagte Trump in einem Interview mit dem TV-Kanal «Fox News». Er werde sich dort mit den grössten Konzernchefs der Welt treffen. Das Amtsenthebungsverfahren nannte Trump einen «Witz» («It’s a hoax, it’s a complete hoax»). Und gab sich überzeugt, dass der Senat die Angelegenheit schnell zum Abschluss bringen werde. 

Das Wirtschaftsforum WEF findet vom 21. bis 24. Januar in Davos statt. Seit 1971 treffen sich in Davos jährlich Staatschefs, Manager, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zum Weltwirtschaftsforum. Diskutiert wird über Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik. Zur 50. Ausgabe wollen mehr als 3000 Teilnehmer kommen, darunter alle Schweizer Bundesräte. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, US-Präsident Donald Trump, die deutsche Kanzlerin Merkel und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.



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Finanznachrichten

Die Zinskurve als Rezessionsindikator – Das sollten Investoren darüber wissen

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Die Zinskurve, einer der zuverlässigsten Frühindikatoren für eine US-Rezession, hat sich erneut invertiert. Ein Faktor verhindert jedoch, dass die Börsen kräftig reagieren.

Auch schon 2008 wollte man nicht glauben, dass die Zinskurve eine Rezession voraussagte: die New Yorker Börse am 7. November 2008.

Richard Drew / AP

Im noch jungen Börsenjahr hat sich Seltsames abgespielt. Ein im Moment offenbar unzerstörbarer Optimismus lässt die Aktienmärkte steigen und steigen. An den Anleihemärkten zeigt sich dagegen eine Entwicklung, die eine pessimistische Sichtweise offenbart. Denn die mittel- und langfristigen Zinsen sind so stark gesunken, dass sich die Zinskurve invertiert hat. Das bedeutet, dass für kurze Laufzeiten von US-Staatsanleihen mehr Zins anfällt als für längere Laufzeiten. Während die US-Aktienmärkte beispielsweise am 10. Februar neue Rekorde verzeichneten, rentierten gleichzeitig 3-monatige Treasury-Bills mit 1,58%, wohingegen 10-jährige US-Staatsanleihen nur 1,56% brachten.

Nun scheint ein Unterschied von einigen Basispunkten nicht besonders bedeutsam. Warum also sollte es europäische Privatinvestoren kümmern, wenn kurzfristige US-Staatsanleihen geringfügig höhere Zinsen bringen als langfristige? Die Antwort: Die Zinskurve ist einer der besten und einfachsten Indikatoren für eine Rezession. Und gerät die US-Wirtschaft in einen Abschwung, tangiert das auch europäische Anleger. Deswegen im Folgenden ein kurzer Überblick, was Investoren über die Zinskurve als Frühindikator für eine Rezession wissen sollten.



Wie gut funktionierte der Indikator in der Vergangenheit?

In den letzten Jahrzehnten funktionierte die Zinskurve als Indikator ausserordentlich gut. Vor jeder der letzten neun US-Rezessionen hat sich die Zinskurve invertiert, wobei diese Invertierung 12 bis 24 Monate vor dem Eintreten der Rezession auftrat. Allerdings hat sich die Zinskurve in den letzten 60 Jahren auch zweimal invertiert, ohne dass es in den USA zu einer Rezession gekommen ist. Der Indikator ist also nicht unfehlbar.

Wie stark ist die Aussagekraft einer inversen Kurve?

US-Zinsstrukturkurve, in% (18.2.2020)

1M2M3M6M1J2J3J5J7J10J30J1,21,41,61,82,0

Dabei ist der prognostische Zusammenhang der Zinskurve mit Rezessionen nicht etwa auf die USA beschränkt. Auch auf anderen Märkten, etwa der Euro-Zone, zeigt sich, dass die Zinskurve ein zuverlässiger Rezessionsindikator ist. Insbesondere die Tatsache, dass die Zinskurve Rezessionen auf unterschiedlichen Märkten und nicht nur in den USA gut prognostiziert, verleiht diesem Indikator enormes Gewicht. Allerdings konzentrieren sich die meisten Börsianer wegen der Wichtigkeit des Marktes und der leichten Verfügbarkeit der Daten auf die US-Zinskurve.



Die Zinskurve mit der besten Prognosekraft

Es gibt verschiedene Varianten der Zinskurve als Rezessionsindikator. Häufig vergleichen Investoren die Zinsen von 10-jährigen und 2-jährigen US-Staatsanleihen. Eine Untersuchung der Federal Reserve Bank of San Francisco kommt jedoch zu dem Schluss, dass der Indikator am zuverlässigsten funktioniert, wenn man auf die Zinsen von 10-jährigen US-Staatsanleihen und auf jene von 3-monatigen US-Staatsanleihen abstellt. Wenn letztere höher sind als erstere oder wenn die beiden Zinssätze ungefähr gleich sind, deutet das auf eine bevorstehende Rezession hin.



Warum funktioniert die Zinskurve als Rezessionsindikator?

Obwohl die Zinskurve als Indikator gut funktioniert, weiss niemand genau, warum das so ist. Es handle sich um «eine Tatsache auf der Suche nach einer Theorie», heisst es in einem Forschungspapier. Die meisten Erklärungen beruhen auf der Annahme, dass die Zinskurve Änderungen der Geldpolitik widerspiegelt oder die Ansichten des Marktes über die künftigen wirtschaftlichen Bedingungen erfasst. Dies würde bedeuten, dass die Zinskurve lediglich die Bedingungen für eine Rezession abbildet, aber nicht deren Ursache ist. Andere Erklärungen weisen jedoch auf eine aktivere Rolle einer flachen oder invertierten Zinskurve hin, entweder durch negative Auswirkungen auf die Rentabilität der Banken oder durch eine sich selbst erfüllende Prophezeiung.



Experten relativieren die Gefahr einer Rezession

Weil keine Erklärung ganz zu überzeugen vermag und eine echte theoretische Fundierung der Zinskurve als Rezessionsindikator bisher nicht gelungen ist, bleibt viel Raum für Zweifel. Das konnte man im letzten Sommer beispielhaft beobachten. Ende Mai 2019 invertierte sich die Zinskurve, wobei die Invertierung bis im Oktober anhielt. Gewichtige Stimmen relativierten dieses Warnsignal jedoch. So beruhigte etwa die ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank Janet Yellen, die Zinskurve habe weniger Prognosekraft als früher. Genau dasselbe sagten allerdings auch ihre Kollegen Alan Greenspan und Ben Bernanke, kurz bevor im Jahr 2008 die amerikanische Wirtschaft mit Hunderten Milliarden Dollar gestützt werden musste.



Der Kassandra-Effekt

Wenn die Zinskurve sich invertiert, deutet das auf eine baldige Rezession hin. Die Zinskurve leidet jedoch unter einem ausgesprochenen Kassandra-Effekt. Das ist auch heute wieder der Fall, sonst wären die Börsen weniger gelassen. Es ist ein wiederkehrendes Muster, dass angesehene Experten die Zuverlässigkeit der Zinskurve für die Prognose von Rezessionen anerkennen, aber argumentieren, dass die Vergangenheit in der gerade aktuellen Situation kein guter Massstab sei. Die heutigen Verhältnisse seien zu anders. Das war insbesondere in den Jahren 2007/2008 und im Jahr 2000 so. 

Mit anderen Worten: In den letzten Jahrzehnten gab es bei jeder Invertierung der Zinskurve gewichtige Stimmen, die eine Variante des «This time is different»-Arguments anführten. Und anschliessend nicht besonders gut aussahen. Mal war der Grund für die angeblich verminderte Prognosekraft der Zinskurve, dass vor allem ausländische Zentralbanken, nicht US-Investoren, stark am Markt aktiv waren, mal war der Grund, dass besonders viele Ersparnisse auf der Jagd nach Renditen seien, heute sind es die tiefen Zinsen. Schwierig ist eine Einschätzung für Investoren, weil immer eine gewisse Wahrscheinlichkeit besteht, dass die Verhältnisse heute tatsächlich andere sind und die Zinskurve deshalb wirklich an Aussagekraft verloren hat.



Was sollten Privatanleger tun?

Die Zinskurve hatte sich bereits im Mai 2019 für einige Monate invertiert und tat das dieses Jahr erneut. Das sind starke Hinweise auf eine mögliche US-Rezession in einigen Monaten. Aber es sind eben keine absolut sicheren Hinweise. Privatanleger haben im Prinzip nur zwei Möglichkeiten: Sie akzeptieren die Prognosekraft der Zinskurve und treffen Vorkehrungen, sich für eine Rezession in nicht allzu ferner Zukunft zu positionieren. Oder sie verwerfen das Warnsignal, was allerdings gleichzeitig bedeutet, dass sie sich ins «This time is different»-Lager stellen. Es ist klar, diese Entscheidung ist weder einfach noch trivial. Anleger sollten sie deshalb auf der Basis einer bewussten Überlegung treffen.


Weiterführende Links:

Ein verständliches Research-Paper zum derzeitigen Wissensstand: Is a recession imminent ? The signal of the yield curve. (Backer / Deroose / Van Nieuwenhuyze).

Die Renditen von 10-jährigen US-Staatsanleihen minus Renditen von 3-monatigen US-Staatsanleihen: 10-Year Treasury Constant Maturity Minus 3-Month Treasury Constant Maturity.



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Wenn die Entwicklungshilfe der Weltbank plötzlich auf Schweizer Bankkonten landet

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An den Hilfsgeldern der Weltbank bereichern sich die Eliten der Empfängerländer in hohem Mass. Zu diesem brisanten Schluss kommt eine Weltbankstudie, die bankintern für grosse Unruhe sorgt.  

Penny Goldberg gibt ihr Amt als Chefökonomin der Weltbank nach wenigen Monaten wieder auf. 

Salvatore Di Nolfi /Keystonr

Die Personalie hat es in sich. Erstaunlich am Rücktritt von Penny Goldberg als Chefökonomin der Weltbank ist nicht nur, dass die Professorin den prestigeträchtigen Posten schon nach 15 Monaten wieder abgibt. Unklar ist auch das Motiv. Glaubt man dem Magazin «The Economist», führt eine Weltbankstudie mit dem Titel «Elite Capture of Foreign Aid» auf die richtige Fährte. Verfasst wurde die Schrift von drei Forschern, deren Meinung – wie es in den Fussnoten stets heisst – nicht mit jener der Weltbank zu übereinstimmen hat. Für einmal ist der routinemässige Disclaimer durchaus relevant, denn die Studie wirft kein gutes Licht auf die Welt­bank und andere Entwicklungsorganisationen.

Laut der Studie landet ein gewichtiger Teil internationaler Entwicklungshilfe nicht bei den Hilfebedürftigen, sondern bei der – zumeist wohlhabenden – Elite der Empfängerländer. Im­mer dann, wenn Hilfegelder transferiert werden, sind bei den Empfängern nämlich deutlich höhere Überweisungen auf Bankkonten in Steueroasen zu beobachten; das gilt vor allem mit Blick auf Schweizer Konten. Die Vermutung: Die Eliten zwacken einen Teil des Geldes ab – die Studie schätzt den Anteil auf durchschnittlich 7,5% – und überweisen es in Finanzzentren, die ihren Kunden viel Diskretion versprechen. Gezeigt wird dies für die 22 am stärksten von Entwicklungshilfe abhängigen Länder zwischen 1990 und 2010.

Was hat dies mit dem Rücktritt von Goldberg zu tun? Offenbar entbrannte um die Publikation ein Streit. Denn deren Erkenntnisse stützen sich auf Da­ten der Welt­bank. Einige hochrangige Vertreter der Bank hätten es laut dem «Economist» lieber gesehen, wenn die Studie unter Verschluss geblieben wäre. Immerhin legt die Schrift den unrühmlichen Schluss nahe, dass ein grosser Brocken der Weltbankgelder in irgendwelchen Steueroasen landet. Nachdem der Streit aber publik wurde, veröffentlichte man die Studie diesen Mittwoch offiziell als Working Paper. Hätte man darauf verzichtet, wäre nicht nur die Mittelverwendung der Weltbank, sondern auch die Integrität deren Forschung in Frage gestellt worden.



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EnWave Corporation: EnWave – Änderungen im Kaufvertrag beschlossen

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Die Inbetriebnahme der ersten 60 kW ‚REV™‘-Maschine ist soll in den kommenden Monaten erfolgen.

 

Die Trocknungs-Technologieexperten für Lebensmittel, Medizin, aber auch
medizinisches Cannabis der EnWave Corporation (ISIN: CA29410K1084 /TSX-V: ENW) haben einer Änderung eines Gerätekaufvertrags mit Medican Organic Inc., einer Tochtergesellschaft der The Green
Organic Dutchman Holdings Ltd. (TGOD), zugestimmt.

 

Demzufolge wurde der am 26. März 2019 abgeschlossene Vertrag über drei 120
kW ‚Radiant Energy Vacuum‘-Maschinen (‚REV™‘), mit optionaler Zusatzausrüstung wie Roboterarmen, für die Installation in TGOD´s kanadischem Werk in Valleyfield, aus nicht näher genannten Gründen
auf nur noch eine reduziert. Die Inbetriebnahme der zuerst bestellten 60 kW ‚REV™‘-Maschine ist bereits für die kommenden Monate geplant.

 

Immerhin entsteht EnWave – https://www.commodity-tv.com/play/enwave-targeting-profitability-in-20 … – kein nennenswerter finanzieller Schaden. Denn TGOD hat EnWave die erste 120 kW ‚REV™‘-Maschine vollständig
und die anderen beiden Maschinen bereits angezahlt. Die Anzahlungen für die beiden nicht abgenommenen ‚REV™‘-Maschinen werden nicht zurückgezahlt, und decken somit alle bisherigen
Herstellungskosten ab, einschließlich einer akzeptablen Ausfallentschädigung. Somit hat EnWave jetzt bereits zwei vorgefertigte 120 kW ‚REV™‘-Maschinen auf Lager, die im Bedarfsfall sehr schnell an
Kunden in der Cannabis- oder Lebensmittelbranche ausgeliefert werden können.

 

Das kommerzielle, gebührenpflichtige Lizenzabkommen zwischen EnWave und TGOD
läuft allerdings weiterhin wie vereinbart. TGOD beabsichtigt, die durch ‚REV™‘ ermöglichten betrieblichen Vorteile für die hochpräzise, kontrollierte und schnelle Dehydration von Cannabis wirksam
einzusetzen. EnWave geht davon aus, noch im Geschäftsjahr 2020 die ersten Lizenzgebühren von TGOD zu erhalten.

 

 

Viele Grüße

Ihr

Jörg Schulte

 

 

 

 

 

 

Gemäß §34 WpHG weise ich darauf hin, dass Jörg Schulte, JS Research UG
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Überschwemmungen, Stürme), Veränderungen der rechtlichen Situation (z.B. Ex- und Importverbote, Strafzölle, Verbot von Rohstoffförderung bzw. Rohstoffexploration, Verstaatlichung von Projekten),
umweltrechtliche Auflagen (z.B. höhere Kosten für Umweltschutz, Benennung neuer Umweltschutzgebiete, Verbot von diversen Abbaumethoden), Schwankungen der Rohstoffpreise und erhebliche Explorationsrisiken.

 

Disclaimer: Alle im Bericht veröffentlichten Informationen beruhen auf
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die persönliche Meinung von Jörg Schulte wieder und ist auf keinen Fall mit einer Finanzanalyse gleichzustellen. Bevor Sie irgendwelche Investments tätigen, ist eine professionelle Beratung durch
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