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Triumph für Jeff Bezos: Microsoft muss Pentagon-Auftrag vorläufig anhalten

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Jeff Bezos (hier mit seiner Lebensgefährtin Lauren Sanchez) will sogar den US-Präsidenten unter Eid aussagen lassen.

Guten Morgen! Während ihr geschlafen habt, ging andernorts die Arbeit in der Digitalszene weiter.

Die Top-Themen:

Jeff Bezos zieht alle Register: Der Amazon-Chef liegt im Clinch mit US-Präsident Donald Trump, dem er vorwirft, die Entscheidung eines Großauftrags zugunsten von Microsoft beeinflusst zu haben. Tatsächlich hat ein US-Gericht die Arbeit Microsofts an dem Cloudauftrag für das Pentagon nun vorläufig gestoppt. Amazon hat eine einstweilige Verfügung erwirkt.

Bereits Anfang der Woche war bekannt geworden, dass Amazon den US-Präsidenten unter Eid aussagen lassen will. Nachdem Microsoft den Zuschlag für den lukrativen Militärauftrag erhalten hatte, sind Amazon über zehn Milliarden US-Dollar durch die Lappen gegangen. Bezos geht es bei dem Streit aber höchstwahrscheinlich mehr ums Prinzip, denn an Geld mangelt es dem reichsten Mann der Erde nicht. In Los Angeles kaufte er jetzt die bisher teuerste Privatimmobilie – ein Anwesen in Beverly Hills für 165 Millionen Dollar. [Mehr bei Techcrunch, Handelsblatt und Handelsblatt]

Auf Gründerszene: Die Ära der E-Tretroller könnte in Deutschland nach weniger als einem Jahr schon wieder vorbei sein. Kaum zugelassen, drohen drastische Regulierungen. Sollte der Bundesrat diesen Freitag die Änderungen der Straßenverkehrsordnung beschließen, könnte das massiv das bisherige Geschäftsmodell beeinträchtigen. [Mehr bei Gründerszene

Und hier die weiteren Schlagzeilen der Nacht:

Flywire hat die Milliarden-Dollar-Bewertung geknackt und ist damit zum Einhorn aufgestiegen. Goldman Sachs hat zuvor 120 Millionen US-Dollar in das Zahlungs-Startup investiert. Das in Boston ansässige Flywire stellt Technologien her, mit denen Unternehmen in den Bereichen Gesundheitswesen, Bildung und Reisen Zahlungen verwalten können. Flywire gab am Donnerstag zudem bekannt, Simplee, eine Technologieplattform für das Gesundheitswesen, erworben zu haben. [Mehr bei Bloomberg]

Roku hat besser als erwartete Quartalszahlen vorgelegt und mit einem Umsatz in Höhe von 411 Millionen US-Dollar die Erwartungen der Analysten deutlich übertroffen. Der Streaming- und Hardware-Anbieter prognostiziert, dass innerhalb der kommenden vier Jahre die Hälfte aller US-Haushalte entweder noch nie Kabelfernsehen gehabt oder ihr Abonnement gekündigt haben wird. Stattdessen werden die Verbraucher zu den billigeren Internet-Streaming-Diensten wechseln. [Mehr bei CNBC und CNBC]

Nvidia hat sich nach einer Reihe schwacher Quartale wieder erholt. Im vierten Quartal 2019 kletterten die Erlöse der Grafikchip-Herstellers aus Kalifornien um 41 Prozent auf 3,11 Milliarden US-Dollar. [Mehr bei Wall Street Journal]

Huawei muss sich erneut vor Gericht verantworten. Die USA klagen den chinesischen Smartphone-Hersteller wegen Industriespionage und der Verletzung geistigen Eigentums an. Auf Englisch lautet der Vorwurf „Racketeering“. Man beruft sich dabei auf einen Passus, der vor Jahrzehnten eingeführt wurde, um organisiertes Verbrechen besser verfolgen zu können. [Mehr bei Handelsblatt und Wall Street Journal]

Alibabas Management hat am Donnerstag bereits gewarnt, dass sich der Ausbruch des Coronavirus im laufenden Quartal bis März negativ auf die Einnahmen des chinesischen E-Commerce-Händlers auswirken wird. Auch das chinesische Startup 58 Home, das Reinigungs- und Wartungsdienste für Haushalte in ganz China anbietet, verzögert seinen Börsengang in den USA aus Sorge, dass das Coronavirus sein Geschäft beeinträchtigt. [Mehr bei The Information und Bloomberg]

Unser Lesetipp auf Gründerszene: Das Coronavirus wird auch in Deutschland immer mehr zum Problem für Startups. Denn seit sich der Covid-19-Erreger aus China heraus verbreitet, können dort Millionen Menschen nicht zur Arbeit gehen. Die Folgeerscheinungen spürt man inzwischen auch bei uns. [Mehr bei Gründerszene]

Einen schönen Freitag!

Eure Gründerszene-Redaktion

Bild: SUJIT JAISWAL/AFP via Getty Images





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Leipzig ist der Standort von Europas leistungsstärkstem Schnellladepark

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Porsches neuer Schnellladepark in Leipzig. (Foto: Porsche)

An seinem sächsischen Produktionsstandort hat Porsche einen neuen Ladepark ans Netz gebracht. Dessen Gesamtleistung beträgt sieben Megawatt und ist damit in Europa führend.

Im Porsche-Kundenzentrum nahe Leipzig stehen Elektromobilisten ab sofort zwölf Schnellladesäulen mit 350 Kilowatt (Gleichstrom) und vier Ladepunkte mit 22 Kilowatt (Wechselstrom) zur Verfügung. Der Betrieb läuft rund um die Uhr und an allen Wochentagen. Dabei ist die Nutzung während der Pilotphase bis Ende März 2020 zunächst kostenlos. Danach will Porsche die Abrechnung zu den jeweiligen Ladekarten-Konditionen der verschiedenen Mobilitätsanbieter vornehmen.

100 Kilometer in 5 Minuten laden

Mit seiner Gesamtleistung von sieben Megawatt handelt es sich beim Leipziger Ladestützpunkt um den leistungsstärksten Schnellladepark Europas, der zudem noch vollständig mit Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben wird.

Durch die Platzierung im Dreieck zwischen den Autobahnen 9, 14 und 38 erweise sich der Schnellladepark auch für den Transitverkehr als attraktive Bereicherung, so Porsche-Leipzig-Chef Gerd Rupp. Dabei stehe der Ladepark für Fahrzeuge aller Marken zur Verfügung. Voraussetzung sei indes das Vorhandensein eines Combined-Charging-System-Anschlusses (CCS). Kann das angeschlossene Fahrzeug die volle Leistung abrufen, soll das Aufladen einer Reichweite von 100 Kilometern in nur rund fünf Minuten möglich sein.

Ladepark auf dem Werksgelände

Der Ladepark ist nicht vollkommen frei zugänglich. Er muss vielmehr am Porsche-Kundenzentrum über die Besucherpforte nahe der Autobahnabfahrt Leipzig-Nord angefahren werden. Rund um den Ladepark können Stromkunden weitere Angebote des Herstellers in Anspruch nehmen. Dazu gehört etwa der Besuch der historischen Fahrzeugausstellung oder des angegliederten Shops. Ebenso können sogenannte Fahrerlebnisprogramme auf der hauseigenen Rundstrecke gebucht werden.

Diese bereits verfügbaren Angebote will Porsche-Vertriebsleiter Jens Walther künftig noch stärker auf die Ladekunden zuschneiden. Damit soll „Stromtanken bei Porsche zum Erlebnis“ werden. Auch Tesla hatte bereits vor zwei Jahren eine Art Raststätten-Konzept für seine neuen Supercharger-Standorte angekündigt.

Porsche baut Leipzig weiter zum Stromerstandort um

Zudem wird das Leipziger Werk weiterhin für die Produktion der Elektrofahrzeuge des Herstellers umgebaut. So entsteht unter anderem ein weiterer Karosseriebau für die nächste Generation des Macan, der als rein elektrisch betriebene Modellreihe vom Band laufen soll.

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Porsches Schnellladepark in Leipzig ist Europas leistungsstärkster Ladestandort

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Porsches neuer Schnellladepark in Leipzig. (Foto: Porsche)

An seinem sächsischen Produktionsstandort hat Porsche einen neuen Ladepark ans Netz gebracht. Dessen Gesamtleistung beträgt sieben Megawatt und ist damit in Europa führend.

Im Porsche-Kundenzentrum nahe Leipzig stehen Elektromobilisten ab sofort zwölf Schnellladesäulen mit 350 Kilowatt (Gleichstrom) und vier Ladepunkte mit 22 Kilowatt (Wechselstrom) zur Verfügung. Der Betrieb läuft rund um die Uhr und an allen Wochentagen. Dabei ist die Nutzung während der Pilotphase bis Ende März 2020 zunächst kostenlos. Danach will Porsche die Abrechnung zu den jeweiligen Ladekarten-Konditionen der verschiedenen Mobilitätsanbieter vornehmen.

100 Kilometer in 5 Minuten laden

Mit seiner Gesamtleistung von sieben Megawatt handelt es sich beim Leipziger Ladestützpunkt um den leistungsstärksten Schnellladepark Europas, der zudem noch vollständig mit Strom aus regenerativen Energiequellen betrieben wird.

Durch die Platzierung im Dreieck zwischen den Autobahnen 9, 14 und 38 erweise sich der Schnellladepark auch für den Transitverkehr als attraktive Bereicherung, so Porsche-Leipzig-Chef Gerd Rupp. Dabei stehe der Ladepark für Fahrzeuge aller Marken zur Verfügung. Voraussetzung sei indes das Vorhandensein eines Combined-Charging-System-Anschlusses (CCS). Kann das angeschlossene Fahrzeug die volle Leistung abrufen, soll das Aufladen einer Reichweite von 100 Kilometern in nur rund fünf Minuten möglich sein.

Ladepark auf dem Werksgelände

Der Ladepark ist nicht vollkommen frei zugänglich. Er muss vielmehr am Porsche-Kundenzentrum über die Besucherpforte nahe der Autobahnabfahrt Leipzig-Nord angefahren werden. Rund um den Ladepark können Stromkunden weitere Angebote des Herstellers in Anspruch nehmen. Dazu gehört etwa der Besuch der historischen Fahrzeugausstellung oder des angegliederten Shops. Ebenso können sogenannte Fahrerlebnisprogramme auf der hauseigenen Rundstrecke gebucht werden.

Diese bereits verfügbaren Angebote will Porsche-Vertriebsleiter Jens Walther künftig noch stärker auf die Ladekunden zuschneiden. Damit soll „Stromtanken bei Porsche zum Erlebnis“ werden. Auch Tesla hatte bereits vor zwei Jahren eine Art Raststätten-Konzept für seine neuen Supercharger-Standorte angekündigt.

Porsche baut Leipzig weiter zum Stromerstandort um

Zudem wird das Leipziger Werk weiterhin für die Produktion der Elektrofahrzeuge des Herstellers umgebaut. So entsteht unter anderem ein weiterer Karosseriebau für die nächste Generation des Macan, der als rein elektrisch betriebene Modellreihe vom Band laufen soll.

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Sind Startup-Jobs Fluch oder Segen? Was euch diese Woche erwartet

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Neue Woche, neue Themen. Weil vieles einfach so an einem vorbeirauscht, verraten wir hier schon einmal, was euch in der kommenden Woche auf Gründerszene erwartet.

Wer in einem Startup arbeiten möchte, hat derzeit gute Karten. Durchschnittlich sollen laut der letzten Ausgabe des Deutschen Startup Monitors im laufenden Jahr pro Startup 7,95 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eingestellt werden. Das sind immerhin 1,4 geplante Neueinstellungen mehr als im vorangegangenen Jahr. Insgesamt wollen alle an der Studie teilnehmenden Unternehmen knapp 14.000 neue Personen innerhalb eines Jahres einstellen. Im Regionalvergleich zeigt sich, dass insbesondere die Unternehmen in Berlin (15,2) und München (14,7) mit vielen Neueinstellungen planen.

Gleichzeitig hat die bunte Tischtennis-Kicker-Plüscheinhornromantik, die lange das Bild des Startup-Lebens geprägt hat, in den vergangenen Monaten und Jahren etwas an Glitzer verloren. In vielen Fällen ist das positiv: Sie ist einer realistischeren Vorstellung gewichen, weil gemeinhin verstanden wird, dass große Finanzierungsrunden auch mit entsprechenden Erwartungen verbunden sind. Manchmal hat der Druck auch zu unschönen Extremen geführt. Hinter vorgehaltener Hand ist mitunter zu hören, dass vor allem Praktikanten und junge Mitarbeiter regelrecht ausgebeutet werden: lange Arbeitstage, Hire-and-fire-Mentalität. Klar, man könnte einfach kündigen. Aber wie sieht das dann im Lebenslauf aus? Als Jobhopper möchte man ja auch nicht gelten.

Beim Verständnis der Gründer in Sachen Startup-Jobs fallen ebenfalls Ungereimtheiten auf. So wird in der Szene zum Beispiel gern gejammert, dass es zu wenige Entwickler gibt. In vielen Teilen Deutschlands (auch in Berlin) kommen auf eine Ausbildungsstelle für Fachinformatik zwei bis drei Interessent*innen, wie unsere Redakteurin Elisabeth Neuhaus recherchiert hat. Eigentlich könnten Startups die Lücken also selbst schließen – nur müssten sie dann etwas Zeit dafür investieren.

Nichts hat sich bei all dem an den weiteren, eigentlich wichtigen und richtigen Gründen geändert, warum die Arbeit in einem Startup sinnvoll ist: junge Teams, schnelle Entscheidungen, digitale Geschäftsmodelle und die Möglichkeit, etwas zu bewegen. Eher als in anderen Bereichen der Wirtschaft jedenfalls. Deswegen wollen wir auf Gründerszene in der kommenden Woche einmal einen genaueren Blick darauf werfen, wie der Jobeinstieg im Startup gut gelingen kann.

  • Wir haben mit der HR-Chefin des Mobility-Startups Omio darüber geredet, wie der Jobeinstieg gut gelingt. Ihre Antworten und Tipps hört ihr ab Dienstag im Gründerszene-Podcast.
  • Wie schädlich ist Jobhopping wirklich? Unser Redakteur Daniel Hüfner hat sich dieser Frage angekommen. Was er herausgefunden hat, wie Karriereberater Startup-Lebensläufe beurteilen und ob man trotz mehreren Startup-Stationen noch einen Konzernjob landen kann, lest ihr in seinem Feature.
  • Im anonymen Jobprotokoll berichtet ein Gründer, warum er in seinem Unternehmen gleich ganz auf Praktikanten verzichtet hat.
  • Wir haben mit Azubis und ausbildenden Startups darüber gesprochen, ob angelernte Mitarbeiter für Startups womöglich mehr wert sind als frisch gebackene Uni-Absolventen.

Diese und weitere Texte zur Arbeit in Startups könnt ihr in den kommenden Tagen auf Gründerszene lesen. Wir wünschen euch viel Spaß bei der Lektüre!

Zum Schluss wie immer noch ein Lesetipp aus der vergangenen Woche: 


VC-Analyse:

Diese 10 deutschen Startups könnten bald Unicorns sein

Prominente VCs haben 400 Startups analysiert, die demnächst die Milliardenbewertung knacken könnten. Wir zeigen euch die deutschen Unicorn-Hoffnungen.

 

Bild: Westend61 / Gettyimages





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