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Was hinter der Repo-Krise steckt

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Der US-Repo-Markt weist enorme Unwuchten auf, auch was die Anreize betrifft. Es ist sogar möglich, dass mächtige Finanzakteure versucht haben, gezielt Marktturbulenzen herbeizuführen. 

Die US-Notenbank unter ihrem Chef Jerome Powell musste aufgrund von Turbulenzen im Repo-Markt eingreifen und Liquidität zur Verfügung stellen.

Joshua Roberts / Reuters

Manche der Prophezeiungen waren geradezu apokalyptisch. Am Jahresende könne es am Repo-Markt zu schwerwiegenden Verwerfungen kommen, hiess es noch zu Weihnachten. Passiert ist dann aber – nichts. Und viele Leute fragen sich: Was hat es mit diesen Verwerfungen auf sich, und was genau ist der Repo-Markt überhaupt? Für eine Antwort ist es hilfreich, sich zunächst einige Fakten zu vergegenwärtigen.

In der Finanzkrise wurde klar, dass die grossen Geldhäuser zwar gigantische Geldsummen bewegten, diese Geschäfte aber kaum mit liquiden Eigenmitteln unterlegt waren. Das Regelwerk Basel III sollte das ändern. Eine der Vorschriften darin besagt, dass systemwichtige Banken jederzeit eine so grosse Liquidität vorhalten müssen, dass sie ihre Geschäfte während 30 Tagen aus diesem Polster finanzieren können. Damit fand ein Regimewechsel statt, denn die Basel-III-Vorschrift stellt auf die Intraday-Liquidität ab und nicht auf verrechnete Werte. Was heisst das?

Ein Beispiel macht die Sache klarer: Die systemwichtige Bank A kauft von Bank B Wertschriften für 5000 $. Später am selben Tag kauft Bank B von Bank A andere Wertschriften für ebenfalls 5000 $. Vor Basel III waren für die Liquiditätsanforderungen nur die verrechneten Werte massgeblich. Weil diese für beide Banken bei null liegen, hätten sich daraus auch keine Konsequenzen für die Liquiditätsreserven ergeben. Mit Basel III hat nun aber Bank A für diese 5000 $ eine Liquiditätsreserve zu halten. 

Das macht zwar das Finanzsystem sicherer, aber den systemwichtigen Banken gefällt das keinesfalls. Denn das Bereithalten von Liquidität ist teuer. Vor Basel III konnten die Banken ihre liquiden Mittel leichter für ertragbringende Geschäfte nutzen. Und hier liegt die Verbindung zum Repo-Markt. Denn dieser ist ein bewährtes Vehikel, um liquide Mittel anzulegen.



Es geht um Barkredite

Der Repo-Markt ist ein wichtiger Bestandteil des Schattenbanken-Sektors. Mit Schattenbanken sind Finanzakteure gemeint, welche die Funktionen von Banken übernehmen (beispielsweise Kredite vergeben), aber nicht wie diese reguliert werden. Die schwache Regulierung des Repo-Marktes ist kein Zufall. Seit dieser Markt während des Ersten Weltkriegs an Wichtigkeit gewann, diente er dazu, Regulierungsbestimmungen zu umgehen. Trotzdem ist er für das reibungslose Funktionieren der Finanzmärkte sehr wichtig, denn hier können sich die Finanzakteure kurzfristig benötigte Barmittel verschaffen.

Vereinfacht gesagt geht es auf dem Repo-Markt um Kredite für Finanzmarktakteure. Wer Geld braucht, kann sich durch ein Repo-Geschäft mit Cash versorgen, muss allerdings der Gegenpartei Wertschriften als Pfand überlassen. Umgekehrt können Akteure mit hohen Cash-Beständen diese sicher anlegen (indem sie sie als Kredit vergeben) und erhalten dafür Zinsen.

Diese Art des Kredits hat erhebliche Vorteile für Institutionen, die viele Barmittel haben. Denn im Gegensatz zu normalen Krediten erhalten sie bei Repo-Geschäften eine Sicherheit in Form von Wertpapieren (diese Sicherheit senkt die Kosten für Kreditnehmer; Repo-Kredite sind daher billig zu haben). Ausserdem werden Repo-Geschäfte in den meisten Fällen «overnight» abgeschlossen, sie sind also im Prinzip nach nur einem Tag fällig. Zwar werden sie oft immer wieder verlängert, so dass sie insgesamt über mehrere Monate laufen können, aber der Geldgeber kann täglich sein Geld zurückhaben, wenn er das will.

Aber auch für die Kreditnehmer hat dieses Arrangement grosse Vorteile. Angenommen, eine Investmentbank hat viele Staatsanleihen gekauft. Dann ist das Geld gebunden, eben in Form dieser Staatsanleihen. Aber auf dem Repo-Markt kann die Investmentbank diese Titel zu Geld machen. Sie profitiert weiterhin von eventuellen Dividenden oder Kursgewinnen, hat aber nun flüssige Mittel, die sie für weitere Geschäfte verwenden kann.



Der Repo-Markt ist anfällig für Ansteckungseffekte

Die nach Repo-Krediten Nachfragenden benutzen das erhaltene Geld in der Regel, um damit selber Kredite zu vergeben oder um damit zu spekulieren. Ausserdem wird Geld benötigt, um das eigene Unternehmen für Aufsichtsbehörden, Investoren und die Öffentlichkeit finanziell stark erscheinen zu lassen. So steigt an jedem Quartalsende die Nachfrage nach Repo-Krediten kurzzeitig an, weil viele Akteure Geld für das vierteljährliche Window-Dressing, das Aufhübschen der Bilanz, benötigen.

Es gibt noch eine weitere Besonderheit. Der Kreditgeber in einem Repo-Geschäft kann die als Sicherheit erhaltenen Wertpapiere seinerseits als Sicherheit verwenden, um einen Repo-Kredit aufzunehmen. Dadurch wird der ursprüngliche Kreditgeber anschliessend oft zum Kreditnehmer, wodurch er wieder liquide Mittel hat. Der nächste Kreditgeber kann diese Wertschriften ebenfalls wieder als Sicherheit für ein Repo-Geschäft verwenden, so dass mitunter eine ganze Kaskade von über dieselben Wertschriften verbundenen Repo-Geschäften entsteht.

Das ist nicht ohne Risiko. Denn falls der Kurs der Wertschriften sinkt, kann ein Kreditgeber verlangen, dass der Kreditnehmer mehr Sicherheiten bereitstellt. Zudem ist es aufgrund der Kaskadeneffekte möglich, dass ein negatives Ereignis weit ausstrahlt und viele Marktteilnehmer betrifft, so dass auf diese Weise eventuell eine neue Finanzkrise entstehen könnte.



Angst vor der Katastrophe

Manche Experten befürchteten Ende des letzten Jahres eine ungünstige Kombination von mehreren Entwicklungen, welche die eingangs erwähnte Katastrophe auslöse. Erstens benötigen Finanzunternehmen am Ende eines Jahres immer besonders viel Geld für das Window-Dressing. Zweitens könnten die grossen Banken, so das Argument, dem Repo-Markt wegen Basel III nicht mehr genug Geld zur Verfügung stellen. Und drittens warfen Kritiker der US-Zentralbank Fed vor, sie erhöhe durch ihre Aktionen die Wahrscheinlichkeit einer Liquiditätskrise auf dem Repo-Markt. Denn die Fed hatte Ende 2017 begonnen, ihre Bilanz zu verkürzen und Liquidität abzuschöpfen. Während den Marktakteuren zuvor die Liquidität von der Fed geradezu nachgeworfen wurde, mussten sie sich ab 2018 zunehmend auf dem Repo-Markt mit Barmitteln versorgen.

Zunächst schienen sich die Befürchtungen der Warner zu bestätigen. Im September 2019 schossen die Zinsen auf dem Repo-Markt stark in die Höhe. Dann aber sprang die Fed ein und stellte in grossem Umfang Liquidität zur Verfügung (und tut das bis heute). Die Zinsen sanken wieder in den Normbereich. Auch am Jahresende kam es, dank den Eingriffen der Fed, nicht zu der befürchteten Störung. Ist damit das Problem aus der Welt? Nicht ganz.



Aufeinanderprallen verschiedener Interessen

Die Banken sagen beispielsweise, dass die Liquiditätsvorschriften sie zwingen würden, dem Repo-Markt die nötige Liquidität vorzuenthalten. Sie wollen die strengere Regulierung durch Basel III, welche eine zweite Finanzkrise verhindern soll, so schnell wie möglich wieder abschütteln.

Und das ist ein Grund, hellhörig zu werden. Denn was die meisten Berichte über die Repo-Krise völlig ausblenden, ist die risikoreiche Gesamtstruktur des Repo-Marktes. Diese Struktur ist gekennzeichnet von einer nur lückenhaften Regulierung, Informationsasymmetrien und monopolistischen Akteuren. So stellen etwa die vier grössten US-Banken 30% der Repo-Kredite zur Verfügung, und die wichtigste Bank, JP Morgan, kann durch ihre Handlungen die Zinsen des gesamten Marktes beeinflussen.

Die gängigste Erklärung für die Repo-Probleme lautet, dass die Basel-III-Vorschriften den Banken zu wenig Raum für Repo-Geschäfte liessen und die Fed zu viel Liquidität abgeschöpft habe. Deshalb fehle es dem Repo-Markt an Liquidität, und ohne die Massnahmen der Fed drohe er einzufrieren. Diese muss also quasi ihre Bilanzverkürzung rückgängig machen, um die Funktion des Repo-Marktes (und damit des Finanzsystems) zu gewährleisten.



Problematische Marktstrukturen

Aber niemand kann wissen, ob das tatsächlich so ist. Bisher nur wenig zur Sprache kam etwa die Marktmacht der grossen US-Banken. Dabei ist dies ein besonders problematischer Punkt, weil es für die systemwichtigen US-Geldhäuser Anreize gibt, den Repo-Markt zu ihrem eigenen Vorteil, aber zum Nachteil der Allgemeinheit zu manipulieren.

So können die grossen Banken die Liquiditätsanforderungen durch Basel III umgehen, indem sie auf Swap-Geschäfte, unter anderem Devisen-Swaps, ausweichen. Der Markt für Devisen-Swaps ist noch weniger reguliert als der Repo-Markt. Devisen-Swaps und Devisen-Termingeschäfte kommen wie Repos Dollarkrediten gleich, aber im Gegensatz zu Repos müssen diese Swaps nicht in der Bilanz verbucht werden.

Es kann gut sein, dass die grossen US-Banken nicht aufgrund von Basel III oder der Fed zu wenig Repo-Liquidität angeboten haben, sondern weil viele Barmittel in Swap-Geschäften steckten. Nicht unwahrscheinlich ist auch, dass die Big Four der US-Banken die Marktspannungen von September billigend in Kauf genommen oder sie sogar gezielt herbeigeführt haben. Denn Spannungen auf dem Repo-Markt sind ein ausgezeichneter Hebel, um vom Staat Zugeständnisse bei der Regulierung zu erzwingen.

Was all dies zeigt, ist Folgendes: Der Repo-Markt ist hochkomplex und weist viele Unvollkommenheiten auf. Im Prinzip gibt es in der heutigen Situation nur drei Möglichkeiten: Entweder muss die Fed dem Repo-Markt bei Bedarf dauerhaft Liquidität bereitstellen. Oder die Auflagen für grosse Banken werden rückgängig gemacht. Und schliesslich könnten die USA ihren Repo-Markt effizienter regulieren.

Dafür müssten auch andere Bereiche, etwa die Swap-Märkte, strenger an die Kandare genommen werden. Die Trump-Regierung will jedoch gerade das Gegenteil tun und bestehende Regulierungen abschwächen. Für die kurzfristigen Gewinne der Banken dürfte das von Vorteil sein, für die langfristige Finanzmarktstabilität dagegen nicht.



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You’re stealing our water: Germans protest against Tesla gigafactory

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BERLIN (Reuters) – Around 250 Germans on Saturday protested in the outskirts of Berlin where electric car startup Tesla is planning to build a gigafactory, saying its construction will endanger water supply and wildlife in the area.

Demonstrators hold anti-Tesla posters during a protest against plans by U.S. electric vehicle pioneer Tesla to build its first European factory and design center in Gruenheide near Berlin, Germany January 18, 2020. REUTERS/Pawel Kopczynski

The U.S. carmaker announced plans last November to build its first European car factory in Gruenheide, in the eastern state of Brandenburg.

Politicians, unions and industry groups have welcomed the move, saying it will bring jobs to the region, but environmental concerns drove hundreds of locals to the streets on Saturday.

“We are here, we are loud, because Tesla is stealing our water,” protesters called.

Saturday’s protest came after a Brandenburg water association on Thursday warned against “extensive and serious problems with the drinking water supply and wastewater disposal” for the proposed factory.

Anne Bach, a 27-year-old environmental activist, said Tesla’s plans published earlier this month showed it would need more than 300 cubic meters of water per hour which would drain the area’s declining reserves.

“I am not against Tesla … But it’s about the site; in a forest area that is a protected wildlife zone. Is this necessary?” Bach said.

“In such an ecological system like the one here and with the background that climate is changing, I cannot understand why another location was not selected from the beginning,” said Frank Gersdorf, a member of “Citizens’ Initiative Gruenheide against Gigafactory”, a local group that organized Saturday’s protest.

Environmentalist protests in Germany have previously halted and delayed major companies’ plans such RWE’s lignite mining at the Hambach forest, near Cologne, which has become a symbol of the anti-coal protests.

Saturday’s protest, which Gersdorf and Bach said developed spontaneously from a 50-people forest walk demonstration, highlighted the deforestation of around 300 hectares to build the factory and its impact on wildlife, including birds, insects and bats.

People were also protesting against an expected “enormous” increase in traffic on a nearby highway and through the villages.

Next to the protest, on the other side of the street, around 20 people carried banners welcoming Tesla in their village, with children chanting, “We are here, we are loud, because Tesla is building our future.”

Bernd Kutz, a Gruenheide local, said Tesla would bring improvement to the area, create jobs and give chances to young people.

“I am here because I don’t understand those demonstrators who shout and show us the finger,” Kutz said. “Why has it always to be negative?”

Reporting by Riham Alkousaa; editing by Christina Fincher

Our Standards:The Thomson Reuters Trust Principles.



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Proteste gegen Weltwirtschaftsforum in Bern

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In Bern protestieren am Samstag mehrere hundert Personen gegen das Weltwirtschaftsforum (WEF) in Davos. Tags zuvor hatte US-Präsident Donald Trump seine Teilnahme am WEF bekräftigt. Dort wird er auch vier Bundesräte treffen. Die wichtigsten News zum WEF im NZZ-Blog.

(sda) Geschätzt um die tausend Personen haben sich am Samstag in der Berner Innenstadt an einer unbewilligten Kundgebung gegen das Weltwirtschaftsforum WEF in Davos und gegen das kapitalistische System teilgenommen. Zur Kundgebung aufgerufen hatten linksautonome Kreise. Angeführt wurde die Kundgebung von etwa 50 schwarz gekleideten Vermummten. Dahinter schlossen sich auch verschiedene kurdische Gruppen an, die gegen die militärische Offensive der Türkei in Nordsyrien demonstrierten.

Kapitalismusgegner brandmarkten in kurzen Ansprachen das Weltwirtschaftsforum in Davos als «Eispalast der Sozialen Kälte». Am WEF würden nicht Lösungen für die Konflikte in der Welt gesucht, sondern die Probleme geschaffen. Die Hauptgäste des Forums seien die Verursachenden von Unterdrückung.

Die Kundgebungsteilnehmer versammelten sich am Nachmittag auf dem Berner Bahnhofplatz. In der Innenstadt war die Polizei mit einem grösseren Aufgebot präsent. Über Lautsprecher wurden die Kundgebungsteilnehmenden von der Polizei angewiesen, friedlich zu bleiben und keine Sachbeschädigungen zu begehen, ansonsten werde man eingreifen. Beim Marsch durch die Stadt wurden Rauch- und Knallpetarden gezündet und Slogans skandiert. Bei einer Credit Suisse-Filiale klebten Aktivisten Plakate auf das Schaufenster, auf denen die Bank als «War Lord» – also als Kriegsherr, bezeichnet wurde. Kurz nach 16 Uhr zog der Kundgebungszug von der Innenstadt Richtung Länggasse.

Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, im Bild neben Finanzminister Ueli Maurer, wird die Bundesratsdelegation anführen

Peter Schneider, KEYSTONE

fab.

Am Freitagmittag hat die Bundeskanzlei das Programm der Bundesräte am WEF bekanntgegeben. Sämtliche sieben Magistraten werden nach Davos reisen. Eine Premiere ist das nicht: Das letzte Mal hat die Landesregierung 2015 in corpore Präsenz markiert. Das Programm ist reich befrachtet. Bereits am Montag, noch vor Eröffnung des Forums, findet das vermutlich wichtigste Treffen statt: Zum ersten Mal kommt der Bundesrat mit Ursula von der Leyen zusammen, der neuen Präsidentin der EU-Kommission. Angeführt wird die Schweizer Delegation durch Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga, die von Aussenminister Ignazio Cassis begleitet wird sowie von Karin Keller-Sutter, die für die Personenfreizügigkeit zuständig ist. Das Treffen gibt dem Bundesrat Gelegenheit, auf höchster Ebene über das weitere Vorgehen beim Rahmenabkommen zu sprechen. 

Das zweite grosse Treffen ist für Dienstag anberaumt: Bei der Zusammenkunft mit US-Präsident Donald Trump werden seitens der Schweiz sogar vier Bundesräte anwesend sein. Sommaruga wird hier eskortiert von Finanzminister Ueli Maurer, von Guy Parmelin, der als Wirtschaftsminister für die erhofften Freihandelsgespräche mit den Amerikanern zuständig ist, sowie von Aussenminister Cassis.

Insgesamt haben die Bundesräte rund 60 bilaterale Treffen vereinbart. Weitere werden womöglich kurzfristig noch hinzukommen. Der Bundesrat lässt in der Mitteilung vom Freitag keinen Zweifel daran, welch grossen Wert er dem WEF beimisst. Gleich vorneweg spricht er dem Forum, dessen Gründer Klaus Schwab sowie den Mitarbeitern ganz offiziell seinen Dank aus. Die Bundespräsidentin wird den Anlass denn auch gemeinsam mit Schwab am Dienstag eröffnen.

Die Landesregierung erweist dem WEF nicht nur mit der siebenfachen Präsenz die Ehre. Zusätzlich hat sie beschlossen, die Dépendance der offiziellen Schweiz in Davos – das «House of Switzerland» – nach dem Pilotprojekt letztes Jahr bereits weiter auszubauen. Das Schweizer Haus an zentraler Lage im Eisstadion wird für die diesjährige Ausgabe räumlich erweitert. Hinzu kommen neue Sitzungszimmer für bilaterale Gespräche der Bundesräte sowie Veranstaltungsräume.

Darüber hinaus macht der Bundesrat dem WEF ein hübsches Geschenk: Zur 50. Durchführung wird der Bund einen Bildband über das Forum herausgeben. Titel: «Hosting the world» (zu deutsch: die Welt beherbergen). Die Buchvernissage findet am Dienstag im Schweizer Haus statt.

Bildlegende....17 year-old Swedish climate activist Greta Thunberg gives a speech during a environmental  "Fridays for Future" climate strike demonstration to protest a lack of climate awareness, in Lausanne, Switzerland, Friday, January 17, 2020.

Bildlegende….17 year-old Swedish climate activist Greta Thunberg gives a speech during a environmental „Fridays for Future“ climate strike demonstration to protest a lack of climate awareness, in Lausanne, Switzerland, Friday, January 17, 2020.

Gabriel Monnet / KEYSTONE

(sda) Über 10 000 Jugendliche aus der ganzen Schweiz haben sich am Freitag in Lausanne zu einem Klimaprotest versammelt. Die schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg, die bereits im letzten Sommer die Hauptstadt des Kantons Waadt besucht hatte, war erneut dabei. Sie wird kommende Woche das WEF besuchen.

Das Schweizer Klimastreikkollektiv hatte alle Aktivisten des Landes eingeladen, an der nationalen Demonstration in Lausanne anlässlich des ersten Jahrestages der Bewegung teilzunehmen. Auch ein Jahr später kritisieren die Klimastreikenden noch immer «die Untätigkeit der Regierungen und Wirtschaftsführer». In der Menschenmenge waren alle Generationen vertreten. Die Jugendlichen stellten aber die überwiegende Mehrheit.

Auf Schildern und Bannern waren Slogans zu lesen wie zum Beispiel «Keine zwei Planeten wie diesen», «Stoppt den Kapitalismus» oder «Ich habe einen grünen Traum».



Thunberg kritisiert Regierungen

Die Parade verliess gegen 11 Uhr den Bahnhofsplatz und marschierte die  2,6 Kilometer lange Strecke durch die Strassen der Stadt bis zur Place de la Riponne. «Wir befinden uns nun in einem neuen Jahr und sind in ein neues Jahrzehnt eingetreten. Bisher haben wir in diesem Jahrzehnt keinerlei Anzeichen dafür gesehen, dass echte Klimaschutzmassnahmen kommen», sagte Thunberg in ihrer Rede. Das müsse sich ändern.  Das sei die Botschaft, die sie nächste Woche ans Weltwirtschaftsforum nach Davos bringen werde.

Thunberg war bereits im vergangenen August nach Lausanne gekommen. Die junge Frau, die gerade 17 Jahre alt geworden ist, nahm damals am einwöchigen «Smile For Future»-Gipfel an der Universität Lausanne teil. Auch der Gipfel endete mit einer Kundgebung durch die Strassen der Waadtländer Hauptstadt.



Aktive Bewegung

Auf Schweizer Ebene ist dies die zehnte Mobilisierung für eine Klimademo seit einem Jahr und die siebte, die seit dem 18. Januar 2019 an einem Freitag in Form eines «Klimastreiks» stattfindet. Auf dem Höhepunkt der Mobilisierung, am 2. Februar und 15. März, marschierten rund 10 000 Personen durch Lausanne. Die Klimademonstrationen brachten landesweit bis zu 50 000 Menschen (nach Angaben der Polizei) und 66 000 (nach Angaben der Organisatoren) zusammen.

(dpa) Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel reist am Donnerstag kommender Woche nach Davos. Am Nachmittag hält sie vor dem Plenum eine Rede. Während ihres Aufenthalts wird sie ausserdem Gespräche mit Staats- und Regierungschefs sowie Vertretern von Unternehmen führen, wie die Bundesregierung am Freitag mitteilte.

Donald Trump ist entschlossen, nächste Woche nach Davos zu reisen.

Donald Trump ist entschlossen, nächste Woche nach Davos zu reisen. 

Laurent Gillieron / Keystone

tsf. US-Präsident Donald Trump bestätigt, dass er für das World Economic Forum (WEF) kommende Woche in die Schweiz reise, obwohl inzwischen das Impeachment-Verfahren Amtsenthebungsverfahren angelaufen ist. «Ich gehe nach Davos», sagte Trump in einem Interview mit dem TV-Kanal «Fox News». Er werde sich dort mit den grössten Konzernchefs der Welt treffen. Das Amtsenthebungsverfahren nannte Trump einen «Witz» («It’s a hoax, it’s a complete hoax»). Und gab sich überzeugt, dass der Senat die Angelegenheit schnell zum Abschluss bringen werde. 

Das Wirtschaftsforum WEF findet vom 21. bis 24. Januar in Davos statt. Seit 1971 treffen sich in Davos jährlich Staatschefs, Manager, Wissenschaftler, gesellschaftliche Akteure und Journalisten zum Weltwirtschaftsforum. Diskutiert wird über Wirtschafts-, Sozial- und Umweltpolitik. Zur 50. Ausgabe wollen mehr als 3000 Teilnehmer kommen, darunter alle Schweizer Bundesräte. EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen, US-Präsident Donald Trump, die deutsche Kanzlerin Merkel und die schwedische Klimaaktivistin Greta Thunberg.



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PALLADIUM: Fahnenstange mahnt zur Vorsicht Seite 1

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Die Rally bei Palladium läuft und läuft. Von einem Abebben des Aufwärtsdrangs ist aktuell (noch) nichts zu sehen. Ganz im Gegenteil. Es scheint immer dynamischer voranzugehen. In der aktuellen
Phase ist Palladium der Inbegriff eines parabolischen Anstiegs. Palladium stellt die anderen Edelmetalle damit in den Schatten. Jedoch mahnt die Ausbildung der
Fahnenstange zur Vorsicht. 

Rückblick. Zum Zeitpunkt unserer letzten Kommentierung „PALLADIUM – Edelmetall bleibt spannend!“ vom 30.12. bewegte sich das Edelmetall noch auf einem deutlich niedrigeren Preisniveau. Und so hieß
es in der betreffenden Kommentierung unter anderem „[…] Die 38-Tage-Linie und die aus unserer Sicht aktuell zentrale Unterstützungszone 1.830 / 1.800 US-Dollar wurden erfolgreich getestet. Der
Aufwärtstrend ist intakt, die 200-Tage-Linie strebt stramm gen Norden. Mit anderen Worten: Aus charttechnischer Sicht ist alles im grünen Bereich.  In der
nächsten Zeit sollte eine Fortsetzung der Seitwärtsbewegung zwischen 1.800 US-Dollar und 2.000 US-Dollar nicht überraschen. Über kurz oder lang wird sich zeigen müssen, ob der Aufwärtstrend in der
Lage ist, Palladium durch die 2.000 US-Dollar zu drücken.[…]“

Palladium hielt sich in der Folgezeit nicht lange auf, durchbrach die 2.000 US-Dollar-Marke und nahm dann noch einmal so richtig Fahrt auf. Aktuell rücken sogar die 2.500 US-Dollar in den
Fokus. Mit Blick auf das exponierte Preisniveau muss aber über kurz oder lang mit Gewinnmitnahmen gerechnet werden. Auf Dauer wird sich die Schwerkraft nicht
aushebeln lassen. Ob der zurückgelegten Wegstrecke und der veritablen Fallhöhe könnte es dann auch etwas ruppiger werden. Aus charttechnischer Sicht lassen sich erst im Bereich 2.000 und im Bereich
von 1.830 /1.800 US-Dollar potentielle Haltebereiche lokalisieren. 

Kurzum: Aktuell gilt (noch) die alte Börsenweisheit „die Hausse nährt die Hausse“. Die Bewegung ist überkauft. Der Preis ist seiner 200-Tage-Linie enteilt. Die Gefahr von Gewinnmitnahmen steigt von
Tag zu Tag. Rücksetzer spielen sich hierbei idealerweise oberhalb von 2.000 US-Dollar ab, im jedem Fall ist ein Rücksetzer unter die 1.800 US-Dollar zu vermeiden. 
 



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